Magisterarbeit, 2002
80 Seiten, Note: 1,7
Einführung
1. Alter und Altern als Thema der Soziologie
2. Demographische Alterung, ihre Ursachen und Prognosen
3. Theoretischer Überblick
4. Die neuen Alten – ein Produkt des Strukturwandels des Alters
4.1 Auswirkungen der veränderten Altersstruktur und der sich verändernden Alternsbedingungen auf Individuum und Gesellschaft
4.2 Konzepte des gesellschaftlichen Strukturwandels des Alters
4.2.1 Verjüngung des Alters
4.2.2 Entberuflichung
4.2.3 Feminisierung des Alters
4.2.4 Singularisierung
4.2.5 Hochaltrigkeit
4.3 Die neuen Alten und ihre empirische Begrenztheit: Weitere Erklärungsansätze
4.4 Verhaltensdiskrepanzen der neuen Alten
5. Kritische Betrachtungsweisen zum Strukturwandel-Ansatz
6. Das Altersbild einer aktiv gebliebenen Generation in Gesellschaft, Medien und Werbewelt
7. Lebensstile, Bedürfnisse, Konsumverhalten
8. Produktives Altern
9. Nachberufliche Tätigkeiten im Bildungsbereich
9.1 Bildungsangebot Volkshochschule
9.2 Seniorenstudium als wissenschaftliche nachberufliche Aktivität
9.3 Junge Alte und neue Techniken
10. Funktion und Bedeutung der nachberuflichen Weiterbildung
Diese Magisterarbeit untersucht die Entstehung, Bedürfnisse und Aktivitäten der sogenannten „neuen“ oder „jungen“ aktiven Alten. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, wie sich diese wachsende Bevölkerungsgruppe, die durch vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und eine höhere Lebenserwartung geprägt ist, soziologisch abgrenzen lässt und welche Rolle Weiterbildung sowie neue Lebensentwürfe für ihre gesellschaftliche Teilhabe spielen.
Die neuen Alten – ein Produkt des Strukturwandels des Alters
Das Anliegen Tews besteht darin, in seinem soziologisch-deskriptiven Ansatz die Lebenslagen älterer und alter Menschen unter Berücksichtigung der strukturellen Veränderungen des Alters in unserer Gesellschaft zu beschreiben. Der „sich wandelnde gesellschaftlich-strukturelle Kontext des Alters, in den Einstellungs- und Verhaltensänderungen eingebettet sind“ (Tews, 1989, S. 126), gestaltet einerseits maßgeblich die Lebenssituation im Alter (vgl. ebd. S. 130) und wirft andererseits die Frage auf, inwieweit es das gesellschaftliche Phänomen der „neuen Alten“ bzw. ein „neues Alter“ gibt (vgl. ebd., S. 126).
Wesentlich für Tews Ansatz ist die „Bestimmung individueller und kollektiver, in der Zeit ablaufender Prozesse/Übergänge/Veränderungen, die gesellschaftlich-strukturell verursacht oder wenigstens beeinflußt sind.“ (Tews, 1993, S. 15).
Ausgehend von einem Wandel der Struktur des Alters sowie veränderten strukturellen Rahmenbedingungen stellt er folgende drei Thesen auf:
1. Sozialstrukturelle Veränderungen beeinflussen am auffallendsten das soziale Alter.
2. Strukturelle Konzepte sind zur Beschreibung und Erklärung dieser Veränderungen notwendig.
3. Alter muss als Bestimmungsfaktor gesellschaftlicher Entwicklungen in die Betrachtungen mit einbezogen werden (vgl. ebd. S. 15).
1. Alter und Altern als Thema der Soziologie: Dieses Kapitel verortet das Altern innerhalb der Soziologie und diskutiert die Abkehr von einer rein am Berufsaustritt orientierten Altersbestimmung.
2. Demographische Alterung, ihre Ursachen und Prognosen: Hier werden die Ursachen des demographischen Wandels, wie Geburtenrückgang und gestiegene Lebenserwartung, sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur analysiert.
3. Theoretischer Überblick: Dieser Abschnitt beleuchtet klassische soziologische und psychologische Konzepte wie die Defizit-, Disengagement- und Aktivitäts-Theorie.
4. Die neuen Alten – ein Produkt des Strukturwandels des Alters: Es wird der Strukturwandelansatz nach Tews vorgestellt, der die Lebenslagen durch Konzepte wie Verjüngung, Entberuflichung und Feminisierung beschreibt.
5. Kritische Betrachtungsweisen zum Strukturwandel-Ansatz: In diesem Kapitel werden wissenschaftliche Gegenpositionen und Kritikpunkte an der Sichtweise von Tews reflektiert.
6. Das Altersbild einer aktiv gebliebenen Generation in Gesellschaft, Medien und Werbewelt: Diese Analyse untersucht den Einfluss von Massenmedien und Werbung auf die Konstruktion positiverer Altersbilder.
7. Lebensstile, Bedürfnisse, Konsumverhalten: Hier wird die Vielfalt der Lebensstile älterer Menschen und ihr gestiegenes wirtschaftliches Bedeutungspotential thematisiert.
8. Produktives Altern: Dieses Kapitel expliziert den soziologischen Begriff des „produktiven Alterns“ jenseits rein ökonomischer Wertschöpfung.
9. Nachberufliche Tätigkeiten im Bildungsbereich: Fokus auf Bildungsangebote wie die Volkshochschule und das Seniorenstudium als Mittel zur sinnerfüllten Lebensgestaltung.
10. Funktion und Bedeutung der nachberuflichen Weiterbildung: Fazit zur Relevanz lebenslangen Lernens für die Integration älterer Menschen in die Gesellschaft.
Neue Alte, Strukturwandel des Alters, Lebenslanges Lernen, Seniorenstudium, Demographische Alterung, Produktives Altern, Lebensstile, Konsumverhalten, Soziologie des Alterns, Entberuflichung, Altersbilder, Altersgruppen, Weiterbildung, Soziale Ungleichheit, Generationenvertrag
Die Arbeit untersucht die soziologische Phänomenologie der „jungen“ oder „neuen“ Alten, die sich durch veränderte Lebensbedingungen nach dem vorzeitigen Berufsaustritt auszeichnen.
Die zentralen Felder umfassen den Strukturwandel des Alters, die Rolle von Weiterbildungsangeboten, den Wandel der Altersbilder in Medien und Werbung sowie neue Lebensstile.
Das Ziel ist es, den Strukturwandel des Alters nach Hans Peter Tews darzustellen und aufzuzeigen, wie diese neue Altersphase aktiv gestaltet wird.
Es handelt sich um eine soziologisch-deskriptive Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung soziologischer Literatur, demographischer Daten und bestehender Studien zum Alternsverhalten basiert.
Im Hauptteil werden theoretische Ansätze zur Soziologie des Alterns, demographische Analysen, Konzepte des Strukturwandels sowie empirische Befunde zu Bildung und Konsum im Alter erläutert.
Zu den prägenden Begriffen zählen „Neue Alte“, „Strukturwandel des Alters“, „Entberuflichung“ und „produktives Altern“.
Bildung dient den „neuen Alten“ nicht primär der beruflichen Qualifikation, sondern der persönlichen Entfaltung, sozialen Teilhabe und dem Wunsch nach einer aktiven Lebensplanung.
Das Seniorenstudium wird nicht als therapeutische Beschäftigung begriffen, sondern als wissenschaftliche Aktivität, die zur intellektuellen Stimulation und zum sozialen Austausch mit anderen Generationen beiträgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

