Diplomarbeit, 2004
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des persönlichen Verkaufs und des Relationship Marketing
2.1 Begriff und Gegenstand des Relationship Marketing
2.1.1 Begriffliche Darstellung des Relationship Marketing
2.1.2 Relationship Marketing als Neuorientierung des Marketing
2.1.3 Fokus des Relationship Marketing
2.1.4 Austauschtheorie als Erklärungsansatz zur Entstehung und Fortsetzung von Kundenbeziehungen
2.1.5 Kritische Würdigung der austauschtheoretischen Erklärung
2.2 Grundlagen und Besonderheiten des persönlichen Verkaufs
2.2.1 Begriff und Merkmale des persönlichen Verkaufs
2.2.2 Stellung des persönlichen Verkaufs im Marketing
2.2.3 Aufgaben des persönlichen Verkaufs
2.2.4 Interaktionstheoretischer Ansatz zur Erklärung der Entstehung einer Käufer – Verkäufer - Beziehung
2.2.3.1 Strukturelle Interaktionsansätze
2.2.3.2 Prozessuale Interaktionsansätze
3 Rolle des persönlichen Verkaufs im Relationship Marketing
3.1 Relationship Verkauf als Ausprägungsform des persönlichen Verkaufs im Relationship Marketing
3.1.1 Entwicklungsursachen des Relationship Verkaufs
3.1.2 Aufgaben des Relationship Verkäufers
3.1.2.1 Konfliktmanager
3.1.2.2 Vertrauensförderer
3.1.2.3 Teamplayer
3.1.3 Relevante Kundengruppen des Relationship Verkaufs
3.2 Konzeptualisierung des Relationship Verkaufs
3.2.1 Aufbau der Käufer-Verkäufer-Beziehung
3.2.2 Ausbau der Käufer-Verkäufer-Beziehung
3.2.3 Erhaltung einer Käufer-Verkäufer-Beziehung
3.3 Beziehungsqualität als Erfolgsdeterminante einer Käufer-Verkäufer-Beziehung
3.3.1 Elemente der Beziehungsqualität
3.3.2 Wechselbeziehungen der Elemente der Beziehungsqualität
3.4 Beziehungsnutzen als Erfolgsgröße einer Käufer-Verkäufer-Beziehung
3.4.1 Beziehungsnutzen des Kunden
3.4.2 Beziehungsnutzen des Anbieters
3.4.2.1 Kunde als Nutzenquelle des Anbieters
3.4.2.2 Verkäufer als Nutzenquelle des Anbieters
4 Schlussbetrachtung und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Relevanz des persönlichen Verkaufs im Relationship Marketing aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie persönliche Interaktionen zwischen Käufer und Verkäufer zur Gestaltung erfolgreicher und langfristiger Kundenbeziehungen beitragen können, insbesondere im Business-to-Consumer-Bereich.
2.1.1 Begriffliche Darstellung des Relationship Marketing
Das Aufkommen des Relationship Marketing (Berry 1983; Diller/Kusterer 1988; Jackson 1985; Grönroos 1997; Gummesson 1994; Morgan/Hunt 1994) resultierte aus der Überzeugung, dass die transaktionsorientierte Marketingperspektive unzureichend sei, bzw. einer Umfokussierung und Erweiterung bedürfe (Grönroos 1997, S. 328; Gummesson 1994, S.9). Der im Bereich des Transaktionsmarketing entwickelte Ansatz des strategischen Marketing nach Kotler (1988) sowie die vier Instrumente des operativen Marketing (product, price, place, promotion) nach McCarthy (1960) wurden als obsolet angesehen. Dies resultiert daraus, dass sich beide Ansätze auf die einmalige Transaktion mit einer nicht näher identifizierbaren Anzahl von Kunden konzentrieren (Bruhn 2001, S.8; Grönroos 1997, S.322).
Eine Vielzahl von Veröffentlichungen stellte die Relevanz des traditionellen Marketings bezüglich der Anwendung im Investitionsgüterbereich (Grönroos 1990; Gummesson 1994; Jackson 1985), Dienstleistungsbereich (Berry 1983; Iacobucci/Ostrom 1996) oder sogar Konsumgüterbereich (Shani/Chalasani 1992) in Frage. Dabei wurde kritisiert, dass die kurzfristige, transaktionsorientierte Ausrichtung des Marketings bei Investitionsgütern, aber auch Gebrauchsgütern zu keinem langfristigen Erfolg führe, weil insbesondere in diesen Fällen direkte Kundenkontakte sowie der Aufbau langfristiger Geschäftsbeziehungen mit dem Kunden unausweichlich seien.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, wonach durch den steigenden Wettbewerb und gesättigte Märkte die Kundenbeziehung gegenüber der reinen Transaktion in den Fokus rückt, und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen des persönlichen Verkaufs und des Relationship Marketing: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Relationship Marketing sowie des persönlichen Verkaufs dargelegt, wobei insbesondere die Austauschtheorie und die Interaktionstheorie als fundierende Modelle zur Erklärung von Kundenbeziehungen dienen.
3 Rolle des persönlichen Verkaufs im Relationship Marketing: In diesem Hauptteil wird der "Relationship Verkauf" als neue Ausprägungsform des persönlichen Verkaufs im Kontext von Kundenbeziehungen definiert, dessen Aufgaben sowie die Phasen der Beziehungsentwicklung und Erfolgsfaktoren (Qualität/Nutzen) analysiert werden.
4 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zur Schlüsselrolle des persönlichen Verkaufs zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Mitarbeiterbindung für den langfristigen Erfolg im Relationship Marketing.
Relationship Marketing, persönlicher Verkauf, Kundenbeziehung, Beziehungsqualität, Austauschtheorie, Interaktionstheorie, Vertrauen, Commitment, Kundenzufriedenheit, Beziehungsnutzen, Verkäuferrolle, Kundenbindung, Business-to-Consumer, Kundenorientierung, Loyalität.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Relevanz des persönlichen Verkaufs innerhalb des Relationship Marketing, um langfristige und erfolgreiche Kundenbeziehungen aufzubauen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Relationship Marketing, die Rollenfindung des Verkäufers als Partner, die verschiedenen Phasen der Kundenbeziehung sowie die Determinanten der Beziehungsqualität.
Das Ziel ist es, die Schlüsselrolle des persönlichen Verkaufs im Relationship Marketing aufzuzeigen und zu analysieren, wie er zur Gestaltung erfolgreicher Kundenbeziehungen im Customer-to-Business-Bereich beitragen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung sozialpsychologischer Modelle wie der Austauschtheorie und der Interaktionstheorie.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Verschmelzung von Relationship Marketing und persönlichem Verkauf, die neuen Aufgaben des Verkäufers, die Typisierung von Kunden sowie das Phasenmodell der Beziehungsentwicklung.
Wesentliche Begriffe sind Relationship Marketing, persönlicher Verkauf, Kundenbindung, Beziehungsqualität (Zufriedenheit, Vertrauen, Commitment) und Beziehungsnutzen.
Der Verkäufer wandelt sich vom reinen Akquisiteur zum Partner und "Relationship Manager", der als Wertstifter fungiert, Konflikte löst und Vertrauen beim Kunden aufbaut.
Sie dient als Güteindikator und ist eine determinierende Kraft für Stabilität, Intensität und Dauer einer Kundenbeziehung, was wiederum langfristig die Rentabilität sichert.
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