Examensarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Frankenstein
Grundlagen
Mythische Grundlagen
Prometheus und Frankenstein
Technische und wissenschaftliche Grundlagen
Hermetik
Alchemisten: Paracelsus, Cornelius Agrippa, Albertus Magnus, Faust
Moderne wissenschaftliche Grundlagen
Physiognomik
Literarische Grundlagen
Frankenstein als Science Fiction
Star Trek
Die Monster
Kennzeichnung der Monstrosität in Star Trek
Konkrete Beispiele
Data
Borg
Seven of Nine
Doctor
Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht, wie das Frankensteinthema – insbesondere das Motiv der Erschaffung künstlichen Lebens und die damit verbundene gesellschaftliche sowie ethische Verantwortung – in der Fernsehserie Star Trek aufgegriffen und variiert wird. Dabei wird analysiert, inwieweit die künstlichen Wesen der Serie, wie Data, die Borg, Seven of Nine oder der Doktor, als moderne Entsprechungen von Mary Shelleys Frankenstein-Kreatur fungieren und welche Rolle das Aussehen bei ihrer sozialen Integration spielt.
Prometheus und Frankenstein
Schon der Titel Frankenstein; or the Modern Prometheus macht es zwingend notwendig sich mit den Parallelen und Abweichungen der Figur Victor Frankensteins mit und von der Vorlage des klassischen Prometheus zu beschäftigen. Vor allem dann, wenn man sich dem Problem der Erschaffung von Leben widmet.
Zu Anfang tritt Frankenstein mit der Absicht an, Krankheit und Tod, die Übel der Welt, die als Strafe für den Feuerraub des klassischen Prometheus pyrphoros durch Pandora zu den Menschen gebracht worden waren, von der Erde zu verbannen. Prometheus selbst war hierzu nicht mehr in der Lage gewesen. Frankensteins Vorhaben ist es, das Werk des Prometheus zu vollenden indem er für dessen Geschöpfe sorgt und das Leid, das Pandora auf die Welt brachte wieder zu verbannen. Anders als Prometheus versucht er dies nicht aus Liebe zu den Menschen zu tun, sondern um seines eigenen Ruhmes willen:
„Wealth was an inferior object; but what glory would attend the discovery, if I could banish disease from the human frame, and render man invulnerable to any but a violent death.“
Die hier beschriebene Erlösung des Menschen von jedem anderen als dem gewaltsamen Tod würde dem Fund des Elixiers des Lebens gleichkommen, nach dem die Alchemisten suchten. Im Laufe der Zeit und mit dem Fortschreiten seiner Forschungen hört Frankenstein auf, dem klassischen Prometheus zu folgen, denn er bemerkt, dass sein ursprüngliches Vorhaben nicht durchführbar ist. Er beschließt, ein eigenes Menschengeschlecht durch die Schaffung einer eigenen Kreatur zu begründen und erhebt sich durch diesen Schritt selbst zu neuen, dem modernen Prometheus.
Einleitung: Einführung in das Frankensteinthema und die Relevanz der Untersuchung innerhalb des Star Trek-Universums.
Frankenstein: Detaillierte Analyse der Ursprünge der Frankenstein-Kreatur, unterteilt in mythologische, alchemistische und wissenschaftliche Grundlagen sowie die Rolle der Physiognomik.
Literarische Grundlagen: Untersuchung der Verbindungen zwischen dem Roman und anderen literarischen Werken wie Miltons Paradise Lost und Goethes Faust.
Frankenstein als Science Fiction: Einordnung von Frankensteins Geschichte in das Genre der Science Fiction und Diskussion der wissenschaftlichen Logik des Romans.
Star Trek: Grundsätzliche Betrachtung der Darstellung von Monstern und der Kennzeichnung von Monstrosität in der Serie.
Konkrete Beispiele: Vertiefende Analyse der Charaktere Data, Borg, Seven of Nine und des Doktors unter dem Aspekt ihrer Ähnlichkeit zur Frankenstein-Kreatur.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Variationen des Frankensteinthemas in Star Trek und deren Bedeutung für die moderne Wissenschaftskritik.
Frankenstein, Mary Shelley, Star Trek, Science Fiction, Alchemie, Künstliches Leben, Physiognomik, Data, Borg, Seven of Nine, Doktor, Ethik, Wissenschaftskritik, Prometheus, Monstrosität
Die Arbeit untersucht die inhaltlichen und philosophischen Parallelen zwischen Mary Shelleys Frankenstein und verschiedenen Charakteren sowie Themenfeldern innerhalb der Science-Fiction-Serie Star Trek.
Im Zentrum stehen die Erschaffung künstlichen Lebens, die moralische Verantwortung des Schöpfers gegenüber seinem Geschöpf, die Rolle der Physiognomik bei der gesellschaftlichen Ausgrenzung und die Technikfolgenabschätzung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Frankensteinthema in Star Trek variiert wird und ob die "künstlichen Wesen" der Serie als moderne Spiegel für die ethischen Fragen des 19. Jahrhunderts dienen können.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche, vergleichende Analyse, die sowohl den Ursprungstext (Frankenstein) als auch die episodische Struktur von Star Trek-Serien (TNG, VGR) gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Frankenstein-Grundlagen und eine anwendungsorientierte Untersuchung spezifischer Star Trek-Figuren (Data, Borg, Seven of Nine, der Doktor) in Bezug auf ihre Genese und Integration.
Zentrale Begriffe sind neben Frankenstein und Star Trek vor allem Künstliches Leben, Ethik, Wissenschaftskritik, Physiognomik und der moderne Prometheus.
Data fungiert als erste "frankensteinische" Kreatur der Serie, deren Wunsch nach Menschlichkeit und deren Kampf um Anerkennung als Individuum den Kernkonflikt zwischen Schöpfer (Soong) und Geschöpf verdeutlicht.
Die Borg verkörpern die negativen Konsequenzen der Technikgier und den Verlust der Individualität, was sie zu einem dystopischen Gegenentwurf zu einer harmonischen Gesellschaft macht, die auf Toleranz gegenüber dem "Anderen" basiert.
Der Doktor entwickelt sich vom reinen Computerprogramm zu einem empfindungsfähigen Wesen, das aktiv um seine Rechte kämpft, was die Frage nach der Definition von "Leben" und "Personsein" aufwirft.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Frankensteinthema angesichts moderner Entwicklungen in der Genetik und Robotik nichts an Aktualität verloren hat und weiterhin als Warnung vor verantwortungsloser wissenschaftlicher Hybris dient.
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