Bachelorarbeit, 2014
47 Seiten, Note: 14 (1,0)
Einleitung
1. Forschungsstand und Einordnung der Leitfrage
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Schönheit und Ideal
2.2 Schönheitsideal
2.3 Zur Formulierung ‚unterliegen‘
3. Westliche Körperkonzepte
3.1 Schlank und schlauchförmig
3.2 Fit und fettfrei
3.3 Jugendlichkeit
3.4 Zwischenfazit– Ein Ideal wider die Natur
4. Die gesellschaftliche Relevanz von Körperschönheit
4.1 Die Bedeutung der weiblichen Schönheit
5. Konsequenzen
5.1 Körpermodellierung
5.2 Der perfekte Körper für alle?
5.3 Der Körpermythos der Machbarkeit
5.4 Körperunzufriedenheit und Körperunsicherheit
5.5 Essstörungen – Anorexie und Bulimie
5.6 Globale Homogenisierung von Frauenkörpern
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung und Ausblick
6.2 Eigene Stellungnahme
Die Arbeit untersucht die Fragestellung: „Inwiefern unterliegen insbesondere Frauen und der Frauenkörper dem gegenwärtigen Schönheitsideal der westlichen Welt?“ Ziel ist es, durch die Analyse körper- und geschlechtersoziologischer Literatur aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Normen und Schönheitsdruck die Lebensführung von Frauen beeinflussen, Identitäten formen und soziale Ungleichheiten perpetuieren.
3.2 Fit und fettfrei
Ab den 80er-Jahren ist Sportlichkeit zu einem neuen Schönheitsideal für Frauen in postmodernen Gesellschaften geworden und erfährt hohe gesellschaftliche Bewunderung; sportlich zu sein ist schön (vgl. Rose 1997: 127). Das Ideal des athletischen Frauenkörpers wird in der Werbung evident: „Erfolgreiche Athletinnen werden in den Medien als Schönheitsköniginnen gefeiert, ihre Körper werden verführerisch in Szene gesetzt“ (Rose 1997: 129). Dies versinnbildliche die zu beobachtende „Verschmelzung von Ästhetik und Frauensport“ (ebd.: 129).
Ab den 80er-Jahren wurde der Sport als Verschönerungstechnik und Körperformung dementsprechend immer wichtiger. Bodybuilding- und Fitnesszentren, die sogenannten ‚Tempel des Körperkultes‘, verzeichnen seitdem hohe Zuwachsraten bei ihrer Kundschaft (vgl. Marta 2008: 392). Es gibt nicht nur vermehrt Möglichkeiten sich fit zu halten, „Auf seine Gesundheit zu achten mit Hilfe von Bewegung, Sport, Fitness, Wellness und richtiger Ernährung scheint inzwischen gar zu einem kategorischen Imperativ geworden zu sein.“ (Gugutzer 2004: 39).
Insbesondere der weibliche Körper soll nicht nur fit gehalten, sondern zudem straff geformt, muskulös und vor allem fettfrei sein. Auch der Busen, dem eine üppigere Form zugestanden wird, sollte nicht schlaff herunterhängen, sondern fest und straff sein.
Laut Merta (2008:389) ist das Körperfett ist zu einem sozialen Stigma geworden. Am meisten verpönt ist es, wenn Fett sichtbar ist und ‚wackelt‘, denn „Solange nichts wackelt, wird zur Not sogar die enorm dürre Figur geduldet“ (Posch 1999: 71). Das Körperfett, welches zu Unebenheiten im Gewebe führen kann, wurde mit der Bezeichnung ‚Zellulitis‘ als Defekt deklariert: „Erst mit […] perfekt fotographisch inszenierter jugendlich-schlanker Körper konnte […] das Krankheitsbild ‚Zellulitis‘ entwickelt werden, unter der heute angeblich 80 Prozent aller (westlichen) Frauen leiden“ (Friedrich 1997: 175).
Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Körperlichkeit und Schönheit als „Mittel des Erfolgs“ im 21. Jahrhundert und Vorstellung der zentralen Fragestellung.
1. Forschungsstand und Einordnung der Leitfrage: Verortung der Arbeit in der Körpersoziologie sowie der Frauen- und Geschlechterforschung und theoretische Einordnung des Körpers als Produkt der Gesellschaft.
2. Begriffsbestimmungen: Klärung der Kernbegriffe Schönheit, Ideal und Schönheitsideal sowie Erläuterung der soziologischen Perspektive auf das ‚Unterliegen‘ unter normativen Druck.
3. Westliche Körperkonzepte: Analyse der drei dominanten Schönheitskriterien Schlankheit, Fitness und Jugendlichkeit und deren Auswirkungen auf die Normierung des weiblichen Körpers.
4. Die gesellschaftliche Relevanz von Körperschönheit: Diskussion der sozialen Bedeutung von Schönheit anhand der Kapitaltheorie Bourdieus und der spezifischen Einbindung weiblicher Identität in das Schönheitsdiktat.
5. Konsequenzen: Untersuchung der negativen Folgen des Schönheitsdrucks, wie Schönheitsoperationen, Körperunzufriedenheit, Essstörungen und die globale Homogenisierung von Frauenkörpern durch die Medien.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und eine eigene kritische Stellungnahme zur Körperkultur.
Schönheitsideal, Körpersoziologie, Frauenkörper, Weiblichkeit, Körpermodellierung, Körperunzufriedenheit, Essstörungen, Medien, Sozialer Druck, Körper als Kapital, Globalisierung, Identität, Schlankheitskult, Fitness, Körpernormierung.
Die Arbeit analysiert die gegenwärtigen weiblichen Schönheitsideale in der westlichen Welt und untersucht, inwiefern Frauen diesen Idealen unterliegen, wie diese den Körper normieren und welche sozialen sowie psychologischen Konsequenzen sich daraus ergeben.
Die Arbeit behandelt die soziologische Konstruktion von Schönheit, das Konzept des „Körpers als Kapital“, die mediale Produktion von Schönheitsidealen, die Auswirkungen von Schlankheits- und Fitnessidealen sowie die gesundheitlichen Folgen für Frauen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tiefgreifend der Schönheitsdruck in die Lebensführung von Frauen eingreift und wie durch die Verknüpfung von Weiblichkeit und Schönheit soziale Ungleichheiten und individuelles Leid entstehen können.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse im Bereich der Körpersoziologie sowie der Frauen- und Geschlechterforschung, ergänzt durch soziologische Theorien von Klassikern wie Bourdieu, Foucault und Elias sowie aktuellen Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse westlicher Körperkonzepte (Kapitel 3), die gesellschaftliche Relevanz von Körperschönheit (Kapitel 4) und die Konsequenzen des Schönheitsdrucks wie Essstörungen und globale Homogenisierung (Kapitel 5).
Die zentralen Schlagworte sind Schönheitsideal, Körpersoziologie, Körpermodellierung, Körperunzufriedenheit, Essstörungen, Weiblichkeit und gesellschaftlicher Druck.
Die Autorin nutzt Bourdieus Kapitaltheorie, um zu verdeutlichen, dass ein attraktives Äußeres als kulturelles Kapital in ökonomische und soziale Vorteile umgesetzt werden kann, was den Druck auf Frauen erhöht, den eigenen Körper gezielt zu optimieren.
Die Arbeit zeigt, dass westliche Schönheitsideale durch globalisierte Massenmedien international verbreitet werden, was zu einer zunehmenden Homogenisierung von Frauenkörpern weltweit führt und regionale Schönheitsideale teilweise verdrängt.
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