Bachelorarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 1,7
1. Hinführung
2. Strukturen von Clustern
2.1 Industriedistrikte und regionale Cluster
2.2 Porters Diamant
2.3 Cluster und Wettbewerbsvorteile
3. Mechanismen von Clustern
3.1 Funktionsweise von Coopetition in Clustern
3.1.1 Gleichzeitige Kooperation und Wettbewerb
3.1.2 Theoretische Grundlagen
3.1.3 Coopetition als zweischneidiges Schwert
3.2 Cluster und Wissen
3.2.1 Wissensbasierte Cluster
3.2.2 Transfer von Wissen
3.2.3 Teilen von Wissen
3.2.4 Wissenstransfer in Strategischen Allianzen
3.2.5 Wissenstransfer in regionalen Clustern
3.3 Empirische Untersuchung von Coopetition und Wissenstransfer
4. Zusammenfassende Diskussion
Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Coopetition auf den Wissenstransfer in regionalen Clustern. Hierbei wird analysiert, wie das paradoxe Zusammenspiel von Kooperation und Wettbewerb zwischen Akteuren zur Generierung und Verbreitung von Wissen beiträgt und welche Rolle strategische Netzwerke dabei spielen.
3.1.2 Theoretische Grundlagen
Nachdem der Begriff und der Erklärungsansatz von Coopetition im vorherigen Abschnitt erläutert wurden, greift die Forschungsarbeit nun einige theoretische Grundlagen auf. Im Folgenden werden die Ziele von Coopetition abgehandelt. Der Grund, warum Konkurrenten Kooperationen eingehen, ist, dass dadurch Vorteile für die beteiligten Akteure entstehen können (Bengtsson und Kock, 2000). Betrachtet man ausschließlich das Wettbewerbsparadigma, so befinden sich die Akteure in einem Nullsummenspiel, bei dem der Gewinn des einen Unternehmens zwangsläufig zu einem Verlust des anderen Unternehmens führt (Dagnino und Padula, 2007). Brandenburger und Nalebuff (1995) bezeichnen dieses strategische Marktverhalten als Win-Lose-Situation. Coopetition bietet die Möglichkeit, eine Win-Win-Situation herbeizuführen.
Alle beteiligten Konkurrenten wären in der Lage, Vorteile aus einer Kooperation zu ziehen (Quint, 1997). Mit Coopetition soll erreicht werden, dass der gesamte Kuchen vergrößert wird, anstatt den bestehenden Kuchen streitig zu machen (Brandenburger und Nalebuff, 1996, p.26). Konkret bedeutet dies, dass die Unternehmen versuchen, den bestehenden Markt zu vergrößern oder einen neuen Markt zu schaffen.
Durch effiziente Ressourcenallokation und dem Teilen von Risiken und Unsicherheiten soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht werden (Ritala, 2009 zit. nach Bouncken und Kraus, 2013). Die Grundannahme, die Wettbewerber zu Kooperationen veranlasst, liegt darin, dass die Akteure gemeinsame Ziele erreichen wollen (Axeldrod und Hamilton, 1981). Das Ziel von Coopetition ist, dass die in der Coopetition beteiligten Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielen möchten, um wettbewerbsfähiger gegenüber Konkurrenten zu sein, die nicht an der Kooperation teilnehmen (Gnyawali und He, 2006). Damit eine coopetitive Win-Win-Beziehung funktioniert, muss der Nutzen der Akteure größer sein, als der Nutzen, der bei nicht kooperativem oder opportunistischem Verhalten der einzelnen Akteure entsteht (Bengtsson und Kock, 2000).
1. Hinführung: Die Einleitung führt in das Phänomen Coopetition ein und erläutert die Relevanz von Kooperationen zwischen Wettbewerbern in wissensintensiven Branchen.
2. Strukturen von Clustern: Dieses Kapitel definiert regionale Cluster, analysiert Porters Diamant-Modell und erklärt, warum Cluster die Produktivität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen steigern.
3. Mechanismen von Clustern: Dieser Hauptteil beleuchtet die Funktionsweise von Coopetition, die wissensbasierte Theorie von Clustern und die spezifischen Prozesse des Wissenstransfers in Allianzen sowie Clustern.
4. Zusammenfassende Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, wie der Wissenstransfer in Clustern durch Coopetition beeinflusst wird und wo zukünftiger Forschungsbedarf besteht.
Coopetition, Regionale Cluster, Wissenstransfer, Innovation, Strategische Allianzen, Wettbewerbsvorteile, Organisationales Lernen, Sozialkapital, Spillover-Effekte, Industriedistrikte, Wissensbasierte Theorie, Netzwerke, Kooperation, Wettbewerb, Technologietransfer
Die Arbeit untersucht das strategische Spannungsfeld zwischen Kooperation und Wettbewerb (Coopetition) und dessen Auswirkungen auf den Austausch und Transfer von Wissen innerhalb regionaler Cluster.
Zentrale Felder sind die Struktur von Industriedistrikten, das Modell von Porters Diamant, das Konzept des Wissenstransfers sowie die Rolle von Sozialkapital und strategischen Allianzen für den Innovationserfolg.
Das primäre Ziel ist es, die kausale Beziehung zwischen Coopetition und dem Wissenstransfer in regionalen Clustern theoretisch zu fundieren und durch den Vergleich bestehender empirischer Studien zu beleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse sowie Diskussion bestehender empirischer Sekundärstudien (z. B. von Bouncken/Kraus sowie Gnyawali/Park).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Clustern und Coopetition, die Erläuterung wissensbasierter Transferprozesse und die Untersuchung empirischer Belege für den Zusammenhang von Coopetition und Innovation.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Coopetition, Wissenstransfer, regionale Cluster, Innovation und strategische Netzwerke geprägt.
Die Arbeit stellt fest, dass Coopetition einen negativen Einfluss auf revolutionäre Innovationen haben kann, da diese einen hohen Ressourceneinsatz erfordern, sich aber positiv auf radikale Innovationen auswirkt, bei denen Wissen als Schlüsselressource geteilt wird.
Sie beschreiben zwei komplementäre Wissensströme: "Local Buzz" ermöglicht informellen Wissensaustausch durch räumliche Nähe im Cluster, während "globale Pipelines" den Zugang zu externem Wissen durch überregionale Netzwerke sichern.
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