Diplomarbeit, 2005
48 Seiten, Note: 2,25
1 Einleitung
2 Der Stromsektor: Rahmenbedingungen und technische Besonderheiten
2.1 Definition des Produkts Strom
2.2 Aufbau des Sektors: Disaggregierte Betrachtung
2.3 Der Stromsektor der Bundesrepublik
2.4 Rechtlicher Rahmen, Probleme und Reformen
2.4.1 Bisherige Rahmengebung
2.4.2 Legal Unbundling und Regulierungsbehörde
2.4.3 Zusammenfassung der Reformen
2.4.4 Prognosen und Konsequenzen
3 Strategisches Marketing
3.1 Motivforschung
3.1.1 Aktuelle Kundenbefragung
3.1.2 Informationsstand zum Thema Stromanbieter
3.1.3 Informationswege
3.1.4 Wechselbereitschaft der Kunden
3.1.5 Wichtigkeit verschiedener Aspekte bei der Anbieterwahl
3.2 Möglichkeiten der Kundenbindung
3.3 Strom auf dem Weg vom Gebrauchsgut zur Markenpersönlichkeit
3.3.1 Differenzierung durch Werbestrategien
3.3.2 Einzel-, Dach- und Unternehmensmarken
3.4 Kundenbezogener Mehrwert und Markenwert des Energieangebots
3.4.1 Zusätzliche Angebote im energienahen Bereich
3.4.2 Kundenbindungsprogramme
3.5 Segmentierung der Kunden im Strommarkt
3.6 Wettbewerbsstrategien im Segment „Groß- und Industriekunden“
3.7 Geschäftsfeld Contracting
4 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die strategischen Herausforderungen für Energieversorgungsunternehmen (EVUs) in einem durch Liberalisierung geprägten Wettbewerbsmarkt. Im Fokus steht dabei die Frage, wie EVUs durch effektives Marketing, Markenbildung und kundenorientierte Dienstleistungsangebote bestehende Kunden langfristig binden und neue Kunden gewinnen können, insbesondere in den Segmenten Privat- und Industriekunden.
3.3.1 Differenzierung durch Werbestrategien
Hinsichtlich der Herausforderungen auf dem deutschen Energiemarkt sind also alle großen Versorgungsunternehmen gefordert, intelligente Kommunikationsstrategien zu entwickeln und der Informationsnachfrage (vgl.Abb.7) der Verbraucher gerecht zu werden. Wie das im Einzelnen umgesetzt wird, vor allem in Form von Werbung, soll in diesem Kapitel analysiert werden.
Bei Betrachtung der Werbeauftritte der großen EVUs, ist eine Strategie am deutlichsten bei E.ON zu erkennen. Hier hatte man aufgrund der Fusion von Veba und Viag auf Einheitlichkeit gesetzt und auf Altbewehrtes verzichtet. Vor Ort tritt der Versorger in Regionalgesellschaften wie E.ON-Hanse, E.ON-Bayern oder E-On-Westfalen Weser an. Der neue Name musste also bekannt gemacht werden und das natürlich auf nachhaltige Art und Weise. Als erstes wurde die Einführungskampagne „Deutschland sieht rot“ gestartet, mit der die neue Marke bekannt gemacht werden sollte. Dass bei derartigen Kampagnen präferierte Informationsquellen der Bevölkerung (vgl.Abb.8) genutzt werden, ist Teil der Strategie. Also sah man in Zeitungsanzeigen, TV-Spots, auf Plakaten, und Internet-Bannern lediglich rote Farbfelder. Später wurden dann der neuen Firmenname und das Logo, dann die Versorgungsangebote bekannt gemacht. Darauf folgte eine Kampagne mit Prominenten. Im Anschluss daran wurde die Kampagne „Ich bin on“ aufgelegt. Sie sollte zu einer persönlichen Identifikation zwischen dem Verbraucher bzw. der Bevölkerung und E.ON führen und war ebenfalls mehrstufig aufgebaut.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den fundamentalen Wandel der Energiemärkte durch die Liberalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit für Energieversorger, sich von Monopolisten zu marktorientierten Unternehmen zu entwickeln.
2 Der Stromsektor: Rahmenbedingungen und technische Besonderheiten: Dieses Kapitel erläutert den strukturellen Aufbau des Strommarktes, die Rolle der unterschiedlichen Netzebenen sowie den rechtlichen Rahmen und die Auswirkungen von Gesetzesreformen auf den Wettbewerb.
3 Strategisches Marketing: Hier wird die Notwendigkeit von strategischem Marketing zur Kundenbindung und Differenzierung im Wettbewerb beschrieben, unterteilt in Motivforschung, Markenführung und spezifische Angebote für verschiedene Kundensegmente.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass langfristiger Erfolg im Strommarkt durch konsequente Kundenorientierung, den Aufbau von Markenpersönlichkeiten und differenzierte Leistungsangebote erreicht wird.
Liberalisierung, Strommarkt, Energieversorgungsunternehmen, Marketing, Kundenbindung, Markenführung, Wettbewerb, Kundensegmentierung, Contracting, Preispolitik, Markenwert, Privatkunden, Industriekunden, Kommunikationsstrategie, Kundenzufriedenheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an ein modernes Marketing im liberalisierten deutschen Strommarkt unter besonderer Berücksichtigung der Kundenbindung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Marktstruktur, dem strategischen Marketing für Energieversorger, der Markenpositionierung und der Entwicklung kundenbezogener Mehrwerte.
Das Ziel ist es, Maßnahmen aufzuzeigen, wie Energieversorgungsunternehmen durch strategische Marketingkonzepte erfolgreich vom Monopol- zum Wettbewerbsmarkt übergehen und ihre Wettbewerbsposition festigen können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Marktgegebenheiten in Kombination mit einer Analyse aktueller Marktdaten, Kundenbefragungen und Fallbeispielen großer Energiekonzerne.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rahmenbedingungen des Stromsektors, eine detaillierte Ausarbeitung von Strategien zur Kundenbindung und Markenführung sowie spezifische Wettbewerbsstrategien für Privat- und Industriekunden.
Kernbegriffe sind Liberalisierung, Markenführung, Kundenbindung, strategisches Marketing und Differenzierung.
Es dient der rechtlichen Trennung von Netzbetrieb und Vertrieb, um einen diskriminierungsfreien Netzzugang für alle Wettbewerber zu gewährleisten und Marktmissbrauch zu verhindern.
Beim Contracting liefert der Versorger nicht nur Energie, sondern übernimmt auch den Bau, Betrieb und die Wartung energietechnischer Anlagen, was für Großkunden Effizienzgewinne und Risikominimierung bedeutet.
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