Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Soziale Ungleichheit aus Sicht Pierre Bourdieus – Ursachen, Entstehung und Implementierung in der Gesellschaft
2.1 Allgemeine Definition sozialer Ungleichheit und historischer Überblick
2.2 Soziale Ungleichheit nach Pierre Bourdieu
2.3 Ursachen und Entstehung sozialer Ungleichheit aus Sicht Bourdieus
3. Migration als Faktor sozialer Ungleichheit
3.1 Ursachen für den Einfluss von Migration auf die soziale Ungleichheit im Bildungssystem
3.2 Auswirkungen des Faktors Migration auf die Bildungslaufbahn betroffener Kinder
4. Die Bildungssysteme und Gesellschaften beider Staaten im Überblick
4.1 Aufbau und Funktionsweise des deutschen Bildungssystems
4.2 Das schwedische Bildungssystem im Überblick
5. Vergleich zwischen der BRD und Schweden bezüglich der Zusammenhänge zwischen Migration als Faktor sozialer Ungleichheit und Erfolgen bei Bildungstests (PISA)
5.1 Ausprägung des Faktors Migration als soziale Ungleichheit in der BRD aus Sicht Bourdieus
5.1.1 Das ökonomische Kapital von Migrantenfamilien in der BRD
5.1.2 Das kulturelle Kapital von Migranten in Deutschland
5.1.3 Das soziale Kapital von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland
5.2 Ausprägung des Faktors Migration als soziale Ungleichheit in Schweden aus Sicht Bourdieus
5.2.1 Das ökonomische Kapital von Migranten in Schweden
5.2.2 Das kulturelle Kapital schwedischer Migranten
5.2.3 Das soziale Kapital von Migranten in Schweden
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse und Zwischenfazit
5.4 Das Abschneiden beider Staaten bei Bildungstests am Beispiel PISA
5.4.1 Das Abschneiden von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund bei den PISA-Studien in Deutschland
5.4.2 Das Abschneiden von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund bei den PISA-Studien in Schweden
6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Migration als Faktor sozialer Ungleichheit auf den Bildungserfolg von Jugendlichen in Deutschland und Schweden. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwieweit das Phänomen Migration im jeweiligen nationalen Bildungssystem zu ungleichen Startchancen führt und welche Auswirkungen sich daraus auf die Leistungsfähigkeit bei PISA-Bildungstests ableiten lassen.
3.1 Ursachen für den Einfluss von Migration auf die soziale Ungleichheit im Bildungssystem
Einen wichtigen Aspekt für die ungleiche Behandlung von Migrantenkindern in der Bildung stellt die Diskriminierung dar. Dieses gesellschaftliche Phänomen lässt sich in zwei Arten untergliedern. Zum einen stellt die direkte Diskriminierung eine Ursache für die Ungleichbehandlung ausländischer Schüler und Schülerinnen dar. Diese Form geht zumeist von Einzelpersonen aus und die resultierenden Nachteile für die betroffene Person sind von der diskriminierenden Person beabsichtigt und geplant. Ein Beispiel für diesen Diskriminierungstyp wäre die bewusste Schlechterbewertung von Kindern mit ausländischer Herkunft, ohne dass dafür objektive Gründe vorliegen würden.
Eine andere Art der sozialen Ungleichbehandlung ist die institutionelle Diskriminierung. Hierbei handelt es sich um eine ungleiche, nachteilige Behandlung von Personen oder Personengruppen durch Handlungen, Vorgehensweisen oder Organisationsstrukturen zentraler gesellschaftlicher Institutionen (z.B. Schule als Bildungseinrichtung). Hauptaspekt der institutionellen Diskriminierung ist, dass hierbei keine Einzelperson diskriminierende Handlungen beabsichtigt durchführt, sondern die Ungleichbehandlung aus bestimmten Handlungslogiken, Organisationsstrukturen, Lehrpraktiken oder Verfahrensvorschriften entsteht.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der sozialen Ungleichheit und Migration sowie Darlegung der Forschungsziele und des methodischen Vorgehens.
2. Soziale Ungleichheit aus Sicht Pierre Bourdieus – Ursachen, Entstehung und Implementierung in der Gesellschaft: Darstellung der soziologischen Grundlagen nach Bourdieu, insbesondere der Kapitalarten als Erklärungsmodell für Ungleichheiten.
3. Migration als Faktor sozialer Ungleichheit: Untersuchung der Mechanismen wie institutionelle Diskriminierung, die Migrantenkinder im Bildungssystem benachteiligen.
4. Die Bildungssysteme und Gesellschaften beider Staaten im Überblick: Analyse der strukturellen Unterschiede zwischen den gegliederten deutschen und den eher einheitlichen schwedischen Bildungssystemen.
5. Vergleich zwischen der BRD und Schweden bezüglich der Zusammenhänge zwischen Migration als Faktor sozialer Ungleichheit und Erfolgen bei Bildungstests (PISA): Empirische Anwendung der Bourdieu-Theorie auf die Migrationssituation in beiden Ländern sowie Auswertung der PISA-Leistungsdaten.
6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, wie stark Migration die PISA-Testergebnisse in den untersuchten Ländern beeinflusst.
Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Migration, Bildungssystem, PISA-Studie, Institutionelle Diskriminierung, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Deutschland, Schweden, Chancengleichheit, Bildungserfolg, Habitus, Bildungszertifikate
Die Arbeit analysiert, wie Migration als Faktor sozialer Ungleichheit den schulischen Erfolg von Jugendlichen beeinflusst und vergleicht dabei Deutschland mit Schweden.
Zentrale Themen sind die Anwendung der Bourdieuschen Kapitaltheorie, die Analyse von Diskriminierungsformen in Schulen sowie der Vergleich nationaler Bildungssysteme anhand von PISA-Daten.
Ziel ist es zu untersuchen, in welcher Weise sich Migration im Bildungssystem als soziale Ungleichheit manifestiert und ob ein direkter Zusammenhang zur nationalen Leistungsfähigkeit bei PISA-Tests besteht.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (Bourdieu) auf empirische PISA-Daten und nationale Bildungssysteme anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung (Kapitalbegriffe), die Analyse der Bildungssysteme beider Länder und einen detaillierten Vergleich der PISA-Ergebnisse in Abhängigkeit vom Migrationshintergrund.
Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Migration, Bildungssystem, PISA-Studie und Kapitalsorten sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.
Die Arbeit führt dies primär auf institutionelle Diskriminierung und die frühe Selektion in verschiedene Schulformen zurück, die das kulturelle Kapital von Migrantenkindern abwerten.
Schweden verfolgt einen Ansatz der Förderung statt Auslese, ein längeres gemeinsames Lernen sowie das Recht auf muttersprachlichen Unterricht, was in der Theorie integrativer wirkt als das gegliederte deutsche System.
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