Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 2,0
1. Theorie
1.1 Einführung
1.2 Bindungstheorie
1.3 Abgrenzung des Begriffs „Psychische Gesundheit“
1.4 Theoretische Fundierung
1.5 Empirische Evidenz: Zusammenhang Bindung und psychische Gesundheit
1.6 Erweiterung des Vulnerabilitäts-Stress-Models
1.7 Empirische Evidenz: Einfluss von Hunden auf die psychische Gesundheit
1.8 Forschungsfrage und Hypothesen
2. Methoden
2.1 Stichprobe
2.2 Design und Ablauf
2.3 Testmaterial
2.4 Statistische Verfahren
3. Resultate
3.1 Deskriptive Statistiken
3.2 Nonparametrische Tests
3.3 Varianzanalyse
4. Diskussion
4.1 Ziele und Ergebnisse
4.2 Beitrag zum aktuellen Forschungsstand
4.3 Grenzen der Arbeit
4.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob der Hund als Moderatorvariable den Zusammenhang zwischen Bindungstypen und der psychischen Gesundheit von Hundehaltern beeinflussen kann, insbesondere um eine Pufferwirkung bei ungünstigen Bindungsmustern zu prüfen.
1.1 Einführung
„In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück, all mein Inneres, Krankes, Wundes heilt er in seinem Blick“ (Kempner, 1964) – so beschrieb schon die deutsche Dichterin Friederike Kempner im 19. Jahrhundert die Beziehungen zwischen Hund und Mensch und deren heilende Wirkung auf dessen Besitzer. Einige Studien, wie z.B. Beck und Meyers (1996), konnten nachweisen, dass die Haustierhaltung einen positiven Einfluss auf den menschlichen Gesundheitszustand hat und somit einen protektiven Faktor darstellt. Doch hat der Hund immer einen positiven Einfluss auf den Menschen oder sind die Auswirkungen, insbesondere mit Hinblick auf die psychische Gesundheit, in Abhängigkeit der Hundebesitzer verschieden?
1. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zur Bindungstheorie und zum Vulnerabilitäts-Stress-Modell sowie den aktuellen Forschungsstand zum Einfluss von Hunden auf die psychische Gesundheit.
2. Methoden: Hier wird das Design der Onlinestudie, die Stichprobengewinnung, das verwendete Testmaterial (RSQ, GHQ-12) und die geplanten statistischen Analyseschritte beschrieben.
3. Resultate: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Daten sowie die Ergebnisse der statistischen Tests zur Prüfung der Moderatorhypothese.
4. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, mit dem Forschungsstand in Beziehung gesetzt, methodische Grenzen aufgezeigt und ein Ausblick für die zukünftige Forschung gegeben.
Bindungstheorie, Psychische Gesundheit, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Hundehaltung, Moderatorwirkung, Selbstobjekt Hund, Idealisierung, Kompensationsmechanismus, GHQ-12, RSQ, Bindungsstile, Mensch-Tier-Interaktion, Prävention, psychisches Wohlbefinden
Die Arbeit untersucht, ob Hunde eine moderierende Rolle für die psychische Gesundheit von Menschen mit unterschiedlichen Bindungstypen spielen.
Die zentralen Felder sind Bindungsforschung, die gesundheitsförderliche Wirkung von Tieren und das Vulnerabilitäts-Stress-Modell.
Die Forschungsfrage lautet, ob der Hund als Moderatorvariable den Zusammenhang zwischen Bindung und psychischer Gesundheit in Stärke oder Richtung beeinflussen kann.
Es wurde eine deskriptiv-analytische Onlinestudie mit einer Stichprobe von 763 Hundebesitzern durchgeführt, wobei verschiedene psychometrische Fragebögen zum Einsatz kamen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung, der methodischen Durchführung der Studie, der Präsentation der statistischen Ergebnisse und deren wissenschaftlicher Diskussion.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Bindungstheorie, psychische Gesundheit, Moderatorwirkung von Hunden und Kompensationsmechanismen beschreiben.
Nein, die Arbeit konnte keinen eindeutigen statistischen Nachweis für die postulierten Interaktionseffekte liefern, deutet aber bei abweisend gebundenen Personen auf mögliche kompensatorische Tendenzen hin.
Als Grenzen werden unter anderem die mangelnde Repräsentativität der Stichprobe, die ungleiche Geschlechterverteilung und die mit Online-Umfragen einhergehenden methodischen Nachteile, wie sozial erwünschtes Antwortverhalten, genannt.
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