Bachelorarbeit, 2004
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Projektbeschreibung
1.2 Zielstellung
1.3 Anlage der Untersuchung
2 Untersuchungsmethodisches Vorgehen
2.1 Stichprobe
2.2 Methoden der Datenerfassung
2.2.1 Anthropometrische Messungen zur Ermittlung des physischen Gesundheitszustandes
2.2.2 Sportmotorische Tests zur Erfassung der physischen Leistungsfähigkeit
2.2.3 Herzfrequenzmessungen zur Erfassung der physischen Beanspruchung
2.2.4 Befragung zur Erfassung des Aktivitätsverhaltens in Schule und Freizeit
2.3 Methoden der Datenauswertung
2.4 Methodenkritik
3 Ergebnisdarstellung und Wertung
3.1 Physischer Gesundheitszustand
3.1.1 Somatische Daten
3.1.2 Körperbauentwicklungsindex
3.1.3 Body - Mass - Index
3.1.4 Unfallverletzungen
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Physische Leistungsfähigkeit
3.2.1 Ganzkörperkoordination unter Zeitdruck und Präzision
3.2.2 Sprintschnelligkeit
3.2.3 Sprungkraft
3.2.4 Hüftbeweglichkeit
3.2.5 Grundlagenausdauer
3.2.6 Zusammenfassung
3.3 Physische Beanspruchung
3.3.1 Kategorisiertes Aktivitätsverhalten eines Tages im Schulwochenverlauf
3.3.2 Herzfrequenzverhalten im Tagesverlauf einer Schulwoche
3.3.3 Herzfrequenzverhalten bei kategorisierten Tätigkeiten über eine Schulwoche
3.3.4 Zusammenfassung
3.4 Aktivitätsverhalten in Schule und Freizeit
3.4.1 Schule
3.4.1.1 Schulweggestaltung
3.4.1.2 Pausengestaltung
3.4.1.3 Akzeptanz des Sportunterrichts
3.4.2 Freizeit
3.4.2.1 Freizeitbeschäftigungen.
3.4.2.2 Mitgliedschaft im Sportverein
3.4.2.3 Häufigkeit des unorganisierten Sporttreibens
3.4.3 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die Evaluation physischer Zustands- und Leistungsparameter bei 7- bis 18-jährigen Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern, um den Zusammenhang zwischen Alltagsgestaltung und physischer Leistungsfähigkeit zu untersuchen und Empfehlungen zur Behebung von Bewegungsdefiziten abzuleiten.
1.1 Projektbeschreibung
Aufgrund des soziokulturellen Strukturwandels von Kindheit und dessen Folgen, wie drohende Stagnation der psychophysischen Leistungsfähigkeit, verstärkt auftretende gesundheitliche Probleme sowie eine Zunahme der durch motorische Ungeschicklichkeit begründeten Unfälle heutiger Kinder, bedarf es Untersuchungen zur Auseinandersetzung dieser Problemlage.
Die körperbetonte Freizeitgestaltung heutiger Kinder und Jugendlicher wird geprägt von Inaktivität, Desinteresse sowie Unwissenheit bezüglich vorhandener Möglichkeiten. Die Einflüsse der Umwelt werden oft nur audio-visuell im Kinderzimmer durch eine Vielfalt neuer Medien wahrgenommen. Durch diese Entwicklung bleiben Elemente der Körperwahrnehmung und Körpererfahrung den Kindern und Jugendlichen von heute vorenthalten. Auch aus diesem Grund verzerrt sich der Blick auf die Möglichkeit zur Entdeckung von Fähigkeiten des eigenen Körpers, wodurch ein wesentliches menschliches Bedürfnis untergraben wird, das Bedürfnis des Menschen sich zu bewegen. Versteckte Ressourcen können nicht aktiviert werden und bleiben somit ungenutzt. Deshalb bleibt einem jungen Körper nicht nur die Möglichkeit verwehrt sein Leistungspotential auszuschöpfen, sondern auch die Fähigkeit zur selbsttätigen Gesunderhaltung in Form primärer Prävention.
Im Rahmen dieser Diskussion entstand das Forschungsprojekt „Kinder bewegt“. Sportwissenschaftler des Instituts für Sportwissenschaft, Mediziner des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin und Studierende der Universität Rostock, in kooperativer Zusammenarbeit mit Lehrern der Hansestadt Rostock sowie Mitarbeiter des Landesinstituts für Schule und Ausbildung fanden sich zusammen, um sich der genannten Problemlage zu stellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz des Forschungsprojekts „Kinder bewegt“ vor dem Hintergrund soziokultureller Veränderungen und definiert das Ziel der Untersuchung bei Kindern und Jugendlichen.
2 Untersuchungsmethodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert die Auswahl der Stichprobe, die angewandten sportmotorischen sowie anthropometrischen Messmethoden und die Verfahren der Datenauswertung.
3 Ergebnisdarstellung und Wertung: Dieser Hauptteil präsentiert die gewonnenen Daten zum physischen Gesundheitszustand, zur Leistungsfähigkeit und zum Beanspruchungsprofil im Schulalltag sowie zum allgemeinen Aktivitätsverhalten der Probanden.
Sportwissenschaft, Kinder bewegt, physischer Gesundheitszustand, physische Leistungsfähigkeit, Herzfrequenz, anthropometrische Messungen, Körperbauentwicklungsindex, Body-Mass-Index, motorische Entwicklung, Bewegungsdefizite, Aktivitätsverhalten, Schulalltag, Freizeitgestaltung, Sportverein, Rostocker Schulen.
Die Arbeit evaluiert physische Zustands- und Leistungsparameter von Kindern und Jugendlichen, um den Zusammenhang zwischen ihrem alltäglichen Aktivitätsverhalten und ihrer körperlichen Fitness zu beleuchten.
Die Arbeit fokussiert sich auf den physischen Gesundheitszustand, die sportmotorische Leistungsfähigkeit, die Herz-Kreislauf-Beanspruchung im Schulwochenverlauf sowie das Bewegungsverhalten in der Schule und Freizeit.
Ziel ist es, aus den erhobenen Daten Erkenntnisse über den aktuellen physischen Zustand der Kinder zu gewinnen und daraus fundierte Empfehlungen für das Kindes- und Jugendalter abzuleiten.
Es wird ein breit gefächertes Instrumentarium genutzt: anthropometrische Messungen (BMI, KEI), sportmotorische Tests (KTK, PWC170, Jump and Reach etc.), Herzfrequenz-Langzeitaufzeichnungen sowie eine Befragung mittels Fragebogen.
Der Hauptteil präsentiert die Auswertung der somatischen Daten, der verschiedenen Testbatterien zur Leistungsfähigkeit und analysiert das Aktivitäts- und Freizeitverhalten differenziert nach Klassenstufen und Schulformen.
Wichtige Begriffe sind Sportwissenschaft, Bewegungsdefizite, Herzfrequenzmessung, motorische Entwicklung, Körperbauentwicklungsindex und das Forschungsprojekt „Kinder bewegt“.
Die Analyse zeigt, dass Schüler der Gesamtschulen in KLS 7 teilweise deutlich schlechtere physische Leistungswerte und einen anderen Gesundheitsstatus aufweisen als gleichaltrige Schüler an Gymnasien.
Die Untersuchung macht deutlich, dass Geschlechterunterschiede bei der physischen Entwicklung und dem Bewegungsverhalten (z.B. Sportinteresse vs. leichte Bewegung) im Altersgang variieren und der puberale Entwicklungsvorsprung bei Mädchen eine wesentliche Rolle spielt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Jungen eine durchweg geringe Hüftbeweglichkeit aufweisen, was laut Autor bei älteren Schülern aufgrund von Versteifungen im Bewegungsapparat kritisch zu betrachten ist.
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