Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Relevanz von innovativen Mobilitätsdienstleistungen
3. Begriffsklärung Mitfahrgelegenheiten
3.1. Organisierte Mitfahrgelegenheiten auf Pendelstrecken
3.2. Praxisbeispiel - Match Rider UG
4. Messung der Zahlungsbereitschaften
4.1. Die Kontingente Bewertungsmethode
4.2. Vorgehen
4.2.1. Festlegung der Grundgesamtheit
4.2.2. Stichprobenwahl
4.2.3. Fragebogendesign
4.2.4. Pretest des Fragebogens
5. Auswertung der Resultate
5.1. Datenerhebung
5.2. Überprüfung der Hypothesen
5.3. Fehleranalyse
6. Interpretation und Ausblick
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels der Kontingenten Bewertungsmethode die gesellschaftliche Bereitschaft von Berufspendlern in der Rhein-Neckar-Region, organisierte Mitfahrgelegenheiten über digitale Plattformen zu nutzen, wobei das Unternehmen „Match Rider UG“ als Praxisbeispiel dient. Dabei werden ökonomische Zusammenhänge, Einflussfaktoren wie Alter und Geschlecht sowie psychologische Verzerrungseffekte analysiert.
3.2. Praxisbeispiel - Match Rider UG
„Match Rider UG“ ist ein deutsches Unternehmen, das organisierte Mitfahrgelegenheiten für Pendler über eine App anbietet. Im Interview mit der Gründerin Katina Schneider wird die Bedeutung, aber auch Komplikationen, der innovativen Mobilitätsdienstleistungsunternehmen deutlich. Probleme, die es im Mobilitätssektor zu lösen gilt, wurden im Verlauf dieser Arbeit bereits deutlich gemacht. Ein Modell, das Kriterien wie Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, Bequemlichkeit und günstige Preise erfüllt, wird gesucht. „Match Rider UG“ hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Bedürfnisse zu bedienen und zeitgleich das Verkehrsaufkommen in Pendlerregionen zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen hat Frau Schneider gemeinsam mit ihren Partnern ein Modell für organisierte Mitfahrgelegenheiten auf spezifisch ausgewählten Pendel- und Kurzstrecken als neue, bequeme Mobilitätsform entwickelt (Anhang 1: Transkription Seite IV Zeile 31-36).
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die steigende Bedeutung von Mobilität dar und führt in das Problem der zunehmenden Verkehrsbelastung und Umweltverschmutzung durch Individualverkehr ein, wobei innovative Sharing-Konzepte als Lösungsansatz präsentiert werden.
2. Relevanz von innovativen Mobilitätsdienstleistungen: Es wird die historische und aktuelle Entwicklung im Mobilitätssektor beleuchtet, wobei die Herausforderungen durch den PKW-Verkehr und die zunehmende Bedeutung von Mobilität als gesellschaftliche Notwendigkeit betont werden.
3. Begriffsklärung Mitfahrgelegenheiten: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Konzepte von Mitfahrgelegenheiten und Fahrgemeinschaften sowie zwischen unorganisierten und organisierten Modellen, ergänzt um das Fallbeispiel „Match Rider UG“.
4. Messung der Zahlungsbereitschaften: Die theoretischen Grundlagen der Kontingenten Bewertungsmethode werden erläutert und die spezifischen Hypothesen zur Zahlungsbereitschaft von Pendlern im Kontext der Umfrage definiert.
5. Auswertung der Resultate: Hier erfolgt die Darstellung und Analyse der erhobenen Daten, inklusive einer Überprüfung der aufgestellten Hypothesen sowie einer detaillierten Fehleranalyse hinsichtlich methodischer Verzerrungen.
6. Interpretation und Ausblick: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse kritisch vor dem Hintergrund verhaltensökonomischer Aspekte und bewertet das Potenzial organisierter Mitfahrgelegenheiten für die zukünftige Verkehrsgestaltung.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit politischer Unterstützung zur Förderung nachhaltiger, organisierter Mobilitätskonzepte.
Mobilität, Sharing Economy, Fahrgemeinschaften, Match Rider UG, Kontingente Bewertungsmethode, Zahlungsbereitschaft, Berufspendler, Rhein-Neckar-Region, Verkehrsstau, Klimaziele, App-basierte Mobilität, Priming-Effekt, Verhaltensökonomie, Pendler, Individualverkehr
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die gesellschaftliche Akzeptanz organisierter, App-basierter Mitfahrgelegenheiten auf Pendelstrecken, am Beispiel des Anbieters „Match Rider UG“ in der Rhein-Neckar-Region.
Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Mobilitätslösungen der Sharing Economy, der monetären Bewertung von Mitfahrdienstleistungen und der Analyse von Pendlerverhalten unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Verzerrungen.
Das primäre Ziel ist die empirische Ermittlung der Zahlungsbereitschaft von Berufspendlern für organisierte Mitfahrgelegenheiten, um dadurch eine Preisgestaltung zu optimieren und Empfehlungen für politische Fördermaßnahmen abzuleiten.
Die Autorin verwendet die Kontingente Bewertungsmethode (KBM), ein Verfahren zur Erhebung von Nutzenvorstellungen auf hypothetischen Märkten, um die Zahlungsbereitschaft der Befragten monetär zu quantifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung innovativer Mobilitätskonzepte, eine methodische Beschreibung der Fallstudie, die Auswertung der Umfrageergebnisse sowie eine kritische Fehleranalyse, die insbesondere psychologische Priming-Effekte bei den Befragten aufdeckt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Mobilität“, „Sharing Economy“, „Kontingente Bewertungsmethode“, „Zahlungsbereitschaft“ und „Pendlerverhalten“ definiert.
Die „Match Rider UG“ dient als konkretes Praxisbeispiel, um ein neuartiges Geschäftsmodell für organisierte Pendler-Fahrgemeinschaften in der Rhein-Neckar-Region zu illustrieren und die Herausforderungen bei der Implementierung solcher Lösungen aufzuzeigen.
Die Autorin identifiziert einen Priming-Effekt, da die im Fragebogen genannten Orientierungswerte (Preise für Taxi, ÖPNV etc.) die Einschätzung der Zahlungsbereitschaft der Befragten unbewusst beeinflusst und zu höheren Werten geführt haben könnten.
Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede: Frauen weisen eine höhere Zahlungsbereitschaft auf als Männer. Zudem wurde festgestellt, dass Personen, die bereits den ÖPNV nutzen, eher bereit sind, mehr für eine Mitfahrgelegenheit zu zahlen als aktuelle Autofahrer.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

