Bachelorarbeit, 2016
71 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
1.1 Begriffsklärung
1.2 Theoretischer und empirischer Forschungsstand
1.2.1 Die Entwicklung des Selbstwertes
1.2.2 Das hierarchische Selbstkonzeptmodell nach Shavelson, Hubner & Stanton
1.2.3 Entwicklungspsychologische Zusammenhänge von Selbstkonzept und sozialen Attributen
2 Ableitung der Fragestellung
3 Hypothesen
3.1 Gerichtete Haupthypothesen zur Unterscheidung des Selbstwertes bei SportlerInnen in Einzel- und Teamsportarten
3.2 Gerichtete Haupthypothesen zur Unterscheidung des Selbstwertes bei SportlerInnen in ästhetischen und nichtästhetischen Sportarten
3.3 Gerichtete Haupthypothese zur Unterscheidung des physischen Selbstkonzeptes bei SportlerInnen in Einzel- und Teamsportarten
3.4 Gerichtete Haupthypothesen zur Unterscheidung des physischen Selbstkonzeptes bei SportlerInnen in ästhetischen und nichtästhetischen Sportarten
3.5 Gerichtete Unterhypothesen zur Unterscheidung des Selbstwertes bei SportlerInnen in spezifischen ästhetischen und nichtästhetischen Sportarten
3.6 Gerichtete Zusammenhangshypothesen
4 Methoden
4.1 Experimentelles Forschungsdesign
4.2 Stichprobenbeschreibung
4.2.1 Soziodemographische Merkmale der Gesamtstichprobe
4.2.2 Sportbezogene Merkmale der Gesamtstichprobe
4.3 Versuchsmaterialien
4.3.1 Physical Self-Description Questionnaire
4.3.2 Multidimensionale Selbstwertskala
4.3.3 Eating Disorder Inventory-2
4.4 Generierung der Stichproben und Datenerhebung
4.5 Statistische Auswertung und angewandte statistische Verfahren
5 Ergebnisse
5.1 Voraussetzungen der angewandten statistischen Verfahren
5.2 Testung der Hypothesen
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Interpretationen und Implikationen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht den Selbstwert sowie das physische Selbstkonzept von LeistungssportlerInnen aus verschiedenen Sportarten. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob sich zwischen SportlerInnen in Einzel- und Teamsportarten sowie zwischen ästhetischen und nicht-ästhetischen Sportarten signifikante Unterschiede in der Selbstwertschätzung zeigen und welche Rolle psychologische Faktoren wie Perfektionismus und interozeptive Wahrnehmung in diesem Kontext spielen.
1.2.3 Entwicklungspsychologische Zusammenhänge von Selbstkonzept und sozialen Attributen
Die Herausbildung eines positiven und differenzierten Selbstkonzeptes ist als zentrale Entwicklungsaufgabe zu nennen, da es als Indikator für Gesundheit gilt (Bracken & Lamprecht, 2003). Die Entwicklung des Selbstwertes findet zunächst primär im Familiensetting statt. Strafende Eltern geben ihren Kindern wenig Selbstwertgefühl, während Unterstützung und Nachsicht zu einem höheren Selbstwert führen. Vor allem bedingungs- lose Unterstützung, Wertschätzung und ein vertrauensvolles Familienklima fördern den Selbstwert von Kindern und Jugendlichen.
Das Selbstkonzept entwickelt sich v.a. über Selbstbewertung, direkte und indirekte Rückmeldung von Bezugspersonen, als auch über soziale Vergleiche (Bracken & Lamprecht, 2003; Schütz, 2003). Es besteht ein positiver Zusammenhang von Selbstwert und verschiedenen sozialen Variablen, wie zum Beispiel Beliebtheit, Sozialkompetenz, und soziale Integration, geringe Schüchternheit, Partnerschaft und soziale Unterstützung (Schütz, 2000). Ein geringer Selbstwert korreliert hoch mit Depression, und anderen psychischen Störungen, z.B. Zwangsstörungen, Angststörungen, sozialer Ängstlichkeit, Bulimie, etc. (Rudolf, 1999).
Schütz (2000) nimmt an, dass Personen, die einen hohen Selbstwert haben, sich ihrer sozialen Integration sicher sind, individuelle Ziele verfolgen und weniger bedürfnisorientiert bzgl. des Partners vorgehen. Weiterhin ist anzunehmen, dass Personen mit hohem Selbstwert ihre hochgesteckten Ziele erreichen und verfolgen. Wenn der eigene Selbstwert jedoch überhöht ausgeprägt ist, sinkt die soziale Adaptivität, d.h. soziale Konflikte können häufiger auftreten (Schütz, 2000). Ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Selbstwert und dem körperlichen Selbstbild scheint gegeben zu sein. Denn der Selbstwert steht in einem starken Zusammenhang zur eigenen Einschätzung der Attraktivität. Zum Beispiel haben übergewichtige Menschen meist einen niedrigeren Selbstwert. Mädchen orientieren sich bereits vor dem Einsetzen der Pubertät an Schlankheitsidealen, woraus die spätere Problematik von Essstörungen und Selbstwertproblemen resultiert (Kreikebaum, 1999).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Selbstwertgefühls und Selbstkonzepts im Leistungssport ein und definiert zentrale Begriffe sowie den Forschungsstand.
2 Ableitung der Fragestellung: In diesem Kapitel werden auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen die spezifischen Leitfragen der Untersuchung formuliert.
3 Hypothesen: Hier werden gerichtete Hypothesen zur Unterscheidung des Selbstwertes und Selbstkonzeptes sowie Zusammenhangshypothesen aufgestellt.
4 Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Stichprobenbeschreibung sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente und statistischen Verfahren.
5 Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der statistischen Analysen sowie die Überprüfung der zuvor aufgestellten Hypothesen präsentiert.
6 Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Kernaussagen zusammen, interpretiert die Ergebnisse und leitet Implikationen für die sportpsychologische Praxis ab.
Leistungssport, Selbstwert, Selbstkonzept, physisches Selbstkonzept, Ästhetische Sportarten, Perfektionismus, Interozeptive Wahrnehmung, Sportpsychologie, Körperbild, Selbstwertschätzung, Ressourcen, Resilienz, Wettkampfniveau, Leistungssteigerung, Identität
Die Arbeit untersucht Unterschiede im Selbstwertgefühl und Selbstkonzept bei LeistungssportlerInnen aus verschiedenen Sportarten.
Zentrale Themen sind der Einfluss der Sportart (Einzel vs. Team, ästhetisch vs. nicht-ästhetisch) auf den Selbstwert sowie Zusammenhänge mit Perfektionismus und Körperwahrnehmung.
Ziel ist es zu erforschen, ob bestimmte sportliche Anforderungen zu einem höheren Selbstwert führen und wie psychologische Faktoren diese Prozesse beeinflussen.
Es wurde ein experimentelles Forschungsdesign mit standardisierten Fragebögen (MSWS, PSDQ, EDI-2) und statistischer Auswertung via T-Test und Korrelationsanalysen angewandt.
Der Hauptteil umfasst die Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Methodenbeschreibung sowie die Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Leistungssport, Selbstwert, Selbstkonzept, Perfektionismus und interozeptive Wahrnehmung.
Die Untersuchung zeigt einen signifikanten negativen Zusammenhang zwischen der interozeptiven Wahrnehmung und der Selbstwertschätzung bei SportlerInnen in ästhetischen Sportarten.
Die Arbeit betont die Bedeutung der Förderung von Ressourcen und Resilienz, um LeistungssportlerInnen bei der Stabilisierung ihres Selbstwerts in Belastungssituationen zu unterstützen.
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