Bachelorarbeit, 2017
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Traditionelle Lehr-Lernformen
3 E-Learning
3.1 Begriffliche Eingrenzung
3.2 Typologie
3.2.1 Funktionen
3.2.2 Lernformen
3.2.3 Komponenten computergestützter Lernumwelten
3.3 Lerntheoretische Grundlagen
3.3.1 Behaviorismus
3.3.2 Kognitivismus
3.3.3 Konstruktivismus
4 Blended Learning
4.1 Begriffliche Eingrenzung
4.2 Blended Learning Szenarien
5 Allgemeine didaktische Modelle
5.1 Klassifikation von Blended Learning Ansätzen
5.2 Charakterisierung von Instruktions- und Kontextdesign
5.3 Modelle des Instruktionsdesigns
5.3.1 Programmierte Unterweisung
5.3.2 Instruktionstheorie
5.3.3 Elaborationstheorie der Instruktion
5.3.4 Component Display Theory
5.3.5 Instructional Transaction Theory
5.4 Modelle des Kontextdesignss
5.4.1 Cognitive Apprenticeship
5.4.2 Goal-Based Scenarios
6 Vergleich der allgemeinen didaktischen Modelle
6.1 Allgemeiner Modellvergleich
6.2 Modellvergleich im Hinblick auf Blended Learning
7 Resümee
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung von Blended Learning unter Berücksichtigung von Instruktions- und Kontextdesignmodellen. Ziel ist es, die Weiterentwicklung dieses Lehr-Lernmodells nachzuzeichnen, indem traditionelle und E-Learning-Komponenten analysiert sowie verschiedene didaktische Ansätze vergleichend gegenübergestellt werden.
3.3.1 Behaviorismus
Der Behaviorismus ist ein amerikanischer Forschungsansatz der Psychologie, welcher 1913 durch J.B. Watson begründet wurde. Die Vorläufer des Behaviorismus sind der amerikanische Funktionalismus sowie die russische Reflexologie. Bei diesen beiden Ansätzen werden Tierversuche im Hinblick auf elementare Verhaltensweisen durchgeführt, da deren Regeln und Normen ebenso für menschliche Verhaltensweisen gelten sollen. Ebenso geht es beim Behaviorismus um die Vorhersage sowie Kontrolle von Verhalten (vgl. Barkey, 2007a, S. 99). Als wichtigste Vertreter des Behaviorismus sind Pawlow, Thorndike und Skinner zu nennen (vgl. Dittler, 2002, S. 28).
Die Grundposition des Behaviorismus ist, dass Lernen letztlich Verhaltensänderung durch Umweltkontrolle darstellt, welche durch Manipulation äußerer Reize hervorgerufen wird (vgl. Terhart, 2009, S. 31).
Das Gehirn wird als sogenannte Black Box verstanden, ein passives Behältnis, das zunächst gefüllt werden muss (vgl. Baumgartner & Payr, 1994, S. 101). Beim Behaviorismus wird die exekutive Funktion des Gehirns vernachlässigt (vgl. Gudjons & Traub, 2012, S. 224), da innerhalb des Lernparadigmas des Behaviorismus nur die Verhaltenssteuerung von Bedeutung ist (vgl. Baumgartner & Payr, 1994, S. 101) und somit Lernen als bewusstseinsunabhängige Reizassoziation (vgl. Göhlich & Zirfas, 2007, S. 20) auf molekularer Ebene (vgl. Barkey, 2007a, S. 99) angesehen wird. Lernen stellt eine Verknüpfung von Reizen und Reaktionen dar (vgl. Dittler, 2002, S. 28). Die auf den Reiz folgenden Reaktionen sind nicht erbbedingt (vgl. Barkey, 2007a, S. 99), sondern werden durch Konditionierung bestimmt. Diese konditionierte Reaktion wird durch Adaption erworben. (vgl. Baumgartner & Payr, 1994. S. 101).
1 Einleitung: Hinführung zum Thema durch die Analyse der Notwendigkeit von Differenzierung und Individualisierung, die zur Entstehung von Blended Learning führte.
2 Traditionelle Lehr-Lernformen: Definition und Kategorisierung der traditionellen Unterrichtsformen, insbesondere des Frontalunterrichts als historische Basis.
3 E-Learning: Detaillierte Betrachtung des E-Learnings hinsichtlich seiner Typologien, Funktionen, Komponenten und der zugrunde liegenden lerntheoretischen Ansätze.
4 Blended Learning: Eingrenzung des Begriffs Blended Learning als Kombination aus Präsenzunterricht und E-Learning sowie Vorstellung gängiger Szenarien.
5 Allgemeine didaktische Modelle: Klassifikation didaktischer Modelle, unterteilt in Instruktions- und Kontextdesign, mit detaillierter Vorstellung zeitgenössischer Theorien.
6 Vergleich der allgemeinen didaktischen Modelle: Systematischer Vergleich der Modelle hinsichtlich ihrer theoretischen Basis und Anwendbarkeit auf Blended-Learning-Kontexte.
7 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung von traditionellen Formen hin zu komplexen, medienbasierten Lernumgebungen und deren zukünftige Potenziale.
Blended Learning, E-Learning, Instruktionsdesign, Kontextdesign, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Frontalunterricht, Cognitive Apprenticeship, Goal-Based Scenarios, Lerntheorien, Wissensmanagement, Didaktik, Lernumgebungen, Medienkompetenz.
Die Arbeit analysiert das Lehr-Lernmodell Blended Learning unter lerntheoretischen Gesichtspunkten und vergleicht dabei verschiedene didaktische Gestaltungsmodelle.
Die Themenfelder umfassen die Geschichte und Definition von E-Learning, die Lerntheorien des Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus sowie die Anwendung von Instruktions- und Kontextdesignmodellen.
Ziel ist es, die Weiterentwicklung des Blended Learning Konzepts nachzuvollziehen und zu beurteilen, wie verschiedene didaktische Theorien dessen praktische Umsetzung leiten.
Die Arbeit folgt einer strukturierten theoretischen Aufarbeitung und literaturgestützten Analyse sowie einem vergleichenden Modellvergleich.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Lerntheorien sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit spezifischen Instruktions- und Kontextdesignmodellen.
Blended Learning, E-Learning, Instruktionsdesign, Kontextdesign, Didaktik und Lerntheorien sind die prägenden Begriffe.
Während Instruktionsdesign auf die strukturierte Vermittlung von Inhalten und die Lernzielorientierung fokussiert (oft behavioristisch/kognitiv geprägt), betont das Kontextdesign die Förderung selbstorganisierter Wissensstrukturen durch realitätsnahe Aufgabenstellungen (oft konstruktivistisch geprägt).
Dieser Ansatz dient als Modell des Kontextdesigns, um Expertenwissen durch angeleitetes Lernen in realitätsnahen Aktivitäten innerhalb einer Expertenkultur zu vermitteln, was für das Blended Learning besonders adaptiv ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

