Bachelorarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Managementrelevanz
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehendweise und Gliederung
2 Controlling
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition
2.1.2 Ziele und Funktionen
2.1.3 Organisation
2.1.4 Aufgaben
2.1.5 Die Dimensionen des Controlling
2.2 Strategisches Controlling
2.2.1 Strategische Planung
2.2.2 Strategische Kontrolle
2.3 Operatives Controlling
2.3.1 Kosten- und Leistungsrechnung
2.3.2 Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnung
2.3.3 Kostenmanagement
2.3.4 Berichtswesen und Kennzahlen
3 Controlling in der ambulanten Pflege
3.1 Finanzierungsgrundlagen
3.2 Strategische Ausrichtung eines Pflegedienstes
3.3 Operative Planung, Kontrolle und Steuerung
3.3.1 Kennzahlen zur Steuerung der Pflegeprozesse
3.3.2 Informationen aus dem Rechnungswesen (BAW)
3.4 Vergleich und Schlussfolgerungen aus dem Theorieteil
4 Empirische Untersuchung
4.1 Fragestellung und Forschungsstand
4.2 Erhebungsmethodik
4.2.1 Leitfadengestütztes Experteninterview
4.2.2 Aufbau des Interviewleitfadens
4.2.3 Auswahl der Interviewpartner
4.2.4 Durchführung der Experteninterviews
4.3 Qualitative Inhaltsanalyse
4.3.1 Transkription
4.3.2 Kategorisierung, Extraktion und Datenaufbereitung
4.4 Auswertung
4.4.1 Controlling-Verständnis
4.4.2 Organisation des Controllings
4.4.3 Operative Controlling-Instrumente
4.4.4 Strategische Controlling-Instrumente
4.4.5 Vergleiche
4.4.6 Effektivität der eingesetzten Controlling-Instrumente
4.4.7 Schwierigkeiten und Probleme bei der Controlling-Anwendung
4.4.8 Kritik an der Controlling-Fachliteratur
4.4.9 Aspekte zur Balanced Scorecard
4.4.10 Sonstige Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
5 Ergebnis
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Grenzen der Aussagekraft der empirischen Erhebung
5.3 Ableitung von Handlungsempfehlungen
6 Schlussbemerkungen
6.1 Allgemeine Zusammenfassung
6.2 Kritik und Ausblick unter Verweis des Forschungsstands
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Führungskräften in der ambulanten Pflege aufzuzeigen, wie Controlling sie bei operativen und strategischen Entscheidungen unterstützen kann. Die Arbeit analysiert dabei, inwiefern bestehende Controlling-Instrumente in die pflegerische Praxis integriert werden können, um trotz gestiegenem Wettbewerbsdruck und komplexer Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Existenz der Pflegedienste zu sichern.
2.1.2 Ziele und Funktionen
Controlling-Ziele sind immer aus den sachlichen und formalen Unternehmenszielen (indirekte Ziele) abzuleiten (vgl. Baltzer 2013: 2). Die Kardinalziele eines Unternehmens sind unabhängig von der Branche und Rechtsform der Erhalt und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Denn nur wenn der Erhalt gesichert ist, können Interessengruppen des Unternehmens (Shareholder und Stakeholder) bedient werden. Zur Erreichung des Kardinalziels müssen zwei Hauptziele erreicht werden: Gewinnerzielung und Liquiditätssicherung. Gewinnerzielung ist nötig, um der Kapitalminderung durch Inflation und Steuern entgegenzuwirken und um Investitionsvorhaben zu ermöglichen. Dieser Aspekt betrifft sowohl For-Profit- als auch Non-Profit-Organisationen. Ist ein Unternehmen nicht mehr liquide, kann also seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, droht ein Insolvenzverfahren, was seine Existenz massiv gefährdet (vgl. Joos 2014: 3f).
Um die Hauptziele zu erreichen, ist der Führungsprozess nötig, der Planung, Steuerung und Kontrolle umfasst. Hier setzten nun die direkten Controlling-Ziele an. „Die direkten Ziele werden […] als Funktionen des Controllings bezeichnet, da sie den Rahmen für die Controlling-Aufgaben festlegen, mittels derer die (indirekten) Controlling-Ziele erreicht werden sollen“ (Baltzer 2013: 2).
Koordinationsfunktion: Durch die zunehmende funktionelle Spezialisierung in einem Unternehmen sind Führungssubsysteme (z.B. Marketing, Produktion, Finanzen etc.) entstanden. Durch Controlling werden zum einen Daten von den Subsystemen gesammelt, aufbereitet und an das Top-Management weitergeleitet. Zum anderen werden die Subsysteme mit Informationen zur Entscheidungsfindung versorgt, was eine Abstimmung unter den Beteiligten beinhaltet. In der Literatur wird derzeit diskutiert, ob dem Controlling hierbei eine Weisungsbefugnis zusteht, sodass es Führungsaufgaben übernehmen würde, oder nur die reine Koordination der Informationsversorgung stattfinden soll (vgl. Hubert 2015:12).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung des Controllings in der Gesundheitsbranche und definiert das Ziel der Arbeit, Führungskräften praktische Unterstützungsmöglichkeiten für strategische und operative Entscheidungen aufzuzeigen.
2 Controlling: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen, inklusive Definitionen, Aufgabenbereichen und der Unterscheidung zwischen operativem und strategischem Controlling sowie der Vorstellung verschiedener Instrumente.
3 Controlling in der ambulanten Pflege: Hier wird die Übertragung theoretischer Controlling-Konzepte auf die spezifische Situation ambulanter Pflegedienste beleuchtet, unter Berücksichtigung der Finanzierungsstrukturen und der notwendigen strategischen Ausrichtung.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews sowie die Auswertung der erhobenen Daten zu Controlling-Verständnis, eingesetzten Instrumenten und Problemen in der Praxis.
5 Ergebnis: Das Kapitel vergleicht die gewonnenen empirischen Erkenntnisse mit der Fachliteratur, beantwortet die Forschungsfrage und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für das Management ab.
6 Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer allgemeinen Zusammenfassung, einer kritischen Beleuchtung der verwendeten Fachliteratur sowie einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für ambulante Pflegedienste.
Controlling, ambulante Pflege, Pflegemanagement, Kennzahlen, operative Steuerung, strategische Ausrichtung, Liquiditätssicherung, Betriebswirtschaftliche Auswertung, Balanced Scorecard, Experteninterview, Wirtschaftlichkeit, Pflegedienstleitung, Kostenmanagement, Qualitätsanforderungen, Unternehmensführung
Die Arbeit untersucht die praktische Anwendbarkeit und den Nutzen von Controlling-Instrumenten in der ambulanten Pflegebranche, um Führungskräfte bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Controllings, die spezifischen Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege (Finanzierung/Qualität) und die praktische Umsetzung durch Controlling-Instrumente.
Ziel ist es zu ergründen, wie Controlling in der ambulanten Pflege derzeit angewandt wird und ob die Akteure darin einen Mehrwert zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sehen.
Die Arbeit basiert auf einem literaturgestützten theoretischen Teil sowie einer empirischen Primärerhebung mittels leitfadengestützter Experteninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Controllings, die Analyse des Controllings im speziellen Kontext der ambulanten Pflege sowie eine empirische Untersuchung, die aktuelle Praxiserfahrungen gegenüberstellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Controlling, ambulante Pflege, wirtschaftliche Steuerung, Kennzahlen, Experteninterviews und strategische Planung charakterisiert.
Experten berichten von Problemen bei der Datenzulieferung aus den Stationen, mangelnder Validität der Kennzahlen, fehlendem betriebswirtschaftlichen Verständnis beim Führungspersonal sowie schwierigen Inter-Rollen-Konflikten in kleinen Pflegediensten.
Die Experten empfinden die Balanced Scorecard im ambulanten Bereich als zu kompliziert in der Anwendung, da die Ableitung und Interpretation der Zusammenhänge zwischen den vier Perspektiven zu fehleranfällig ist.
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