Diplomarbeit, 2004
99 Seiten, Note: 5 (entspr. deutscher Note 2)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Digitales Gut Software
2.1 Definition digitales Gut
2.2 Merkmale des digitalen Gutes Software
2.2.1 Angebotsseitige Merkmale
2.2.2 Nachfrageseitige Merkmale
3 Grundlagen Open Source Software (OSS)
3.1 Historische Entwicklung
3.1.1 Geschichte
3.1.2 Zusammenfassung
3.2 Definitionen und Lizenzen
3.2.1 Free Software (FS) versus Open Source Software (OSS)
3.2.2 Open Source Definition (OSD)
3.2.3 GNU / General Public License (GPL) und Copyleft
3.3 Begriffsabgrenzung
3.3.1 Proprietäre Software
3.3.2 Shareware
3.3.3 Freeware
3.3.4 Shared Source Software
3.3.5 Public Domain Software
3.3.6 Zusammenfassung Software-Lizenzmodelle
3.4 Open Source Software-Projekte heute
4 Geschäftsmodell-Ontologie
4.1 Definition Geschäftsmodell
4.2 Produkt
4.2.1 Wertbegründung
4.2.2 Werthöhe
4.2.3 Preishöhe
4.2.4 Lebenszyklus
4.3 Kundenmanagement
4.3.1 Kundenzielgruppe
4.3.2 Distributionskanal
4.3.3 Kundenbeziehung
4.4 Infrastrukturmanagement
4.4.1 Wertschöpfung
4.4.2 Fähigkeiten
4.4.3 Zusammenarbeit
4.5 Finanzielle Aspekte
4.5.1 Ertragsmodell
4.5.2 Kostenstruktur
5 Bausteine für OSS-Geschäftsmodelle
5.1 Geschäftsmodell Linux-Distributoren
5.1.1 Produkt
5.1.2 Kundenmanagement
5.1.3 Infrastrukturmanagement
5.1.4 Finanzielle Aspekte
5.1.5 Verdichteter Analyseraster Linux-Distributoren
5.2 Geschäftsmodell OSS-Anwendungs-Anbieter
5.3 Geschäftsmodell OSS-Dienstleistungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Bestimmungsfaktoren für Geschäftsmodelle im Bereich Open Source Software (OSS) zu identifizieren, indem sie eine Geschäftsmodell-Ontologie als Analyseinstrument nutzt, um die spezifischen Merkmale von OSS-Geschäftsmodellen zu strukturieren und zu beschreiben.
1.1 Problemstellung
Mit der Entwicklung und Verbreitung des Internets ergab sich die Möglichkeit, digitale Informationen praktisch beliebig oft auszutauschen und dies ohne grosse Berücksichtigung von Eigentumsrechten. Shapiro/Varian heben einerseits die Vorteile des Internets als neues, schnelles Distributionsmedium von digitalen Informationen hervor, sehen aber andererseits Probleme in der Tatsache, dass durch das Internet eine unkontrollierbare Kopiermaschine in Gang gesetzt wurde: „Digital information can be perfectly copied and instantaneously transmitted around the world, leading many content producers to view the Internet as one giant, out-of control copying machine“.2
Aufgrund dieser Tatsache entwickelten sich mindestens zwei unterschiedliche Perspektiven für die Vermarktungsweise von Software.3 Die erste fokussierte sich auf einen verbesserten Schutz der Urheberrechte von digitalen Informationen mit Hilfe von Lizenzen. Denn eine Software-Lizenz ist eine Art Vertrag, in dem eine Partei (Lizenzgeber) einer anderen (Lizenznehmer) bestimmte Nutzungsrechte an einer urheberrechtlich geschützten Software überlässt oder beschränkt.4
Nichtsdestotrotz ermöglichen die einfachen Kopiermöglichkeiten von digitalen Gütern das leichte Erstellen und Weiterverbreiten von unrechtmässigen Kopien, insbesondere von proprietärer Software. Gemäss Business Software Alliance (BSA) hat Softwarepiraterie im Jahre 2002 weltweit Verluste von 13,08 Milliarden Dollar verursacht.5
Die zweite Betrachtungsweise hingegen setzte sich zum Ziel, die freie Verbreitung von digitalen Informationen im Bereich Software unter den Begriffen „Free Software“ (FS) oder Open Source Software (OSS)“ zu fördern.6 Im Gegensatz zu proprietärer Software geht es bei FS und OSS nicht darum, Rechte einzuschränken,
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des digitalen Kopierens ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Digitales Gut Software: Das Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen digitaler Güter sowie deren angebots- und nachfrageseitige Besonderheiten.
3 Grundlagen Open Source Software (OSS): Es wird ein Überblick über die historische Entwicklung, die Definitionen und die Lizenzen von OSS gegeben sowie eine Abgrenzung zu anderen Lizenzmodellen vorgenommen.
4 Geschäftsmodell-Ontologie: Das Kapitel erläutert das theoretische Instrumentarium zur Beschreibung von Geschäftsmodellen, unterteilt in die vier Hauptelemente Produkt, Kundenmanagement, Infrastrukturmanagement und finanzielle Aspekte.
5 Bausteine für OSS-Geschäftsmodelle: Hier werden die erarbeiteten Analyseraster angewendet, um die Geschäftsmodelle Linux-Distributoren, OSS-Anwendungs-Anbieter und OSS-Dienstleistungen zu untersuchen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bietet einen Ausblick auf die Weiterentwicklung von OSS-Geschäftsmodellen.
Open Source Software, OSS, Geschäftsmodell, Ontologie, Analyseraster, Linux-Distributoren, Freie Software, Quellcode, Kundenmanagement, Wertangebot, Wertschöpfungskette, Softwarepiraterie, Lizenzmodelle, Dienstleistungen, IT-Strategie.
Die Arbeit untersucht, wie IT-Unternehmen auf Basis von Open Source Software erfolgreiche und tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln können.
Die zentralen Themen sind die Eigenschaften digitaler Güter, die Grundlagen von OSS-Lizenzen, die Anwendung der Geschäftsmodell-Ontologie nach Osterwalder sowie die Analyse spezifischer OSS-Geschäftsmodelle.
Das Ziel besteht darin, eine Übersicht über mögliche Bestimmungsmerkmale und Bausteine für Geschäftsmodelle im OSS-Bereich mittels Analyserastern bereitzustellen.
Die Arbeit verwendet die Geschäftsmodell-Ontologie nach Osterwalder, die als Analyseraster dient, um OSS-Geschäftsmodelle in vier Hauptelemente (Produkt, Kundenmanagement, Infrastrukturmanagement, finanzielle Aspekte) zu unterteilen und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (digitale Güter, OSS-Grundlagen), die Erläuterung der Ontologie und die praktische Anwendung dieser auf verschiedene OSS-Geschäftstypen wie Distributoren, Anwendungs-Anbieter und Dienstleister.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Open Source Software (OSS), Geschäftsmodell-Ontologie, Wertangebot und Wertschöpfung geprägt.
Es ermöglicht OSS-Anbietern, ihre Software sowohl kostenlos unter einer OSS-Lizenz für die Community als auch kostenpflichtig unter einer restriktiveren Lizenz für kommerzielle Kunden zu vertreiben.
Mediatoren agieren als Vermittler, die unterschiedliche Interessengruppen – wie Entwickler, Anwender und kommerzielle Dienstleister – im OSS-Umfeld zusammenbringen und koordinieren.
Copyleft-Lizenzen enthalten eine Schutzklausel, die sicherstellt, dass Weiterentwicklungen zwingend unter denselben freien Lizenzbedingungen veröffentlicht werden müssen, während Non-Copyleft-Software auch in proprietäre Produkte integriert werden darf.
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