Bachelorarbeit, 2011
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule
2.1 Einführung in das sensomotorische System
2.2 Sensomotorisches Training (SMT)
2.3 Das Motorische Lernalter
2.3.1 Die Phylogenese des Menschen
2.3.2 Motorische Entwicklung bis zum frühen Jugendalter
2.3.3 Motorisches Lernalter im späten Jugendalter
3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule
3.1 Aktuelle Studienlagen
3.2 Systematische Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings
3.3 Schülerprojekt am Freiburger Gymnasium
3.3.1 Zielstellungen des Projektes in der gymnasialen Oberstufe
3.3.2 Methodische Vorgehensweise
3.3.3 Messmethodik und Ergebnisse
4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg
4.1 Aufbau des Rahmenlehrplanes für den Sportunterricht
4.2 Sensomotorische Trainings- und Übungsformen im Sportunterricht
4.2.1 Das Bewegungsfeld „Fitness“
4.2.2 Die anderen Bewegungsfelder
5. Ideenentwicklung für den Schulsport
5.1. Sinnvolle Unterrichtskonzepte für das SMT
5.2. Die Umsetzbarkeit Sensomotorischer Übungen
5.3. Mögliche Übertragbarkeit auf andere Bewegungsfelder
5.4. Bewertbarkeit sensomotorischer Übungen
6. Zusammenfassung und Ausblick
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Die Arbeit untersucht, inwieweit sensomotorische Beanspruchungen in den Sportunterricht der gymnasialen Oberstufe integriert werden können und wie sinnvoll diese Trainingsform zur Leistungssteigerung, Verletzungsprävention und Kompetenzförderung ist. Dabei erfolgt eine Korrelation mit dem Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg.
2.1 Einführung in das sensomotorische System
Sensomotorisches Training (SMT) ist die Schulung des koordinierten Zusammenwirkens von Sinneseindrücken (Sensorik) und der Muskelaktivität (Motorik). Es wird auch kinästhetisches Training, propriozeptives Training oder vestibuläres Training genannt. Vor 30 Jahren wurde SMT in der Trainingslehre unter dem Begriff Koordinationstraining zusammengefasst und lediglich in der Physiotherapie eingesetzt. Sensomotorik findet immer dann statt, wenn Bewegungen und Bewegungsrichtungen verändert werden, sei es bei verschiedenen Spielsituationen im Spielsport oder beim Herumtoben der Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenhof (Schwan, 2011).
Die Sinnesorgane des Menschen besitzen eine ganze Reihe von Sensoren, welche für die Aufnahme von Informationen verantwortlich sind. Eine wesentliche Rolle für die Bewegungssteuerung spielen dabei das Auge, das Gehör, der Tastsinn, der Gleichgewichtssinn und der Muskelsinn, welche von Exterorezeptoren und Propriozeptoren umgeben sind. Die Exterorezeptoren übersetzen Reize aus der Umwelt, die mechanischer, thermischer, optischer, akustischer, olfaktiver und gustativer Natur sein können. Die Propriozeptoren (Muskelspindel, Gelenksensoren, Bände, Faszien) sind tiefensensible Sensoren, die die Fähigkeit haben, die Lage des Körpers bzw. der Gelenke im Raum und ihre Stellung zueinander zu bestimmen, um daraufhin feinkoordinierte Bewegungen zu steuern (Giese, 2006).
Alle erfassten und zu verarbeitenden Reize werden in der Einheit von Rezeptoren (Informationsaufnahme), den Nervenbahnen (Informationsverarbeitung) und den spezifischen Arealen auf der Großhirnrinde (Informationsverarbeitung) als Analysatoren bezeichnet (Wick, 2009). Die Exterorezeptoren und Propriozeptoren sind spezifische Strukturen im sensomotorischen System (SMS), welche wie vorher erwähnt die internen und externen Reize der Sinnesorgane erfassen sowie übersetzen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von sensomotorischem Training im modernen Leistungssport und stellt die Forschungsfrage nach dessen Relevanz und Umsetzbarkeit im Schulalltag.
2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen des sensomotorischen Systems sowie die motorische Entwicklung Jugendlicher.
3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule: Es werden aktuelle Studienlagen analysiert und die Ergebnisse eines Pilotprojekts an einem Freiburger Gymnasium zur Wirksamkeit von sensomotorischem Training kritisch gewürdigt.
4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg: Der Fokus liegt auf der Einordnung sensomotorischer Inhalte in den schulischen Rahmenlehrplan und der Erläuterung der verschiedenen Bewegungsfelder.
5. Ideenentwicklung für den Schulsport: Hier werden praktische Konzepte für den Unterricht, Möglichkeiten der Übungsumsetzung, eine Übertragbarkeit auf verschiedene Sportarten sowie Bewertungsmodelle vorgestellt.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der Sensomotorik für die gymnasiale Oberstufe.
Sensomotorik, sensomotorisches Training, SMT, Schulsport, gymnasiale Oberstufe, motorische Entwicklung, Trainingslehre, Verletzungsprävention, Bewegungsfelder, Koordination, Propriozeption, Rahmenlehrplan Brandenburg, Leistungsfähigkeit, Sportpädagogik, Handlungsorientierung.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von sensomotorischem Training im Sportunterricht der gymnasialen Oberstufe.
Zu den Schwerpunkten gehören das sensomotorische System, die motorische Entwicklung Jugendlicher, die Wirksamkeit des Trainings sowie die Integration in den schulischen Rahmenlehrplan.
Das Ziel ist es, den Nutzen von sensomotorischen Übungen für Schüler zu bewerten und ein Konzept für eine praxisnahe, motivierende Umsetzung im Schulalltag zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Studienlagen und Pilotprojekte sowie einer Korrelation dieser Erkenntnisse mit den spezifischen Anforderungen des brandenburgischen Rahmenlehrplans.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen, der Forschungsmethodik, der Einordnung in den Rahmenlehrplan sowie der konkreten Entwicklung von Unterrichtsreihen und Bewertungsmodellen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sensomotorik, propriozeptives Training, Koordinationstraining und handlungsorientierter Sportunterricht charakterisiert.
Es dient als zentrale Datenbasis und Referenz, um die Wirksamkeit von sensomotorischem Training in der Schule wissenschaftlich zu belegen, auch wenn der dortige zeitliche Rahmen nicht direkt kopierbar ist.
Die Autorin schlägt Modelle wie das „Bewertungsmodell A“ und „B“ vor, die Theorieentwürfe (Lektionsentwürfe) und Praxisleistungen (Lehreinheiten) der Schüler zu je 30% gewichten, ergänzt durch motorische Tests.
Sie dienen der progressiven Belastungssteigerung und zwingen das neuromuskuläre System zu verstärkter Arbeit, was die Stabilität der Gelenke und die Koordination verbessert.
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