Bachelorarbeit, 2018
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Prozess der Inbetriebnahme
2.1 Standortsuche und Grundstücksicherung
2.2 Genehmigungsverfahren
2.2.1 Gesetze und Regelwerke beim Genehmigungsverfahren
2.2.2 Rechtsgrundlagen für Ersatz- oder Ausgleichmaßnahmen
3. Besondere Aspekte der Rechnungslegung
3.1 Das Konzept zur rechtlichen Gestaltung von Betreibergesellschaften
3.2 Anschaffungskosten
3.2.1 Einzeln zu bewertende Wirtschaftsgüter bzw. Vermögensgegenstände
3.2.2 Nutzungsdauer
3.2.3 Aufteilung der einzeln zu bewertenden Wirtschaftsgüter bzw. Vermögensgegenstände
3.2.4 Anschaffungskosten der zweiten Stufe sowie sofort abziehbare Betriebsausgaben bzw. Aufwendungen
3.2.5 Abschreibungsbeginn
3.2.6 § 7g EStG Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung
3.2.7 Gesamtüberblick
3.3 Rückstellung für Rückbaukosten
3.3.1 Sicherheitsleistung
3.3.2 Rückbaurückstellung nach HGB und EStG
3.3.3 Beispiel zur Berechnung der Rückbaurückstellung nach HGB und EStG
4. Finanzierung
4.1 Kostenfaktoren
4.1.1 Gesamtinvestitionskosten
4.1.2 Laufende Betriebskosten
4.2 Jährliche Energielieferung
4.2.1 Exkurs über die Ausschreibung anhand des einstufigen Referenzertragsmodelles nach EEG 2017
4.2.2 Beispiel zur Berechnung der Energielieferung
4.3 Projektfinanzierung
4.3.1 Risikoidentifikation
4.3.2 Cashflow-Berechnung anhand von Risikoquantifizierung
4.3.3 Anpassung der Finanzierungsstruktur
5. Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, Windenergie-Interessierten eine fundierte Orientierung über die komplexen Prozesse bei der Inbetriebnahme von Onshore-Windenergieanlagen zu bieten. Dabei werden die zentralen Herausforderungen in den Bereichen Rechnungslegung und Projektfinanzierung analysiert, um rechtliche und finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten sowie Risiken transparent zu machen.
3.2.1 Einzeln zu bewertende Wirtschaftsgüter bzw. Vermögensgegenstände
In der Regel gilt für Anschaffungskosten und deren Nebenkosten, wenn sie handelsbilanziell als Vermögensgegenstände sowie steuerbilanziell als Wirtschaftsgüter ausgewiesen sind, das Maßgeblichkeitsprinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB i. V. m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG. Um Anschaffungskosten zu deklarieren, müssen die Tatbestandsmerkmale, dass es sich um geleistete Aufwendungen zum Erwerb eines Vermögensgegenstandes mit dem Ziel, diesen in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, solange die Aufwendungen den Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, gemäß § 255 Abs.1 Satz 1 HGB vorliegen. Wenn Nebenkosten, nachträgliche Anschaffungskosten oder Anschaffungspreisminderungen den Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, sind diese nach § 255 Abs.1 Satz 2 HGB anzusetzen. Die Kosten für das Fundament, den Kompakttransformator, die interne Verkabelung, den Generator, die Rotorblätter, die Niederspannungsverkabelung, den Niederspannungsverteiler, die Mittelspannungsverkabelung, die Ringschaltung, die Übergabestation sowie die Zuwegung sind die Hauptelemente der Anschaffungskosten für Onshore-Windenergieanlagen. Diese Aufwendungen bieten gesetzlichen Spielraum zur bilanziellen Ansetzung nach der Auslegung der Einzelbewertung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG.
Es entsteht zum einen der Eindruck, dass alle Kosten der Hauptelemente und deren Nebenkosten einer Onshore-Windenergieanlage als ein einzeln bewertbarer Vermögensgegenstand bzw. Wirtschaftsgut (technische Anlage) in der Bilanz ausgewiesen werden können und die Abschreibungsdauer nach der AfA-Tabelle 16 Jahre anhand der Nutzungsdauer von Windenergieanlagen beträgt. Zum anderen könnte die Einzelbewertung nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB i. V. m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG auch so auslegt werden, dass die Kosten für die Hauptelemente und deren Nebenkosten einer Onshore-Windenergieanlage aus verschiedenen einzeln zu bewertenden Wirtschaftsgütern bzw. Vermögensgegenständen bestehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Aufschwung der Onshore-Windenergie seit dem Atomausstieg und skizziert die wesentlichen Ziele der Arbeit hinsichtlich Rechnungslegung und Finanzierung.
2. Prozess der Inbetriebnahme: Das Kapitel erläutert die komplexen Anforderungen an Standortwahl, Grundstückssicherung und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Genehmigungsverfahren auf verschiedenen Verwaltungsebenen.
3. Besondere Aspekte der Rechnungslegung: Hier werden die bilanziellen Herausforderungen, insbesondere die Kategorisierung von Anschaffungskosten und die Rückstellungsbildung für Rückbauverpflichtungen nach HGB und EStG, detailliert untersucht.
4. Finanzierung: Dieses Kapitel analysiert Kostenfaktoren, Prognosemodelle für die Energielieferung unter EEG 2017 sowie die risikoorientierte Optimierung der Finanzierungsstruktur für Windenergieprojekte.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer exakten Planung von Fertigstellung und Gefahrübergang, um finanzielle Risiken zu minimieren und die steuerliche Effizienz zu wahren.
Onshore-Windenergie, Inbetriebnahme, Rechnungslegung, Anschaffungskosten, Rückbaurückstellung, EEG 2017, Projektfinanzierung, Cashflow-Berechnung, Risikoidentifikation, Investitionskosten, Gewerbesteuer, Wirtschaftlichkeit, Bilanzierung, Schuldendienst, Erneuerbare Energien.
Die Arbeit behandelt die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte bei der Realisierung von Onshore-Windenergieanlagen, mit einem Fokus auf Inbetriebnahme, bilanzielle Behandlung und Finanzierung.
Die Schwerpunkte liegen auf den Genehmigungsverfahren, der bilanziellen Einordnung von Investitionskosten, der Berechnung von Rückbaukosten und der strukturierten Projektfinanzierung.
Das Ziel ist es, Windenergie-Interessierten fundierte Antworten zu rechtlichen Anforderungen, bilanziellen Gestaltungsmöglichkeiten und der Absicherung finanzieller Risiken zu liefern.
Die Arbeit nutzt eine detaillierte Analyse gesetzlicher Regelungen, eine bilanzrechtliche Untersuchung sowie quantitative Modellrechnungen für die Projektfinanzierung und Energielieferungsprognose.
Im Hauptteil werden der Prozess der Inbetriebnahme, die bilanzielle Behandlung nach HGB und EStG (insb. Abschreibungen und Rückstellungen) sowie verschiedene Szenarien der Finanzierung und Risikoquantifizierung behandelt.
Wesentliche Begriffe sind Anschaffungskosten, Rückbaurückstellung, EEG 2017, Cashflow-Berechnung und die rechtliche Gestaltung der Betreibergesellschaft.
Da die Gewerbesteuerpflicht bei Personengesellschaften mit der Inbetriebnahme beginnt, führt eine fehlerhafte zeitliche Planung dazu, dass Umsatzerlöse anfallen, während die steuermindernde Abschreibung noch nicht greift.
Das Risikomanagement identifiziert endogene und exogene Risiken, um durch geeignete Verträge und Finanzierungsstrukturen (wie die Schuldendienstreserve) ein positives Rating-Ergebnis bei finanzierenden Banken zu sichern.
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