Examensarbeit, 2018
70 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I. Einleitung
II. Hauptteil
1. Definition und Differenzierung von sozialen Netzwerkseiten
2. Das Freundschaftsnetzwerk Facebook und seine Bilderwelten
2.1 Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte
2.2 Aufbau der Facebook-Startseite
2.3 Die Facebook-Profilseite und der Stellenwert der Bilder
2.4 Profilbilder: spezifische Merkmale & Gestaltungsstrategien
2.5 Selektionskriterien von Profilbildern
2.6 Bildkommunikation und -interaktion
2.7 Funktionen von Bildern auf sozialen Onlinenetzwerken
3. Kategorisierung der Gestaltungsstrategien in Profilbildern
3.1 Soziale Distanzen durch bildliche Repräsentation
3.2 Blickkategorien mit übereinstimmender Posentypologie
3.3 Kanonisierung von Profilbild-Typen
4. Psychologische & soziologische Gründe für die Verwendung fotografischer Selbstporträts in Profilbildern
4.1 Selbstdarstellung und altersabhängige Identitätsarbeit
4.2 Anschlusskommunikation
4.3 Gesellschaftliche Konventionen
4.4 Schutz- oder Distanzhalter
5. Konsequenzen & Schattenseiten der medialen Selbstvisualisierung
5.1 Orientierung an einer Ökonomie der Aufmerksamkeit
5.2 Normierung des Selbst
5.3 Fortschreitende Normalisierung der Selbstobjektivierung & Objektivierung durch andere
5.4 Bedrohung der Privatsphäre durch Datenschutzmängel
III. Schlusswort
Diese Arbeit untersucht die mediale Selbstinszenierung von Jugendlichen auf dem sozialen Netzwerk Facebook, wobei der Fokus auf der Bedeutung und Funktion von fotografischen Profilbildern liegt. Ziel ist es, ein Raster zur Kategorisierung dieser Bilderwelten zu entwickeln und die psychologischen sowie soziologischen Beweggründe der Nutzer für ihre Selbstdarstellung zu erforschen.
2.4 Profilbilder: spezifische Merkmale & Gestaltungsstrategien
Angesichts ihres zentralen Erscheinungsbildes sind Profilbilder die wichtigste Bildgattung auf der Profilseite der Nutzer. Was zum einen an ihrer Funktion als Identifikationsnachweises liegt, zum anderen dienen sie auch als eine Art Stellvertreter des Kommunikationspartners. Da dieser kann im virtuellen Raum nicht körperlich anwesend sein kann, fungiert das Bild somit als visueller Vertreter bei verschiedenen schriftlichen Interaktionen auf SNS.39
Natürlich gibt es zwischen analoger und virtueller Kommunikation Disparitäten. Nach Geser ist elementare Kommunikation als „Gesamtheit aller sozialen Verhältnisse, die auf der objektiven Randbedingung einer simultanen körperlichen Anwesenheit mehrerer menschlicher Personen am selben Ort beruhen“40 zu beschreiben. Dies ist bei einer virtueller Interaktion nicht gegeben und somit können das Erscheinungsbild sowie Gestik und Mimik einer Person nicht dabei helfen, die Bedeutung einer Aussage zu entschlüsseln. Doch können diese symbolisch ersetzt werden, da die bildlichen Repräsentationsformen auf SNS mit ihren Darstellungsformen und Aussagen den von Offline-Interaktionen entsprechen.41 So können mithilfe des Profilbildes zumindest in Ansätzen persönliche Erscheinung und Gestik vermittelt und während interaktiver Tätigkeiten körperliche Anwesenheit vorgetäuscht werden.
Durch die gesonderte Platzierung auf der Profilseite und mit Funktion zur Unterstützung der Wiedererkennbarkeit, hat das Profilbild eine bedeutende Sonderstellung. Dies wird schon beim Anlegen des eigenen Profils deutlich, da für das spätere Profilbild bereits eine Art genderspezifischer Scherenschnitt eingefügt ist (siehe Abb. 3). So werden User schon indirekt aufgefordert eine Fotografie von sich selbst zur persönlichen Gestaltung des Profils einzufügen. Sarah Kessler konnte den großen Aufmerksamkeitsanteil auf das Profilfoto via Eye-Tracking Verfahren belegen. Demzufolge dominiert das Profilbild den Gesamteindruck durch die plakative Platzierung als Einzelbild.42 Kessler belegt somit den hohen Stellenwert der Profilbilder auf Social-Media-Plattformen wie Facebook.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Smartphone-Fotografie und der Selbstinszenierung im Internet, insbesondere durch das Phänomen 'Selfie' auf Plattformen wie Facebook.
II. Hauptteil: Der Hauptteil umfasst die technische Definition von sozialen Netzwerken, eine tiefgehende Analyse der Profilbild-Gestaltungsstrategien, deren Kategorisierung sowie eine psychologisch-soziologische Betrachtung der Identitätsarbeit und der Risiken durch Selbstoffenbarung.
III. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass Profilbilder eine zentrale Rolle bei der Identitäts- und Beziehungsarbeit Jugendlicher spielen, und betont die Notwendigkeit, eine Balance zwischen öffentlicher Selbstinszenierung und dem Schutz der Privatsphäre zu finden.
Profilbilder, soziale Netzwerke, Selbstinszenierung, Identitätsarbeit, Selfie, Facebook, Bildkommunikation, Privatsphäre, Jugendliche, Medienkompetenz, soziale Distanz, Körperpräsentation, digitale Identität, Peergroup, Datenschutz.
Die Arbeit analysiert, wie Jugendliche und junge Erwachsene das soziale Netzwerk Facebook nutzen, um sich mittels Profilbildern medial zu inszenieren und welche Rolle diese Bilder in ihrer Kommunikation spielen.
Zentral sind die Themenbereiche Bild- und Selbstinszenierung, mediale Identitätsarbeit, soziale Distanz, die Bedeutung von Profilbildern als Kommunikationsmittel und die Risiken hinsichtlich Datenschutz und öffentlicher Preisgabe persönlicher Daten.
Das primäre Ziel ist es, die vielschichtigen Strategien der Selbstvisualisierung zu klassifizieren und zu erklären, warum Jugendliche trotz Sicherheitsrisiken private Informationen in Form von (Selbst-)Porträts veröffentlichen.
Die Autorin kombiniert medienwissenschaftliche Theorien, wie das 'Impression Management' nach Erving Goffman, mit einer qualitativen Analyse von Profilbild-Beispielen aus der eigenen Forschung und vorhandenen Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische und soziale Struktur von Facebook-Profilen, die Typologisierung von Profilbildern – von 'Dummys' bis zu 'Gestenlastigen Posen' – sowie die psychologischen Gründe für die Selbstoffenbarung der Nutzer.
Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstinszenierung, Identitätsmanagement, Soziale Netzwerke (SNS), Bilderwelten, digitale Selbstrepräsentation und die Balance zwischen sozialer Sichtbarkeit und Privatsphäre.
Das Selfie ermöglicht es Jugendlichen, ihr eigenes Image aktiv zu gestalten, Momente ihrer Identitätsentwicklung festzuhalten und durch das Feedback ihrer Peergroup (Likes/Kommentare) soziale Anerkennung und Bestätigung zu erfahren.
Die Arbeit warnt vor dem Verlust der Kontrolle über Bildmaterial, dem Druck zur Selbstoptimierung in einer 'Ökonomie der Aufmerksamkeit' sowie vor Risiken durch Datenschutzmängel, die eine langfristige Image-Gefährdung bedeuten können.
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