Masterarbeit, 2018
94 Seiten, Note: Gut (2)
1) Einleitung:
1.1) Problemstellung:
1.2) Untersuchungsfeld Sportökonomie:
1.3) Aufbau der Arbeit:
2) Die Besonderheiten der Fußballbranche:
2.1) Untersuchungsobjekt Fußballunternehmen:
2.2) Institutionen und Akteure:
2.3) Ökonomische Bedeutung:
2.4) Zielkategorien im Profifußball:
2.4.1) Sportliche Ziele von Fußballunternehmen:
2.4.2) Wirtschaftliche Ziele von Fußballunternehmen:
2.4.3) Zielbeziehungen:
3) Der Spielertransfermarkt im Profifußball:
3.1) Merkmale und Besonderheiten des Arbeitsmarktes von Fußballspielern:
3.2) Die Liberalisierung des Spielermarkts:
3.2.1) Die Entstehung des Bosman-Urteils:
3.2.2) Wissenschaftliche Kritik am Bosman-Urteil:
3.3) Auswirkungen des Bosman-Urteils:
3.3.1) Wegfall der Ausländerbeschränkung:
3.3.2) Wegfall von Ablösezahlungen für vertragslose Spieler:
4. Nachwuchsförderung im deutschen Fußball:
4.1) Institutionalisierte Strukturen – Rahmenbedingungen fußballerischer Karrieren:
4.2) Der Übergang zum Seniorenbereich als entscheidende Statuspassage:
4.3) Die Junioren-Bundesligen:
4.4) Zertifiziertes Qualitätsmanagement der Nachwuchsleistungszentren:
4.5) Die Local-Player Regelung:
4.6) Einblicke in die Arbeitsweise von deutschen Nachwuchsleistungszentren:
4.6.1) VFB Stuttgart:
4.6.2) Hertha BSC:
5) Spielerrekrutierungsoptionen von Fußballunternehmen:
5.1) Spielerinvestitionsmöglichkeiten von Fußballunternehmen:
5.1.1) Interne Optionen:
5.1.2) Externe Optionen:
5.2) Prinzipal-Agenten-Theorie:
5.2.1) Grundgedanke:
5.2.2) Bezug zum Profifußball:
5.3) Interne versus externe Spielerrekrutierung vor dem Hintergrund der PAT:
5.3.1) Chancen und Risiken der Nachwuchsausbildung:
5.3.2) Chancen und Risiken der externen Rekrutierung:
5.3.3) Abschließender Vergleich:
6) Empirische Analyse:
6.1) Art der Datenerhebung:
6.2) Untersuchungszeitraum:
6.3) Untersuchungsgegenstand:
6.4) Operationalisierung:
6.4.1) Operationalisierung von Nachwuchstalentintegration:
6.4.2) Operationalisierung des liberalisierten Spielermarktes:
6.4.3) Verbindungsbezug beider Variablen:
6.5) Die Regressionsanalyse:
6.5.1) Lineare Regression:
6.6) Analyse der Bundesliga Spielzeiten 2007 bis 2017:
7) Interpretation der Ergebnisse:
7.1) Einschränkung der Untersuchungsergebnisse:
7.2) Interpretation und Ausblick:
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen des international liberalisierten Spielertransfermarktes auf die Integration von Nachwuchstalenten in der deutschen Fußballbundesliga. Ziel ist es, durch die Analyse historischer Daten aus den Spielzeiten 2007 bis 2017 ein Regressionsmodell zu entwickeln, das den Zusammenhang zwischen externer Spielerrekrutierung und der Integration selbst ausgebildeter Spieler operationalisiert und bewertet.
1.1) Problemstellung:
Der professionelle Fußballsport sieht sich jedes Jahr aufs Neue, zumeist in Zeiten der Sommertransferperiode mit Unsummen an Geldern konfrontiert. Diese werden größtenteils durch globale, unverhältnismäßige Personalausgaben generiert und fließen in den gesamten Markt ein. Parallel dazu berichten die Medien teils von hoch verschuldeten Klubs, die kaum fundierte Investitionsentscheidungen in Form von Ausgaben (Ablösesummen, Gehälter etc.) treffen und somit theoretisch existenzbedrohende Auswirkungen nach sich ziehen. Als zentrale Investitionsmaßnahme sind in diesem Fall die Fußballspieler als solche zu identifizieren. Aufgrund ihrer sportlichen und ökonomischen Bedeutung ist ein Großteil des Erfolges im Wesentlichen auf die Spieler zurückzuführen. Die strategische und operative Zusammensetzung des Kaders bildet vor dem Hintergrundfaktor Glück den einzig bewusst steuerbaren Einflussfaktor des Erfolgs im professionellen Fußballsport.
Mittlerweile ranken sich immer wilder werdende Spekulationen über mögliche Ablösesummen auf dem internationalen Spielertransfermarkt und internationale Supertransfers scheinen üblich geworden zu sein. Was Anfang des Jahrtausends mit Zinedine Zidane anfing, der für die damals utopische Ablösesumme von 77,5 Millionen Euro (Saison 2001/2002) von Juventus Turin zu Real Madrid wechselte, ging über Transfers wie dem von Cristiano Ronaldo für 94 Millionen Euro (Saison 2008/2009) von Manchester United ebenfalls zu Real Madrid, bis hin zu Paul Pogba, welcher letztes Jahr (Saison 2016/2017) für die sagenhafte Ablösesumme von 105 Millionen Euro von Juventus Turin nach Manchester zu seinem früheren Ausbildungsverein transferiert wurde.
1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Relevanz des professionellen Fußballs ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen Transfermarktliberalisierung und Nachwuchstalentintegration.
2) Die Besonderheiten der Fußballbranche: Das Kapitel erläutert die Strukturen von Fußballunternehmen, deren Akteure sowie die ökonomischen Zielsetzungen im Spannungsfeld zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg.
3) Der Spielertransfermarkt im Profifußball: Hier werden die Mechanismen des Transfermarktes, insbesondere die langfristigen Folgen des Bosman-Urteils für die Vereinsführung und die Spielerökonomie, detailliert analysiert.
4. Nachwuchsförderung im deutschen Fußball: Dieser Abschnitt beschreibt die institutionellen Rahmenbedingungen der Talentförderung, einschließlich der Arbeit in Nachwuchsleistungszentren und der Zertifizierungsprozesse durch DFB und DFL.
5) Spielerrekrutierungsoptionen von Fußballunternehmen: Das Kapitel nutzt die Prinzipal-Agenten-Theorie, um die strategischen Vor- und Nachteile interner Nachwuchsausbildung gegenüber externen Spielertransfers zu diskutieren.
6) Empirische Analyse: Dies ist der methodische Teil, der die Datenerhebung und die Anwendung der Regressionsanalyse auf die Daten der zehn Bundesligaspielzeiten zwischen 2007 und 2017 beschreibt.
7) Interpretation der Ergebnisse: Das letzte Kapitel bewertet die statistischen Befunde im Kontext der Praxis und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung nachhaltiger Nachwuchsförderung.
Fußballökonomie, Bosman-Urteil, Nachwuchstalentintegration, Spielertransfermarkt, Prinzipal-Agenten-Theorie, Bundesliga, Leistungszentrum, Eigengewächse, Humankapital, Regressionsanalyse, Talentförderung, Transferpolitik, Sportmanagement, Professionalisierung, Spielergehälter.
Die Arbeit analysiert, wie der seit Mitte der 1990er Jahre liberalisierte Spielermarkt die Strategien deutscher Bundesligavereine bei der Integration von selbst ausgebildeten Talenten beeinflusst hat.
Die Arbeit verbindet sportökonomische Grundlagen mit arbeitsmarktrechtlichen Aspekten des Fußballs, der pädagogischen Nachwuchsförderung und modernen Managementansätzen in der Kaderplanung.
Das Ziel ist es, durch eine statistische Regressionsanalyse zu untersuchen, ob und in welchem Maße der Einsatz externer Spieler die Einsatzzeiten eigener Nachwuchstalente in der Bundesliga über zehn Spielzeiten hinweg beeinflusst hat.
Die Forschungsarbeit basiert auf einer sekundäranalytischen Auswertung historischer Daten (Transfer- und Einsatzdaten) und nutzt eine univariable lineare Regressionsanalyse zur Ermittlung von Korrelationen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Besonderheiten der Fußballbranche, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Transfermarkt sowie der Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie auf das Verhältnis zwischen Verein und Spieler.
Zentrale Begriffe sind Nachwuchstalentintegration, Bosman-Urteil, Bundesliga-Ökonomie, Prinzipal-Agenten-Theorie und Humankapitalmanagement.
Sie dient dazu, die Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien zwischen dem Verein (Prinzipal) und den Spielern/Trainern (Agenten) zu beleuchten und so rationale Entscheidungen zwischen Eigeninvestition (Nachwuchs) und Markteinkauf zu erklären.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz der Liberalisierung und des Wettbewerbsdrucks institutionelle Maßnahmen wie das Zertifizierungssystem für Nachwuchsleistungszentren einen tendenziellen Zuwachs an Qualität und Einsatzzeiten für Eigengewächse fördern können.
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