Diplomarbeit, 2004
150 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Ziel und Methoden der Arbeit
2. Länderkunde
2.1. Einleitung
2.2. Die Geschichte der Länderkunde in Deutschland
2.3. Die Phase nach dem 2. Weltkrieg und der Kieler Geographentag
2.4. Das Institut für Länderkunde in Leipzig (IfL) und die Zukunft der Länderkunde
2.5. Adressaten/Adressatinnen, Leistung und ethnologische Perspektive der Länderkunde
2.6. Zusammenfassung
3. Film und Geographie
3.1. Stand der Forschung
3.2. Geographie und Dokumentationen– Einige Besonderheiten
4. Fernseh- und Medienforschung
4.1. Ansätze der Medienwirkungsforschung
4.2. Information versus Unterhaltung
4.3. Wissenschaftssendungen im Fernsehen
4.4. Anmerkungen zur Rezeption und Didaktik
5. Die Dokumentationen
5.1. Tourismus in der Karibik
5.2. Dokumentationen zur Reisevorbereitung?
5.3. Dokumentationen im deutschen Fernsehen: Wer bringt was?
5.4. Definition und Abgrenzung
6. Die Analyse der Dokumentationen
6.1. Festlegung der Kriterien
6.2. Vorstellung der Filme
7. Ergebnisse der Film-Auswertung
7.1. Ausführungen zur geographischen Länderkunde
7.2. Thematische Breite der behandelten Aspekte
7.3. Statistische Daten zu Land und Leuten
7.4. Historische Grundlagen
7.5. Natürliche Grundlagen
7.6. Gegenwärtige Wirtschafts- und Sozialstruktur
7.7. Erläuterung von Kultur und Gesellschaft
7.8. Umgang mit Stereotypen und Klischees
7.9. Versuch des Verstehens der Gesellschaft / Respekt vor der anderen Kultur
7.10. Ausführungen zu den praktischen Hinweisen
7.11. Ausführungen zur Gestaltung und Verständlichkeit
8. Zuschauererwartungen
8.1. Die Auswahl der Sendungen und Gründe dafür
8.2. Beeinflussung durch Dokumentationen, beliebteste Themen und Übereinstimmung mit eigenen Erfahrungen
9. Zusammenfassung der Auswertung und Ergebnisse der Untersuchung
10. Schlussbetrachtung
11. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Schnittstelle zwischen Geographie und Medienwissenschaften am Beispiel von Länderdokumentationen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zentrales Ziel ist es, zu klären, ob in diesen Beiträgen geographische sowie länderkundliche Aspekte adäquat vermittelt werden und inwieweit das Medium Fernsehen für eine wissenschaftliche Länderkunde geeignet ist.
3.2. Geographie und Dokumentationen– Einige Besonderheiten
Dokumentationen gehören zu den Klassikern des Fernsehprogramms. Kennzeichnend für den Versuch, die Wirklichkeit oder Ausschnitte von ihr abzubilden, ist die meist politische und kulturelle Prägung eines mannigfachen Themenspektrums sowie die individuelle Präsentationsweise. Im Vorwort einer Expertise der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) über Dokumentationen im Fernsehen heißt es: „Dem Zuschauer eröffnet das Fernsehen vor allem mit seinen dokumentarischen Formen mit dem notwendigen kritischen Blick ein >Fenster zur Welt“ (WOLF 2003:4).
Wegen der gesellschaftlichen Bedeutung, die dem Dokumentarischen als informierendem und gleichzeitig kritisch reflektierendem Ausdrucksform des Rundfunks zufällt, ist dieses Thema eine genauere Betrachtung aus geographischer Perspektive wert – insbesondere für Geographen und Geographinnen, die sich mit der Rolle der eigenen Wissenschaft in den modernen Massenmedien beschäftigen. Die Frage nach der fiktiven Konstruktion einer Landschaft ist nicht nur Gegenstand der Filmwissenschaft, sondern „auch und gerade der Geographie“ (BOLLHÖFER 2003:54).
Da Dokumentationen eher der Wirklichkeit zugewandt und auf Fakten zu beruhen scheinen, sind Geographen traditionell an diesem Genre mehr interessiert als an anderen. Hier wird – innerhalb des Erzählstranges – eine größere faktische Objektivität vermutet als bei fiktionalen Filmen, ein so genannter „objektiver Realismus“ wird unterstellt. Doch geben KENNEDY und LUKINBEAL zu bedenken, dass ebenso wie populäre Filme, „documentaries use narrative conventions (e. g., plot, storyline) as well as place and nature to construct realism“ (KENNEDY&LUKINBEAL 1997:40). Denn um eine Geschichte zu erzählen oder im speziellen Fall ein Land vorzustellen, werden zunächst bestimmte Themen ausgesucht – hier hat somit schon ein Selektionsprozess eingesetzt – und anschließend muss das Drehbuch umgesetzt und der Stoff brauchbar für das Medium gemacht werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit, die sich auf die Verbindung von Geographie und filmischer Länderkunde konzentriert.
2. Länderkunde: Es wird die historische Entwicklung der Länderkunde in Deutschland beleuchtet, von der Antike bis hin zu modernen interdisziplinären Ansätzen und der Rolle des Instituts für Länderkunde.
3. Film und Geographie: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit der medialen Repräsentation von Raum und der Frage, wie filmische Konstruktionen Wirklichkeit abbilden.
4. Fernseh- und Medienforschung: Das Kapitel analysiert die komplexen Wirkungsmechanismen von Massenmedien auf das Publikum sowie die Debatte um Information versus Unterhaltung.
5. Die Dokumentationen: Es wird der Tourismus in der Karibik als wirtschaftlicher Faktor dargestellt und die Relevanz von Dokumentationen für die Reisevorbereitung erörtert.
6. Die Analyse der Dokumentationen: Hier werden die methodischen Grundlagen für die Filmanalyse festgelegt, basierend auf Kriterien der Geographie und der Medienwissenschaft.
7. Ergebnisse der Film-Auswertung: Das Kapitel präsentiert eine detaillierte Analyse der zehn untersuchten Dokumentationen hinsichtlich verschiedener Kriterien wie Geographie, Kultur und Gestaltung.
8. Zuschauererwartungen: Die Ergebnisse einer empirischen Umfrage zeigen auf, wie das Publikum Dokumentationen auswählt, warum es sie anschaut und wie es die Inhalte wahrnimmt.
9. Zusammenfassung der Auswertung und Ergebnisse der Untersuchung: Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Analysen werden gebündelt und die Kernfragen der Arbeit beantwortet.
10. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über das Potenzial und die Grenzen des Fernsehens als Medium für geographische Bildungszwecke.
Länderkunde, Fernseh-Dokumentation, Geographie, Medienwirkung, Karibik, Film-Analyse, Tourismus, Wissensvermittlung, Rezeption, Kulturgeographie, Zuschauererwartungen, Realitätskonstruktion, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Stereotype, Didaktik.
Die Diplomarbeit untersucht die Qualität und wissenschaftliche Eignung von Länderdokumentationen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, speziell im Hinblick auf geographische Inhalte.
Die Arbeit behandelt die Geschichte der Länderkunde, medienwissenschaftliche Wirkungsforschung, die filmische Repräsentation der Karibik sowie die Erwartungshaltung des TV-Publikums.
Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob Fernseh-Dokumentationen geographische Sachverhalte korrekt vermitteln und wie Geographen zur inhaltlichen Verbesserung dieser Sendungen beitragen können.
Der Autor führt eine strukturierte Filmanalyse anhand eines Kriterienkatalogs durch und kombiniert diese mit den Ergebnissen einer empirischen Umfrage unter etwa 150 Zuschauern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Geographie und Medienforschung, gefolgt von einer detaillierten Auswertung ausgewählter Karibik-Dokumentationen.
Wichtige Begriffe sind Länderkunde, Mediale Konstruktion von Raum, Zuschauerforschung, Tourismus, Dokumentarfilm und interkulturelles Verständnis.
Die Karibik dient als Beispielregion, da sie durch starke Klischees ("Sonne, Strand und Palmen") geprägt ist, die eine spannende Untersuchung von Stereotypen in den Medien ermöglichen.
Die Arbeit diskutiert, wie widersprüchliche Informationen zwischen gesprochenem Text und gezeigten Bildern die Lern- und Erinnerungsleistung der Zuschauer beeinträchtigen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

