Masterarbeit, 2016
145 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
I EINLEITUNG
II SPRACHERWERB VOR DEM HINTERGRUND KULTURELLER UND WIRTSCHAFTLICHER BEZIEHUNGEN
2.1 Kulturförderung und Spracherwerb in Indonesien
2.1.1 Begriffliche Erklärung
2.1.2 Möglichkeiten des Kulturaustausches durch das Erlernen der Fremdsprache
2.1.3 Ein Blick in die Kultur- und Bildungszusammenarbeit
2.1.4 Zum Erwerb der deutschen Sprache in Indonesien
2.2 Spracherweiterung und ihre wirtschaftliche Bedeutung
2.2.1 Die Bedeutung der deutschen Sprache für ein „global playing“ und für wirtschaftliche Zusammenarbeit
2.2.2 Sprachkompetenz und Arbeitsmöglichkeit
III DAS AU-PAIR-PROGRAMM IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KULTURVERSTÄNDNIS UND DEM SPRACHERWERB
3.1 Das Au-pair-Programm im Umriss
3.1.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.1.2 Ziele und Kriterien
3.1.3 Vorbereitung und Durchführung
IV AU-PAIR-EINSATZ IM RAHMEN DER KULTURELLEN UND SPRACHLICHEN FÖRDERUNG: EINE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ÜBER DIE TÄTIGKEIT INDONESISCHER AU-PAIR-MÄDCHEN IN DEUTSCHLAND
4.1 Einführung
4.1.1 Methodologische Aspekte
4.1.2 Datenerhebung und Datenerfassung
4.1.3 Zielsetzung
4.2 Auswertung der Umfrage
4.2.1 Der situative Hintergrund
4.2.2 Die Sprache als Tor zur interkulturellen Begegnung
4.2.3 Interkulturelle Begegnung als Herausforderung und Chance
4.2.4 Kritische Würdigung
4.3 Handreichung für die Praxis
4.4 Implikationen für den DaF-Unterricht in Indonesien
4.4.1 Kompetenzvermittlung aufgrund des praxisnahen Lernens und Verstehens
4.4.2 Horizonterweiterung im Hinblick auf Interkulturalität – Interkultureller Ansatz im Unterricht
4.4.3 Einsatz der Körpersprache im Unterricht
4.4.4 Spracherwerb durch „Mitspielen“ im kulturellen Kontext
4.4.5 Interkulturelle Begegnung als „reflexives Lernen“: Auseinandersetzung mit dem Fremden und Eigenen
V SCHLUSSFOLGERUNG
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Au-pair-Einsatzes indonesischer Frauen in Deutschland, um deren Erfahrungen im Hinblick auf den Spracherwerb und das kulturelle Verständnis zu analysieren. Das primäre Ziel ist es, diese empirischen Erkenntnisse zu nutzen, um fundierte Implikationen für die Gestaltung des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts (DaF) in Indonesien abzuleiten.
Fremdheit
Die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen bedingt eine Auseinandersetzung mit dem Eigenen und dem Fremden. Die Problematik „das Eigene und das Fremde“ wurde in den vergangenen Jahren von zahlreichen Studien unter dem Begriff „Fremdforschung“ bzw. „Wissenschaft des Fremden“ thematisiert. Im dynamischen Prozess einer Identifizierung (kultureller Identität) stellt auch die Frage nach dem Eigenen und dem Fremden. Das Wort „Fremd[en] verweist darauf, was wir nicht kennen, womit wir nicht vertraut sind, wofür wir noch keinen Begriff gefunden haben oder was noch keinem der alltäglich verfügbaren Begriffe zugeordnet werden kann. Das Eigene ist das Vertraute, das uns Bekannte.“ Von hier her verstehen wir, dass Fremdheit nicht außerhalb, sondern im Menschen selbst beginnt und immer nur im Vergleich zur eigenen Kultur und zum Bereich des Vertrauten, zur Beziehungsebene, verstanden wird.
Das Fremde oder die Fremdheit ist mit dem Verhältnis zwischen Menschen verbunden und vom Kontext abhängig, wie Klaus Wahl u.a. ausführen:
„Der vage Begriff des ‚Fremden‘ … bezieht sich auf Menschen, die anderen subjektiv, aufgrund ihrer Vorerfahrung, von der äußeren Erscheinung her, kulturell, sprachlich, usw. unvertraut, unverständlich, fern, eben ‚fremd‘ erscheinen. Damit ist ‚Fremdheit‘ auch eine situations- und zeitabhängige Variable. Insbesondere kann sie auch auf kulturell, sprachlich von ihrer Herkunft her … unvertraute Personen angewandt werden.“
I EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von kultureller und sprachlicher Auslandserfahrung im Kontext der globalisierten Welt und führt in die Thematik der indonesischen Au-pairs in Deutschland ein.
II SPRACHERWERB VOR DEM HINTERGRUND KULTURELLER UND WIRTSCHAFTLICHER BEZIEHUNGEN: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Begriffen wie Kultur, Interkulturalität und deren Verknüpfung mit dem Spracherwerb und wirtschaftlichen Interessen.
III DAS AU-PAIR-PROGRAMM IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KULTURVERSTÄNDNIS UND DEM SPRACHERWERB: Es werden die historischen Hintergründe, Ziele und Kriterien des Au-pair-Programms sowie die Vorbereitungsschritte dargestellt.
IV AU-PAIR-EINSATZ IM RAHMEN DER KULTURELLEN UND SPRACHLICHEN FÖRDERUNG: EINE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ÜBER DIE TÄTIGKEIT INDONESISCHER AU-PAIR-MÄDCHEN IN DEUTSCHLAND: Der empirische Hauptteil analysiert Interviews mit indonesischen Au-pairs, wertet deren Erfahrungen aus und diskutiert Implikationen für den DaF-Unterricht.
V SCHLUSSFOLGERUNG: Die Abschlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Rolle des Au-pair-Einsatzes als Bereicherung für die persönliche Entwicklung und den DaF-Unterricht hervor.
Au-pair, Deutsch als Fremdsprache, Indonesien, interkulturelles Lernen, Sprachkompetenz, Kulturverständnis, interkulturelle Begegnung, Bildungszusammenarbeit, Fremdverstehen, soziale Identität, Körpersprache, Kulturschock, globalisierte Welt, Sprachdidaktik, beruflicher Werdegang
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss Au-pair-Aufenthalte indonesischer Frauen in Deutschland auf deren Sprachkenntnisse und ihr Verständnis der deutschen Kultur haben und wie diese Erkenntnisse in den DaF-Unterricht in Indonesien integriert werden können.
Zentrale Felder sind interkulturelle Kommunikation, der Zusammenhang von Sprache und Kultur, Bildungszusammenarbeit sowie die praktische Auswertung von Au-pair-Erfahrungen mittels qualitativer Interviews.
Das Ziel ist es, den Au-pair-Einsatz als potenzielle Brücke für das Studium und die berufliche Karriere in Indonesien zu validieren und Strategien für einen praxisnahen DaF-Unterricht zu entwickeln.
Die Autorin nutzt die Methode der qualitativen Sozialforschung, insbesondere die hermeneutische Wissenssoziologie, gestützt durch 15 Experten-Interviews mit indonesischen Au-pairs.
Im Hauptteil werden neben einer theoretischen Fundierung der Begriffe vor allem die Ergebnisse einer eigenen Umfrage detailliert analysiert, inklusive der verschiedenen Motivationen, Schwierigkeiten bei der Kulturanpassung und der Sprachverbesserung.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von eigenen Au-pair-Erfahrungen der Autorin mit fundierter Theorie und einer empirischen Analyse aus, die speziell die Bildungslandschaft und den DaF-Unterricht in Indonesien kritisch hinterfragt.
Die Autorin betont, dass Körpersprache ein eigenständiger, oft unterschätzter Bestandteil interkultureller Kommunikation ist, der explizit als Lernziel und Lehrmittel im Fremdsprachenunterricht verankert werden sollte.
Viele Indonesier betrachten Au-pair-Einsätze fälschlicherweise als minderwertige Arbeit. Die Autorin möchte durch ihre Arbeit dazu beitragen, dieses Image zu verbessern und das Programm als wertvollen Kulturaustausch zu positionieren.
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