Fachbuch, 2018
43 Seiten
1 Einleitung
2 Aufbau des chinesischen Staates
3 Die Rolle der Partei
3.1 Das Verhältnis von Partei und Staat
3.2 Der Aufbau der Partei
3.3 Das Verhältnis von Partei und Wirtschaft
4 Reformverlauf und heutiges Wirtschaftssystem
4.1 Reformverlauf seit dem Ende der Mao-Ära
4.2 Das Wirtschaftssystem Chinas heute
4.3 Einfluss der Reformen auf die staatliche Kontrolle
5 Unternehmensformen in China
5.1 Überblick
5.2 Kommunale Wirtschaftsunternehmen (TVEs)
6 Methoden der staatlichen Kontrolle
6.1 Kategorien staatlichen Einflusses
6.2 Besonderheiten und Methoden des staatlichen Eingriffs in China
7 Das Verhältnis von staatlichem Einfluss und Wirtschaftswachstum
7.1 Anteil der Kontrolle am wirtschaftlichen Erfolg
7.2 Grenzen der Kontrolle
8 Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsaussichten
8.1 Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen
8.2 Die Stärkung der politischen Kontrolle durch Xi
8.3 Die Herausforderung durch die digitale Entwicklung
9 Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle der politischen Kontrolle im chinesischen Wirtschaftssystem und analysiert, wie sich die aktuelle Entwicklung unter Staatspräsident Xi Jinping in diesen Kontext einordnen lässt, wobei das Zusammenspiel von marktwirtschaftlichem Erfolg und staatlichem Einfluss im Fokus steht.
6.2 Besonderheiten und Methoden des staatlichen Eingriffs in China
Die staatlichen Regulierungen in China lassen sich sowohl in wirtschaftsfördernde, -begrenzende und -ordnende Kategorien einteilen. Sie geschehen keinesfalls nur durch die ex-ante Koordination höhergestellter Stellen, sondern enthalten ebenso Elemente aller Koordinationsformen. Über die Zeit hat die chinesische Regierung mehrere Veränderungen vorgenommen, um die Entwicklung hin zum marktwirtschaftlichen System voranzutreiben. So wurde durch die Auflösung vieler Ministerien der Verwaltungsapparat deutlich schlanker gemacht und statt mehrerer Kommissionen eine übergeordnete Kommission („National Development and Reform Commission“ (NDRC)) zur Aufsicht über die Industrie eingesetzt, deren Tätigkeit jedoch über die Aufsicht hinausgeht, da sie auch planwirtschaftlich agiert. Der chinesische Staat wirkt nach wie vor in das Wirtschaftsgeschehen ein, sodass die ex-ante Koordination stark ist. Jedoch bestehen die Regulationen nicht mehr aus direkten Eingriffen, sondern aus wirtschaftspolitischen Instrumenten oder allgemeinen Gesetzen, also indikativen Eingriffen. Der Einfluss des Staates geschieht versteckt unter dem Mantel des Rechts, sodass staatliche Interventionen zum Teil nicht mehr als solche erscheinen.
Besonders einflussreich ist die Regierung bei Staatsunternehmen, da die staatlichen Anteile an den Unternehmen in einer dem Staat untergeordneten Vermögensverwaltungskommission (SASAC) zusammengeführt sind und die Regierung so starken Einfluss auf die Gewinnabführung, die Besetzung der Führungspositionen sowie die Unternehmensstrategie hat. Ein sehr effektives Mittel der staatlichen Einflussnahme ist die von Szepan beschriebene Kontrolle bei der Stellenbesetzung. Es kommt häufig vor, dass ehemals hohe Manager in die Politik wechseln. Dieses bewusste Durchmischen der Wirtschaft und der Politik zeigt sich am besten darin, dass die Vorstandsvorsitzenden der größten Staatsunternehmen hohe Ämter in der KPC innehaben. Bei staatseigenen Betrieben beschränkt sich der staatliche Einfluss nicht nur auf leitende Posten. Auch bei Unternehmen, die dem Staat nahe stehen (siehe die verschiedenen Unternehmenstypen oben), ist die Parteimitgliedschaft Voraussetzung für eine leitende Stelle.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den wirtschaftlichen Aufschwung Chinas und führt in die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der politischen Kontrolle und der aktuellen Entwicklung unter Xi Jinping ein.
2 Aufbau des chinesischen Staates: Das Kapitel erläutert die administrative Gliederung Chinas und das komplexe Verhältnis zwischen Zentralregierung und sub-nationalen Verwaltungsebenen.
3 Die Rolle der Partei: Hier wird die zentrale Stellung der Kommunistischen Partei Chinas sowie ihre Verflechtung mit staatlichen Strukturen und der Wirtschaft analysiert.
4 Reformverlauf und heutiges Wirtschaftssystem: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der chinesischen Wirtschaftsreformen von der Mao-Ära bis heute nach und beschreibt das System der gemischten Wirtschaft.
5 Unternehmensformen in China: Eine Darstellung der verschiedenen Unternehmenseinheiten in China, von Staatsunternehmen bis hin zu privaten Firmen und den spezifischen kommunalen Wirtschaftsunternehmen.
6 Methoden der staatlichen Kontrolle: Analyse der theoretischen Kategorien und der praktischen, oft indirekten oder verdeckten Methoden staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft.
7 Das Verhältnis von staatlichem Einfluss und Wirtschaftswachstum: Diskussion darüber, inwieweit das Wirtschaftswachstum ein Ergebnis staatlicher Steuerung ist oder trotz dieser Eingriffe zustande kam.
8 Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsaussichten: Untersuchung der neuen Herausforderungen wie Digitalisierung, Internetzensur und der verstärkten Zentralisierung unter Xi Jinping.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Vereinbarkeit von staatlicher Kontrolle mit einer voranschreitenden, marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaft.
China, Wirtschaftswunder, politische Kontrolle, Kommunistische Partei Chinas, KPC, Reform und Öffnung, sozialistische Marktwirtschaft, Staatsunternehmen, sub-nationale Regierungen, Xi Jinping, Digitalisierung, Wirtschaftswachstum, gemischte Wirtschaft, Internetzensur, industrielle Entwicklung
Die Arbeit analysiert das komplexe Zusammenspiel von politischer Kontrolle durch die Kommunistische Partei Chinas und der dynamischen Entwicklung des chinesischen Wirtschaftssystems.
Die zentralen Themen sind der Aufbau des chinesischen Staates, der historische Reformverlauf, verschiedene Unternehmensformen, Methoden der staatlichen Wirtschaftssteuerung sowie aktuelle politische Entwicklungen unter Xi Jinping.
Das primäre Ziel ist es, die Rolle der politischen Kontrolle innerhalb des chinesischen Wirtschaftssystems zu bestimmen und zu bewerten, wie sich die aktuelle Entwicklung unter Präsident Xi Jinping in dieses Gefüge einordnet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des theoretischen Rahmens und wertet einschlägige Fachliteratur sowie aktuelle Entwicklungen und Wirtschaftsberichte zur chinesischen Wirtschaftspolitik aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Grundlagenanalyse des politischen Systems und des Reformverlaufs, eine Untersuchung der Unternehmensstrukturen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Methoden und Auswirkungen staatlicher Kontrolle auf das Wirtschaftswachstum.
Wichtige Schlagworte sind neben China und Wirtschaftswunder vor allem politische Kontrolle, KPC, sozialistische Marktwirtschaft, staatliche Interventionen, Digitalisierung und die Rolle der Zentral- gegenüber der Lokalregierung.
Die kommunalen Wirtschaftsunternehmen (TVEs) dienen als Sinnbild für die Widersprüche des chinesischen Systems, da sie zwar marktorientiert agieren, aber kollektiv geführt werden und den Einfluss des Staates auf lokaler Ebene widerspiegeln.
Die Digitalisierung stellt den Staat vor neue Herausforderungen, da sie schwerer kontrollierbare Strukturen wie digitale Zahlungsanbieter oder Internetfonds schafft, worauf die Regierung mit verstärkter Internetzensur und Regulierung („Cybersouveränität“) reagiert.
Unter Xi Jinping wird die parteiliche Kontrolle wieder als Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs definiert, was zu einer stärkeren Zentralisierung führt und mit dem Ziel einer „Qualitäts-orientierten“ modernen Wirtschaft verknüpft wird.
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