Masterarbeit, 2017
76 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG/MOTIVATION
2. DAS MUSIKVIDEO ALS WISSENSCHAFTLICHER GEGENSTAND
2.1 DIE GESCHICHTE DER MUSIKVIDEOS
2.2 DIE KATEGORISIERUNG DER MUSIKVIDEOS
2.3 NICHT NUR DER TON MACHT DIE MUSIK
3. DIE SERIE ALS WISSENSCHAFTLICHER GEGENSTAND
3.1 DER URSPRUNG UND DAS KONZEPT DER SERIE
3.2 DIE SERIELLE ORGANISATION
3.3 DER RAHMEN DER SERIE
3.4 DER CLIFFHANGER
3.5 DIE FORMEN DES SERIELLEN ERZÄHLENS
4. DER AUFBAU EINER MUSIKVIDEOSERIE
4.1 HINFÜHRUNG ZUM AUFBAU
4.2 DER CHARAKTER DER MUSIKVIDEOS
4.3 DAS MUSIKVIDEO IM EPISODISCHEN KONTEXT
5. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der seriellen Narration auf Musikvideos, um zu analysieren, ob die Fusion dieser beiden medialen Formen ein bisher ungenutztes Potenzial für die Popmusikkultur birgt. Durch die theoretische Definition beider Gegenstände werden Parameter entwickelt, die anschließend anhand der Musikvideoserie „Mitgehangen Mitgefangen“ auf ihre Anwendbarkeit und Effektivität geprüft werden.
3.1 Der Ursprung und das Konzept der Serie
Da es sich bei dem Ergebnis dieser Arbeit um die Betrachtung einer Musikvideoserie handelt, wird zunächst darauf eingegangen, was unter serieller Narration zu verstehen ist.
Der Begriff „Serie“ stammt aus dem Lateinischen (serere) und bedeutet aneinanderreihen, zusammenfügen, knüpfen. (Schlütz, 2016, S. 10) Grundsätzlich kann zunächst einmal gesagt werden, dass die serielle Narration nicht nur auf das Fernsehen beschränkt ist (vgl. Nesselhauf, 2016, S. 13). Es ist vielmehr ein transmediales System und ein fester Bestandteil der menschlichen Kommunikation, welcher in allen Hochkulturen der Menschheit nachweisbar ist (ebd.). Bevor es möglich gewesen ist, das zu Erzählende schriftlich festzuhalten – um es für andere oder die Nachwelt zugänglich zu machen –, fand die Weitergabe mündlich statt (ebd.). Die Wissenschaft weiß, dass bereits Erzählungen in der Antike strukturell in Episoden aufgebaut waren (ebd.). Die Anfänge des seriellen Erzählens liegen im orientalischen und europäischen Mittelalter, in welchem mündliche Vorträge einem zahlenden Publikum dargeboten wurden (vgl. Schlütz, 2016, S. 10). Eine der relevantesten seriellen Erzählungen in der Literaturgeschichte ist die Erzählung aus 1001 Nacht (vgl. Nesselhauf, 2016, S. 13). Diese Erzählung wird in der Forschungsliteratur häufig als Musterbeispiel für den Cliffhanger angeführt (ebd.) – auf welchen im Folgenden noch genauer eingegangen wird. Denn diese Erzählung handelt von Scheherazade, die die letzte, noch nicht hingerichtete Ehefrau eines barbarischen Königs ist und es schafft, ihre eigene Hinrichtung durch den Abbruch ihrer Erzählungen an der spannendsten Stelle einen weiteren Tag aufgeschoben zu bekommen und somit ihre Hinrichtung hinauszuzögern (vgl. Mielke, 2006, S. 49ff.). Demnach stellt sich die Frage, was genau eine Serie zur Serie macht bzw. wie eine Erzählung zu einer Serie werden kann.
Zunächst einmal stellt die serielle Narration eine Form der Publikation dar (vgl. Fröhlich, 2015, S. 57). Denn hierbei wird die Erzählung in mehreren Teilen nach und nach veröffentlicht, anstatt sie als Ganzes zu veröffentlichen (ebd.).
1. EINLEITUNG/MOTIVATION: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch die hohe Bedeutung von Musikvideos und die zunehmende Popularität serieller Erzählformate sowie deren Potenzial für Innovationen.
2. DAS MUSIKVIDEO ALS WISSENSCHAFTLICHER GEGENSTAND: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung und die notwendige Kategorisierung von Musikvideos, um sie als wissenschaftlichen Untersuchungsgegenstand zu definieren.
3. DIE SERIE ALS WISSENSCHAFTLICHER GEGENSTAND: Hier werden die theoretischen Grundlagen der seriellen Narration, die serielle Organisation und das Erzählmittel Cliffhanger detailliert erläutert.
4. DER AUFBAU EINER MUSIKVIDEOSERIE: Dieses Kapitel wendet die erarbeiteten Theorien auf die spezifische Musikvideoserie „Mitgehangen Mitgefangen“ an und untersucht deren Erzählform und Rahmenbedingungen.
5. FAZIT: Abschließend wird das Potenzial und die Grenzen der Übertragung serieller Narration auf Musikvideos reflektiert und die Anwendbarkeit verschiedener Serienformate bewertet.
Musikvideo, Serielle Narration, Cliffhanger, Episodischer Aufbau, Musikfernsehen, Erzählstrukturen, Schnittrhythmus, Performance-Video, Konzeptvideo, Visuelle Binnenstruktur, YouTube, Videokategorisierung, Fortsetzungsserie, Flexi-Drama, Medienrezeption.
Die Arbeit untersucht, ob serielle Erzählstrukturen, wie sie aus dem TV-Bereich bekannt sind, erfolgreich auf Musikvideos übertragen werden können, um neue kreative Möglichkeiten zu schaffen.
Neben einer fundierten Aufarbeitung der Musikvideogeschichte behandelt die Arbeit die Theorie serieller Narration, Schnittdynamiken und die dramaturgische Strukturierung von Musikvideoreihen.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Potenzial und die Grenzen seriell erzählter Musikvideos zu gewinnen und zu evaluieren, ob ein kombinierter Kontext die Bindung zum Zuschauer stärken kann.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Musikvideos und Serienerzählungen mit einer anschließenden Fallstudie an der Musikvideoserie „Mitgehangen Mitgefangen“.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Musikvideos und der Serie sowie die praktische Analyse der genannten Musikvideoserie hinsichtlich Kategorisierung, Schnittrhythmik und erzählerischer Organisation.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie serielle Narration, Musikvideo, Cliffhanger, visuelle Binnenstruktur und Erzählstrukturen aus.
Die Unterscheidung erfolgt basierend auf dem Bildinhalt: Performance-Videos zeigen den Musiker in Aktion, während Konzeptvideos narrativen oder situativen Erzählstrukturen folgen.
Der Cliffhanger dient als entscheidendes Element, um die Neugier des Zuschauers über die kurze Laufzeit eines Musikvideos hinaus auf die nächste Folge zu lenken.
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