Diplomarbeit, 2005
120 Seiten, Note: 1,6
1. EINLEITUNG
1.1 FRAGESTELLUNG UND AUFBAU
1.2 STAND DER FORSCHUNG
2. ORGANISATIONSSTRUKTUR DER SPD
2.1 AUFBAU
2.1.1 GLIEDERUNG
2.1.2 DIE ARBEITSGEMEINSCHAFTEN
2.1.3 BESCHLUSSORGANE, GREMIEN UND INNERPARTEILICHE WILLENSBILDUNG
2.2 DIE MITGLIEDER
2.2.1 MITGLIEDERZAHL UND -ENTWICKLUNG
2.2.2 AKTIVITÄT DER MITGLIEDER
2.3 DIE DEUTSCHE DRUCK- UND VERLAGSGESELLSCHAFT
2.3.1 BETEILIGUNGEN AN MEDIEN
2.3.2 NUTZEN DER BETEILIGUNGEN
2.3.3 BEURTEILUNG DES SOZIALDEMOKRATISCHEN ENGAGEMENTS AUF DEM ZEITUNGSMARKT
3. DIE LETZTEN WAHLEN – HOCHBURGEN, DIASPOREN, SIEGE UND NIEDERLAGEN
3.1 DIE BUNDESTAGSWAHL 2002
3.1.1 BADEN-WÜRTTEMBERG
3.1.2 BAYERN
3.1.3 BERLIN
3.1.4 BREMEN UND HAMBURG
3.1.5 HESSEN
3.1.6 NIEDERSACHSEN
3.1.7 NORDRHEIN-WESTFALEN
3.1.8 RHEINLAND-PFALZ/SAARLAND
3.1.9 SCHLESWIG-HOLSTEIN
3.1.10 DIE NEUEN BUNDESLÄNDER
3.2 LANDTAGSWAHLEN IN DER ÄRA SCHRÖDER – VIELE NIEDERLAGEN, WENIG SIEGE
4. DIE PROGRAMMATISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE STELLUNG DER SPD
4.1 PARTEIEN IN DER PARTEI – DIE FLÜGEL DER SPD
4.2 DIE STELLUNG DER SPD IM BUNDESDEUTSCHEN PARTEIENSYSTEM
4.2.1 VON DEN „DACHLATTEN“ ZUM WUNSCHKOALITIONSPARTNER – DAS VERHÄLTNIS ZU BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
4.2.2 MAL FREUND, MAL FEIND – DAS VERHÄLTNIS ZUR FDP
4.2.3 ERWÜRGEN DURCH UMARMEN? – DAS VERHÄLTNIS ZUR PDS
4.3 „NACHKRIEGS-HASSLIEBE“ – DAS VERHÄLTNIS ZUM DGB
4.3.1 HISTORISCHER ABRISS SEIT 1945
4.3.2 AKTUELLE SITUATION UND PERSPEKTIVEN
4.3.3 FAZIT
5. PERSPEKTIVEN DER SPD – EINE PROGNOSE
5.1 LANDTAGSWAHLEN IN NORDRHEIN-WESTFALEN 2005 – MÖGLICHE SZENARIEN BEI EINER NIEDERLAGE
5.1.1 DIE WAHRSCHEINLICHSTEN SZENARIEN
5.1.2 KRITISCHE BEWERTUNG
5.2 MITGLIEDERPARTEI OHNE MITGLIEDER – DER GENOSSENSCHWUND EINE BEDROHUNG?
5.2.1 AUSMAß UND GRÜNDE FÜR DEN MITGLIEDERSCHWUND
5.2.2 MÖGLICHE GEGENMAßNAHMEN
5.2.3 FAZIT
5.3 WASG – EINE ERNSTE GEFAHR FÜR DIE SPD?
5.4 MÖGLICHER MACHTVERLUST 2006 – EIN VERGLEICH MIT 1982
5.4.1 DER INNERPARTEILICHE ZUSTAND DER SPD VOR DEM 17. SEPTEMBER 1982
5.4.2 DIE SOZIALDEMOKRATEN NACH DEM KOALITIONSBRUCH
5.4.3 VERGLEICH UND FAZIT
5.5 UNTERGANGSSZENARIEN – ENDE DER SOZIALDEMOKRATIE?
5.5.1 ÖKONOMISCHE END-PROGNOSEN
5.5.2 SOZIOLOGISCHE END-PROGNOSEN
5.5.3 POLITISCHE END-PROGNOSEN
5.5.4 FAZIT
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Krise der SPD seit der Bundestagswahl 2002 und analysiert die politischen, programmatischen sowie organisatorischen Bedingungen für die zukünftige Entwicklung der Partei. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob es sich um temporäre Erscheinungen oder Anzeichen eines schleichenden Niedergangs handelt, und es werden Prognosen für die kurz-, mittel- und langfristige Entwicklung erstellt.
2.3.1 Beteiligungen an Medien
Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mit Sitz in Hamburg hat in den letzten Jahrzehnten ein beachtliches Netzwerk an Medienbeteiligungen aufgebaut, durch die der SPD die Möglichkeit eröffnet wurde, Einfluss auf weite Teile des regionalen und überregionalen deutschen Zeitungsmarktes zu nehmen. Dabei stehen nicht nur die vordergründigen Beteiligungen der DDVG an Verlagen im Mittelpunkt des Interesses, vielmehr müssen auch strategische Partnerschaften sowie informelle Beziehungen zu Verlagen, an denen die DDVG keine Anteile hält, Beachtung finden. Nachstehende Liste informiert über die Höhe der Anteilseignung und der wichtigsten Produkte:
"Westfälische Verlagsgesellschaft mbH" mit 100%: ist mit 13,1% an dem "Zeitungsverlag Westfalen GmbH & Co. KG" in Dortmund beteiligt (Westfälische Rundschau)
"Oliva Druck- und Verlagsgesellschaft mbH" mit 100%: ist mit 49,5% an der "Verlagsgesellschaft Cuxhaven mbH & Co. Cuxhavener Nachrichten KG" beteiligt (Cuxhavener Nachrichten)
"Frankenpost Verlag GmbH" in Hof mit 100% (Frankenpost, Vogtlandanzeiger)
Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH mit 90% (Frankfurter Rundschau)
Nest Verlag GmbH, Frankfurt am Man mit 100%
"Presse-Druck GmbH" mit 87,5%: ist mit 57,5% an der "Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG" in Bielefeld beteiligt (Neue Westfälische)
"Druckhaus Bayreuth Verlagsgesellschaft mbH" mit 47,5%: ist mit 62,5% an der "Nordbayerischen Kurier GmbH & Co. Zeitungsverlag KG" beteiligt (Nordbayerischer Kurier)
Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG" mit 40% (Sächsische Zeitung, Morgenpost Sachsen)
"Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG" mit 30% (Freies Wort, Südthüringer Zeitung)
"Druck- und Verlagsanstalt 'Neue Presse' GmbH" mit 30% (Neue Presse Coburg)
"Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co." mit rund 20,4% (u. a. Hannoversche Allgemeine, Neue Presse Hannover, Göttinger Tageblatt)
"Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG" mit rund 9% (RPR1, RPR2)
"HSI Hamburger Stadtillustrierten Verlagsgesellschaft mbH" mit 75% (SZENE HAMBURG)
Tivola Verlag GmbH mit 75,25% (Edutainment, Lernsoftware und Kinderbücher)
ÖKO-TEST Holding AG mit 50% plus 10 Aktien (Öko-Test)
Darüber hinaus besitzt die DDVG Mehrheitsanteile an vier in Norddeutschland beheimateten Druckereien. Weitere sechs Unternehmen aus dem Bereich Handel, Service und Tourismus sind zu 100 % Tochterunternehmen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die akute Krise der SPD, charakterisiert durch Wahlniederlagen und Mitgliederschwund, und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.
2. ORGANISATIONSSTRUKTUR DER SPD: Dieses Kapitel analysiert den Aufbau der Partei, die Mitgliederstruktur und die Rolle der parteieigenen Medienholding (DDVG) als wirtschaftliches Standbein.
3. DIE LETZTEN WAHLEN – HOCHBURGEN, DIASPOREN, SIEGE UND NIEDERLAGEN: Eine empirische Untersuchung der regionalen Wählerpotenziale der SPD anhand der Bundestagswahl 2002 sowie eine Übersicht über die Landtagswahlergebnisse in der Ära Schröder.
4. DIE PROGRAMMATISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE STELLUNG DER SPD: Dieser Teil behandelt die internen Flügelkämpfe sowie das komplexe Verhältnis der SPD zu anderen Parteien (Grüne, FDP, PDS) und den Gewerkschaften (DGB).
5. PERSPEKTIVEN DER SPD – EINE PROGNOSE: Eine Prognose zukünftiger Entwicklungen, basierend auf verschiedenen Szenarien bei Wahlniederlagen und einer kritischen Auseinandersetzung mit Untergangsszenarien.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Handlungsoptionen der Partei.
SPD, Sozialdemokratie, Parteienforschung, Bundestagswahl 2002, Organisationsstruktur, Mitgliederentwicklung, DDVG, Medienbeteiligungen, Landtagswahlen, Reformpolitik, Agenda 2010, Koalitionsbeziehungen, DGB, WASG, Untergangsszenarien.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der SPD-Krise seit der Bundestagswahl 2002 und den damit verbundenen Herausforderungen für die Zukunft der Partei.
Die Untersuchung deckt die innerparteiliche Organisation, die regionale Wahlkraft der SPD, programmatische Positionierungen und das Verhältnis zu Koalitionspartnern sowie dem DGB ab.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die aktuelle Krise der SPD nur ein temporäres Phänomen ist oder ob es sich um Anzeichen eines dauerhaften Niedergangs handelt, und darauf basierend Prognosen zu erstellen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer deskriptiven Darstellung der organisatorischen Strukturen, einer empirischen Analyse regionaler Wahlergebnisse und einer historisch-analytischen Untersuchung politischer Bündnisse und Untergangsszenarien.
Im Hauptteil werden neben der internen Struktur die Wahlerfolge und -niederlagen, das Koalitionsverhalten sowie die Auswirkungen der Reformpolitik und des Mitgliederschwunds detailliert analysiert.
Die zentralen Schlagworte sind SPD-Krise, Mitgliederentwicklung, DDVG, Koalitionspolitik, Landtagswahlen, Strukturwandel, Reformpolitik und Wahlanalyse.
Die DDVG fungiert als 100%iges Tochterunternehmen und Medienholding, das der SPD durch Minderheitsbeteiligungen an Verlagen wirtschaftliche Unabhängigkeit und indirekten publizistischen Einfluss sichert.
Der Autor stuft die WASG mittelfristig nicht als existenzbedrohend für die SPD ein, warnt jedoch davor, sie kurzfristig zu unterschätzen, da sie insbesondere in ostdeutschen Ländern oder bei knappen Wahlausgängen rot-grüne Mehrheiten gefährden kann.
Im Gegensatz zu 1982, als die SPD in der Opposition auf sich alleine gestellt war, kann eine oppositionelle SPD nach 2006 auf Kooperationsoptionen mit Bündnis 90/Die Grünen setzen, steht jedoch vor einem weitaus gravierenderen Nachwuchsproblem beim Führungspersonal.
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