Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 12
1. Einleitung
2. Ein ‚wachstumsförderndes Klima‘ nach Carl Rogers
2.1 Das wachstumsfördernde Klima in Lehrerin-Schülerin-Interaktionen: Kongruenz, Wertschätzung, Empathie
2.1.1 Kongruenz
2.1.2 Wertschätzung
2.1.3 Empathie
3. Empathie und Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
3.1 Gefühle und Bedürfnisse der Schüler_innen
3.2 Kritik, Wut, Ärger gegenüber der Lehrperson
3.3 Selbstempathie der Lehrpersonen
4. Aufbau von Rapport
5. Lösungs- und Ressourcenorientierung
5.1 Lösungs- und Ressourcenorientierung im schulischen Kontext
5.2 Eine lösungsorientierte und konstruktive Sprache
5.2.1 Konstruktivismus und konstruktivistisches Denken
5.3 Lösungs- und Ressourcenorientierung durch konstruktives Sprach- und Kommunikationsverhalten
5.3.1 Reflexion der eigenen ‚Wirklichkeit‘
5.3.3 Das Hilfsverb ‚sein‘
5.3.4 Universalquantoren
5.3.5 Ja-Haltung
5.3.6 Ich-Botschaften oder Verantwortungsbotschaften
6. Fazit und Schlussbemerkung
7. Literatur
Die Arbeit untersucht, inwiefern Gewaltfreie Kommunikation, der Aufbau von Rapport sowie lösungs- und ressourcenorientierte Pädagogik die Haltung von Lehrpersonen verbessern und die Lehrerin-Schülerin-Beziehung tragfähiger sowie konstruktiver beeinflussen können.
3.1 Gefühle und Bedürfnisse der Schüler_innen
Für die Lehrerin würde die Anwendung der GFK bedeuten, die Schülerin bei einem problematischen Vorfall nicht als die Schuldige zu sehen, die es zu verurteilen gilt, sondern als Mensch, der wie jeder andere unterschiedliche Bedürfnisse zu unterschiedlichen Zeiten hat. Auf der Ebene der Bedürfnisse kann sie zunächst versuchen, sich mit ihr empathisch zu verbinden und somit versuchen, sie wirklich zu verstehen.
Nach der GFK gilt es, die Bedürfnisse und Gefühle der Schüler_innen so viel und intensiv wie möglich wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Dies bedeutet für das, was sie in der aktuellen Situation empfinden und brauchen, völlig offen zu sein. [Bereits an dieser Stelle sei angemerkt, dass im Verständnis der GFK Selbstempathie mindestens ebenso wichtig wie Empathie ist, die Lehrperson also auch besonders bei Schwierigkeiten intensiv ihre Gefühle wahrnehmen und ernst nehmen sollte]. Dieses völlige Präsent-Sein für die Schüler_innen erfordere, „daß wir den eventuell in unserem Bewusstsein befindlichen vorgefaßten Meinungen und Urteilen über die Schüler_innen keinen Raum geben“ (Rosenberg 2011: 71). Es ginge darum, sich so auf die Gefühle der Gesprächspartnerin zu fokussieren, dass die eigenen Reaktionen keine negativen Wirkungen entfalten.
Wenn die Bedürfnisse und Gefühle der Schüler_innen verborgen sind und nicht kommuniziert werden, sollte man sie in ihren Sach-Botschaften erkennen und in Gefühle und Bedürfnisse übersetzen lernen. Eine GFK-geschulte Lehrperson stellt den Schüler_innen entsprechende Fragen nach den Bedürfnissen und unterstellt ihnen diese nicht im Vorhinein, denn jeder Mensch hat selbst die Hoheit darüber; außerdem regen Fragen dazu an, dass die Schüler_innen lernen, sich auszudrücken, ihre Bedürfnisse fokussierter wahrzunehmen, sie zu strukturieren, und dadurch in dem Klarheit zu erhalten, was sie eigentlich bräuchten. Sie lernen natürlich auch, ihre Gefühle und Bedürfnisse verständlich auszudrücken.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Belastungen im Lehrerberuf und die Notwendigkeit von Beziehungsarbeit sowie einer wertschätzenden pädagogischen Haltung für erfolgreiche Lernprozesse.
2. Ein ‚wachstumsförderndes Klima‘ nach Carl Rogers: Dieses Kapitel erläutert das humanistische Menschenbild von Carl Rogers und die für ein wachstumsförderndes Klima essenziellen Bedingungen: Kongruenz, Wertschätzung und Empathie.
3. Empathie und Gewaltfreie Kommunikation (GFK): Es wird das Empathie-Modell von Marshall B. Rosenberg vorgestellt, welches durch Wahrnehmung, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten eine deeskalierende und lösungsorientierte Kommunikation ermöglicht.
4. Aufbau von Rapport: Hier wird die Bedeutung von Rapport als vertrauensvolle Arbeitsbeziehung thematisiert, die durch Spiegelung und sprachliche Angleichung (Pacing) gezielt hergestellt werden kann.
5. Lösungs- und Ressourcenorientierung: Dieses Kapitel führt in das lösungsorientierte Arbeiten ein, bei dem auf eine Defizitanalyse verzichtet und stattdessen der Fokus auf vorhandene Potenziale und Ausnahmesituationen gelegt wird.
6. Fazit und Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine bewusst lösungsorientierte und empathische Haltung der Lehrperson maßgeblich zur Beziehungsqualität und zu einer verbesserten Lernatmosphäre beiträgt.
7. Literatur: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Carl Rogers, Lösungs- und Ressourcenorientierung, Rapport, pädagogische Beziehung, Konstruktivismus, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, Schulklima, Lernmotivation, Refraiming, Ich-Botschaften, Kommunikation.
Die Arbeit behandelt die Bedeutung einer lösungs- und ressourcenorientierten pädagogischen Haltung sowie der Anwendung von Gewaltfreier Kommunikation zur Verbesserung der Lehrerin-Schülerin-Beziehung.
Zentrale Themen sind die Beziehungsgestaltung im schulischen Kontext, die psychologischen Grundlagen nach Carl Rogers, Kommunikationsmodelle wie die GFK sowie systemische Ansätze der Lösungsorientierung.
Das Ziel ist es zu erörtern, wie durch Gewaltfreie Kommunikation, Rapport-Techniken und ressourcenorientierte Sprache eine positive Lehr-Lern-Beziehung tragfähiger gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die theoretische Konzepte (Psychologie, Pädagogik) mit empirisch-praktischen Darlegungen und Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Alltag verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Rogers), die Vorstellung von Kommunikationstechniken (GFK, Rapport) und die konkrete Anwendung der Lösungs- und Ressourcenorientierung im Schulalltag.
Wichtige Begriffe sind Gewaltfreie Kommunikation, Ressourcenorientierung, pädagogische Beziehung, Rapport, Konstruktivismus und Wertschätzung.
Im Gegensatz zu problem- oder defizitorientierten Ansätzen legt dieses Modell den Fokus auf das, was bereits funktioniert (Ressourcen) und auf die Bedürfnisse hinter problematischem Verhalten.
Selbstempathie ist entscheidend, damit Lehrpersonen in stressigen Situationen präsent bleiben, ihre eigenen Bedürfnisse wahren und somit nachhaltig empathisch für die Bedürfnisse der Schüler_innen sein können.
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