Bachelorarbeit, 2017
75 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitions- und Messkonzepte der Armut
2.1.1 Absolutes und relatives Armutskonzept
2.1.2 Die Armutsgefährdungsquote
2.2 Armutsindikatoren
2.2.1 Gender Pay Gap
2.2.2 Gender Empowerment Measure
3 Aktueller Forschungsstand
3.1 Gender Pay Gap in Europa
3.2 Armutsgefährdungsquote in Europa
4 Methodik
4.1 Datengeneration
4.2 Variablenbeschreibung
4.2.1 Endogene Variable
4.2.2 Exogene Variablen
4.3 Methodisches Vorgehen
5 Gender-Unterschiede im Zusammenhang
5.1 Zusammenhänge mit der Armutsgefährdungsquote
5.1.1 Hypothesen
6 Analyse der geschätzten Zusammenhänge mit Eviews
7 Ergebniszusammenstellung
8 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die wirtschaftlichen Determinanten der Frauenarmut in Europa auf Basis von Querschnittsdaten des Jahres 2014. Ziel ist es, aktuelle Gender-Unterschiede aufzuzeigen, diese zu vergleichen und mittels einer Regressionsanalyse zu überprüfen, welche Faktoren die Armutsgefährdungsquote von Frauen maßgeblich beeinflussen.
1 Einführung
Schon im Jahr 1985 wurde erkannt, dass Frauen öfter von Armut betroffen sind als Männer und es hieß „Armut ist weiblich“ (Köppen, R., 1985). In den darauffolgenden Jahren hat sich das Bild der „Feminisierung der Armut“ (Pfaff, A.B., 1992, S.1) weiter verfestigt. Die Armutsforschung betrachtet dieses Phänomen vorwiegend aus einer sozioökonomischen Perspektive. Der wirtschaftliche Gesichtspunkt ist aber ebenfalls äußerst interessant und wichtig zu betrachten, denn eine Volkwirtschaft „untersucht die Gründe, warum manche Menschen und Länder hohe Einkommen erzielen, andere aber arm sind. Gleichzeitig zeigt sie Möglichkeiten auf, den Lebensstandard der Armen zu heben, ohne der Wirtschaft Schaden zuzufügen.“(Samuelsen & Nordhaus, 2007, S.20) Frauen können in diesem Zusammenhang als eine Gruppe der so bezeichneten Armen verstanden werden, deren Lebensstandard positiv von der Volkswirtschaft beeinflusst werden sollte. An dieser Stelle setzt die vorliegende Arbeit an, der empirische Teil beschäftigt sich damit, aktuelle Gender Unterschiede aufzuzeigen, zu vergleichen und die wirtschaftlichen Determinanten auf die Frauenarmut zu untersuchen.
Die Einflüsse, die es zu Untersuchen gilt, werden auf Grundlage bisheriger Armutsforschungen ausgewählt die in Kapitel 3 vorgestellt werden. Grundlegende Begriffe, Messkonzepte der Armut und Gender-Indikatoren werden zunächst im theoretischen Teil genauer erläutert. Der Fokus legt sich dabei darauf Frauenarmut, wie sie in einer wirtschaftlich starken Gesellschaft auftritt, begrifflich einzugrenzen. Aufbauend auf diesen Grundlagen werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt auf die sich der weitere empirische Teil dieser Arbeit bezieht. Dieser beginnt damit Gender-Unterschiede im Jahr 2014 aufzuzeigen, zu beschreiben und zunächst die geschlechtsspezifischen mikroökonomischen und allgemeinen makroökonomischen Armutseinflüsse einzeln mit der Armutsgefährdungsquote der Frauen in Verbindung zu bringen. Später werden die Determinanten zur weiteren Überprüfung ihrer Wirkung in ein Regressionsmodell aufgenommen das die Beobachtung des Zusammenwirkens ermöglicht.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Frauenarmut ein und definiert das Forschungsziel, die ökonomischen Determinanten auf Basis von 2014er Daten zu analysieren.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert Armutskonzepte, insbesondere die relative Armut und die Armutsgefährdungsquote, sowie Gender-Indikatoren wie den Gender Pay Gap.
3 Aktueller Forschungsstand: Hier werden bestehende Studien zur Entwicklung des Gender Pay Gaps und der Armutsgefährdung in Europa zusammengefasst.
4 Methodik: Der Abschnitt beschreibt die Datengeneration via Eurostat, die Auswahl der 28 betrachteten Länder und das ökonometrische Vorgehen mittels KQ-Schätzung.
5 Gender-Unterschiede im Zusammenhang: Dieses Kapitel interpretiert graphische Zusammenhänge zwischen exogenen Einflussfaktoren und der Armutsgefährdungsquote von Frauen.
6 Analyse der geschätzten Zusammenhänge mit Eviews: Hier erfolgt die statistische Prüfung der Zusammenhänge mittels einer multiplen linearen Regression und verschiedenen Regressionsmodellen.
7 Ergebniszusammenstellung: Die Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung werden hier gebündelt und die aufgestellten Hypothesen verifiziert oder falsifiziert.
8 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Aussagekraft der Regressionsmodelle sowie die Grenzen der vorliegenden Untersuchung.
Frauenarmut, Armutsgefährdungsquote, Gender Pay Gap, Makroökonomie, Regressionsanalyse, Europa, Eurostat, Erwerbsquote, Einkommensarmut, Bildung, Arbeitslosenquote, Ökonometrie, Geschlechterungleichheit, Sozioökonomie, Determinanten
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Determinanten, die zur Frauenarmut führen, wobei ein besonderer Fokus auf dem wirtschaftlichen Kontext in europäischen Ländern liegt.
Die zentralen Felder sind die Messung von Armutsgefährdung, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede (Gender Pay Gap) sowie der Einfluss von ökonomischen Faktoren auf die Lebensstandards von Frauen.
Ziel ist es, mithilfe von Querschnittsdaten aus dem Jahr 2014 zu ermitteln, welche makro- und mikroökonomischen Determinanten die Armutsgefährdungsquote von Frauen erklären und beeinflussen.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die zunächst graphische Korrelationen betrachtet und anschließend mittels multipler linearer Regressionen (KQ-Schätzung) in EViews statistisch ausgewertet wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Armutsmessung, eine Aufarbeitung des Forschungsstandes, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die eigentliche ökonometrische Regressionsanalyse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Frauenarmut, Armutsgefährdungsquote, Gender Pay Gap, Regressionsanalyse und makroökonomische Determinanten.
Die Autorin stützt sich auf eine statistische Querschnittsanalyse der Eurostat-Datenbank für das Jahr 2014, um eine aktuelle und vergleichbare Datenbasis für die 28 europäischen Länder zu gewährleisten.
Die Analyse deutet darauf hin, dass die Quote der Frauen mit einem primären Bildungsabschluss positiv mit der Armutsgefährdungsquote korreliert, was bedeutet, dass ein niedriges Bildungsniveau mit einem höheren Armutsrisiko einhergehen kann.
Die KQ-Methode wurde gewählt, um lineare Zusammenhänge zwischen den exogenen Variablen und der abhängigen Variable (Armutsgefährdung) zu schätzen und durch die Minimierung der Residuen einen erwartungstreuen Schätzer zu erhalten.
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