Bachelorarbeit, 2014
110 Seiten, Note: 2
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2 Historischer Bezugsrahmen – die Rollenverteilung damals und heute
2.1 Die Mutterrolle vor 1975
2.1.1 50er/60er
2.1.2 Die Mutterrolle um 1975 - Vom Patriarchat zur Partnerschaft
2.2 Die Mutterrolle ab 1975
2.2.1 Die Mutterrolle in den späten 70ern und 80ern
2.2.2 Die Mutterrolle bis heute
2.3 Die Vaterrolle
2.3.1 Die Vaterrolle früher und heute
3 Die Familie
3.1 Definition von Familie
3.2 Öffentlichkeit und Privates
3.2.1 Definition Öffentlichkeit
3.2.2 Unterteilung der (Teil-)Öffentlichkeiten
4 Theoretischer Hintergrund: Die Mutter im Feminismus
4.1 Gleichheitsfeminismus
4.1.1 Simone de Beauvoirs Einfluss
4.2 Poststrukturalismus – Dekonstruktivismus
4.2.1 Judith Butler’s Einfluss
5 Die Mutter in der Arbeitswelt
5.1 Vergleich früher und heute
5.2 Vergleich Stadt und Land
5.3 Kinderbetreuungsmöglichkeiten
5.4 Gute Mutter – schlechte Mutter
6 Forschungsfrage
7 Methodik
7.1 Wahl der Methode
7.2 Das narrative Interview
7.2.1 Auswahl der Interviewpartnerinnen
7.2.2 Durchführung und Ablauf des Interviews
8 Auswertung
8.1 Die Auswertungsmethode
8.2 Interviewpartnerinnen
8.3 Fallgeschichten der Interviewpartnerinnen
8.3.1 Fallgeschichte BL1
8.3.2 Fallgeschichte BL2
8.3.3 Fallgeschichte BL6
8.3.4 Fallgeschichte BS4
8.3.5 Fallgeschichte BS5
8.3.6 Fallgeschichte BS3
8.4 Darstellung der Ergebnisse
8.4.1 Rolle der Mutter und Arbeitsteilung
8.4.2 Berufstätigkeit und Betreuungsmöglichkeiten
8.4.3 Abhängigkeit
8.4.4 Medien
9 Hypothesen
10 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht das Rollenverständnis von Müttern im Vergleich zwischen ländlichen und urbanen Räumen. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob Mütter in ländlichen Regionen eine konservativere Einstellung zur Rollenverteilung und Erziehung pflegen als Mütter in Städten, insbesondere im Hinblick auf Berufstätigkeit und Kinderbetreuung.
2.1.1 50er/60er
In den 1950er und 1960er Jahre brach das „Golden Age of Marriage“, wie Familienforscher die Hochphase von Ehe und Familie in diesen Jahren nennen, aus. Der wirtschaftliche Aufschwung – das „Wirtschaftswunder“ - verlieh Menschen nach den grauen Tagen und dem Elend des Zweiten Weltkrieges nicht nur neue Geldmittel und Luxusgüter, sondern veränderte auch im Laufe der Jahre das Familienleben maßgeblich.
„Love – marriage – baby carriage“, was übersetzt und ausformuliert so viel bedeutet wie: Mann und Frau verlieben sich, gehen anschließend den Bund der Ehe ein – am besten auch vor der Kirche - und setzen kurz darauf Kinder in die Welt. Dies galt als der normale Lebenslauf im „Goldenen Zeitalter“ (vgl. Beck-Gernsheim, 2006: 85). Es war normal, früh zu heiraten und bald nach der Eheschließung Kinder zu bekommen. Was die Fähigkeiten und Aufgaben der beiden Geschlechter betrifft, so waren diese äußerst traditionell aufgeteilt: Während der Mann dafür zuständig war, das „täglich Brot“ zu verdienen, wurde die Frau in den meisten Fällen „ihre eigentlich naturgegebene Aufgabe“ reduziert, nämlich dem geliebten Manne Gattin und den Kindern treusorgende Mutter zu sein. Die Frauen und Mütter verbrachten ihre Zeit im Normalfall zuhause „hinter’m Herd“ – wie man so schön sagt. Diese Form der Familie erlebte in den 1950er und 1960er ein absolutes Hoch – so stiegen sowohl Geburten- als auch Eheschließungsraten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg (vgl. Beck-Gernsheim, 2006: 87). Die bürgerliche Existenz mit ihrer Sicherheit und Stabilität war das große Ziel in den 1950er Jahren.
Abseits der „heilen Familie“ bildeten sich, vorerst leise und beinahe unauffällig, erste Anzeichen eines Wandels heraus. Dank des Aufkommens neuer Frauenbewegungen, Bildungsreformen, des Anstiegs der Frauenerwerbstätigkeit und des Rückgangs der Geburten brachten diese Jahre des 20. Jahrhunderts eine Wende für die Gesellschaft im Allgemeinen, und ganz im Speziellen für die Frau mit sich.
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in das Thema der Mutterrolle, die Problemstellung der Arbeit und die Vorstellung des Forschungsinteresses.
2 Historischer Bezugsrahmen – die Rollenverteilung damals und heute: Historischer Abriss über die Veränderung der Mutter- und Vaterrollen von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart unter Berücksichtigung rechtlicher Reformen.
3 Die Familie: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Familie sowie den Konzepten von Öffentlichkeit und Privatheit.
4 Theoretischer Hintergrund: Die Mutter im Feminismus: Darstellung der feministischen Strömungen des Gleichheitsfeminismus und des Poststrukturalismus/Dekonstruktivismus als theoretisches Fundament.
5 Die Mutter in der Arbeitswelt: Analyse der Erwerbsbeteiligung von Frauen, der regionalen Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie der gesellschaftlichen Diskurse um die "gute" Mutter.
6 Forschungsfrage: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Abhängigkeit der Mutterrolle von der Wohnumgebung.
7 Methodik: Begründung der qualitativen Vorgehensweise und Beschreibung des narrativen Interviews als zentrales Instrument der Datenerhebung.
8 Auswertung: Detaillierte Darstellung der Interviewergebnisse, gegliedert nach den zentralen Kategorien Rolle, Arbeit, Abhängigkeit und Medienwirkung.
9 Hypothesen: Zusammenfassende Aufstellung von sechs aus der empirischen Untersuchung abgeleiteten Vermutungen.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Forschungsergebnisse und Reflexion über den Forschungsbedarf sowie das Potenzial für weitere Studien.
Mutterrolle, Familienforschung, Arbeitsteilung, Feminismus, Stadt-Land-Vergleich, Kinderbetreuung, narrative Interviews, Gleichberechtigung, Erwerbstätigkeit, Rollenverständnis, Vaterschaft, Medien, Poststrukturalismus, Vereinbarkeit, Familienpolitik
Die Arbeit untersucht das aktuelle Rollenbild von Müttern und analysiert, wie stark dieses von ihrer jeweiligen Lebensumwelt (Stadt oder Land) sowie von gesellschaftlichen Erwartungen geprägt ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der familiären Arbeitsteilung, der Vereinbarkeit von Beruf und Kind, der Abhängigkeit vom Partner sowie dem medialen Bild der modernen Mutter.
Die zentrale Frage ist, inwiefern Frauen, die auf dem Land leben, eine konservativere Einstellung zu ihrer Rolle als Mutter haben als Frauen, die in der Stadt leben.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt, bei der narrative Interviews mit sechs verschiedenen Müttern geführt und anschließend ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Bezugsrahmen, eine theoretische Einbettung in feministische Theorien, eine Analyse der Situation von Müttern in der Arbeitswelt sowie die detaillierte Auswertung der geführten Interviews.
Zu den Kernbegriffen gehören Mutterrolle, Vereinbarkeit, Stadt-Land-Vergleich, feministische Theorie, qualitative Forschung und Arbeitsteilung.
Ja, die Untersuchung deutet darauf hin, dass Stadtmütter eine modernere und offenere Haltung zur Aufteilung von Karenzzeiten und zur Kinderbetreuung außerhalb der Familie zeigen, während traditionelle Rollenbilder auf dem Land präsenter bleiben.
Die interviewten Mütter haben mehrheitlich den Eindruck, dass Medien ein unrealistisches Idealbild der berufstätigen Mutter vermitteln, die "alles unter einen Hut bringt", was zu zusätzlichem Druck auf die Frauen führt.
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