Fachbuch, 2018
159 Seiten
Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Konzeption der Arbeit
2 Persönlichkeit
2.1 Alltagsverständnis von Persönlichkeit
2.2 Das Konzept Persönlichkeit - Versuch einer Definition
2.3 Persönlichkeitstheorien
2.4 Das Fünf-Faktoren-Modell - die „Big Five“
3 Resilienz
3.1 Die Kauai-Studie von Emmy EWerner
3.2 Definition und Begriffsbestimmung
3.3 Risiko- und Schutzfaktoren
3.4 Der Resilienzprozess
3.5 Weitere Betrachtungsebenen
3.6 Abgrenzung zu anderen Konzepten
3.7 Zusammenfassende Betrachtung
4 Stress
4.1 Definition und Begriffsbestimmung
4.2 Ansätze und Erklärungsmodelle
4.3 Zusammenhang mit Resilienz
5 Empirische Studie
5.1 Ziel der Studie
5.2 Forschung
5.3 Formulierung der grundlegenden Fragestellung
5.4 Bildung der Hypothesen
5.5 Methodik
6 Auswertung
6.1 Auswertung der Resilienzskala RS-
6.2 Auswertung des Big-Five Persönlichkeitstests (B5T)
6.3 Auswertung der Unterhypothesen
6.4 Auswertung der Nebenhypothesen
7 Entwicklung von Profilen
7.1 Multiple Regression
7.2 Clusteranalyse
7.3 Interventionsansätze
7.4 Zusammenfassende Betrachtung
8 Diskussion
8.1 Rahmenbedingungen und deskriptive Statistik
8.2 Methodische Vorgehensweise
8.3 Fazit
8.4 Ausblick
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist das Auffinden und Darstellen von Zusammenhängen zwischen Persönlichkeitsstrukturen und der psychischen Widerstandskraft gegen Belastungen, der sogenannten Resilienz, bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen, um den Blick auf persönlichkeitsgerechte Interventionen zur Förderung psychischer Stabilität zu ermöglichen.
2.3.4 Sozial-kognitive Theorien
Der grundsätzliche Tenor in sozial-kognitiven Theorien ist die Bestimmung der Persönlichkeit durch die Interaktion von Person und Situation. Trifft eine Person auf eine Situation, wird sie diese mit Hilfe vorgefertigter Denkmuster wie Schemata und Erwartungen in Kombination mit ihren Erinnerungen interpretieren und bewerten. Dies stellt die kognitive Komponente dieses Ansatzes dar. Der soziale Einfluss entsteht durch die Annahme, dass Verhalten seinen Ursprung im Modelllernen, also in der Beobachtung anderer oder in Konditionierung hat.
Im sozial-kognitiven Ansatz wird also davon ausgegangen, dass sich Verhalten, Umweltfaktoren und Intraindividuelle Unterschiede gegenseitig beeinflussen. Albert Bandura, einer der Hauptvertreter des sozial-kognitiven Ansatzes, spricht von einem „triadic reciprocal determinism“, also einer Ableitung der Persönlichkeit von drei Einflussfaktoren.
Im Paradigma der sozial-kognitiven Theorien ergibt sich die Persönlichkeit als Ergebnis dieser drei in Wechselwirkung stehenden Bestimmungsfaktoren. Jeder Einflussfaktor wirkt grundsätzlich in zwei Richtungen, was dazu führt, dass beispielsweise das Verhalten der Lehrkraft in Abbildung 9, nicht nur Ergebnis, sondern auch Ursache ist. Gereiztes Verhalten beispielsweise wechselwirkt mit der Umwelt, im Beispiel der Reaktion der Schüler, sowie den Kognitionen, hier den Vorstellungen vom Ablauf des Unterrichts und wird wiederum von diesen beeinflusst.
Einleitung: Diese Einleitung begründet das Interesse am Thema, skizziert die Ausgangssituation und erläutert die Relevanz der Untersuchung zur Lehrergesundheit.
2 Persönlichkeit: Dieses Kapitel beleuchtet das Konstrukt der Persönlichkeit, definiert Begriffe, stellt relevante Theorien vor und bewertet das „Big-Five“-Modell als geeignetes Instrument.
3 Resilienz: Hier wird das Thema Resilienz behandelt, eine Pionier-Studie vorgestellt und eine Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten vorgenommen.
4 Stress: In diesem Kapitel wird das Thema Stress behandelt, notwendige Begriffe definiert und Modelle in Bezug auf den Schulkontext dargestellt.
5 Empirische Studie: Dieses Kapitel stellt die empirische Untersuchung vor, formuliert die Forschungsfrage, stellt Hypothesen auf und beschreibt Methodik, Erfassungsinstrumente und Stichprobe.
6 Auswertung: Hier findet die Auswertung der erhobenen Daten statt, wobei die Ergebnisse der Instrumente abgebildet und die Hypothesen geprüft werden.
7 Entwicklung von Profilen: In diesem Kapitel werden aus den gewonnenen Daten Lehrerprofile entwickelt, Prädiktoren identifiziert, Cluster gebildet und gezielte Interventionsansätze beschrieben.
8 Diskussion: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse kritisch, beleuchtet die deskriptive Statistik sowie die methodische Vorgehensweise und schließt mit einem Fazit und Ausblick ab.
Lehrerberuf, Resilienz, Persönlichkeit, Big Five, Stress, Stressbewältigung, Berufsmotivation, Selbstwirksamkeit, Lehrkräfte, Lehrergesundheit, empirische Studie, Lehrerpersönlichkeit, Interventionsmaßnahmen, Psychologie, Widerstandskraft.
Die Arbeit untersucht Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsstrukturen und der psychischen Widerstandskraft (Resilienz) bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen.
Die zentralen Themenfelder sind die Persönlichkeitspsychologie (Big Five), Resilienzforschung, Stressmodelle und die berufliche Belastungssituation von Lehrkräften.
Ziel ist es, Persönlichkeitstypen zu identifizieren, die besonders von Fördermaßnahmen profitieren könnten, um Interventionen zur Stärkung der psychischen Gesundheit zu ermöglichen.
Es wurde eine empirische Online-Umfrage mit 102 Lehrkräften durchgeführt, wobei standardisierte Testverfahren (B5T, RS-13) und statistische Methoden wie Korrelationen, Regressionsanalysen und Clusteranalysen zum Einsatz kamen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Persönlichkeit, Resilienz und Stress sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Studie.
Die wichtigsten Begriffe sind Lehrerberuf, Resilienz, Persönlichkeit, Big Five, Stress, Berufsmotivation und Lehrergesundheit.
Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte mit hohen Werten in der Dimension Neurotizismus deutlich geringere Resilienzwerte und eine reduzierte Berufsmotivation aufweisen.
Die Clusteranalyse ermöglicht es, spezifische Lehrerpersönlichkeiten zu unterscheiden, wobei insbesondere das Cluster II ("Die Stillen") ein hohes Potenzial für gezielte Interventionen zur Stärkung der Resilienz zeigt.
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