Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 1
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2. Schönheit als Konstrukt der Gesellschaft
2.1 Die Geschichte der Schönheit
2.1.1 Schönheit in griechischen Klassik
2.1.2 Schönheit im Mittelalter
2.1.3 Schönheit in der Renaissance
2.1.4 Schönheit im Barock
2.1.5 Schönheit im Klassizismus und in der Romantik
2.1.6 Schönheit im 20. Jahrhundert
2.1.7 Schönheit heute
2.2 Ästhetik
2.2.1 Ästhetik allgemein
2.2.2 Ästhetik in der Medizin
2.2.3 Ästhetik in den Medien
3. Konstruktion von Schönheit (für die Gesellschaft)
3.1 Die Schönheitschirurgie
3.1.1 Die Geschichte der Schönheitschirurgie
3.1.2 Die Schönheitschirurgie heute
3.2 Künstliche Schönheit in den Medien
4. Theoretischer Rahmen
4.1 Agenda Setting
4.2 Symbolischer Interaktionismus
4.3 Feministischer Poststrukturalismus - Dekonstruktivismus
4.4 Kritik am Postfeminismus
5. Forschungsleitende Fragen und Hypothesen
6. Methodik
6.1 Beschreibung der verwendeten empirischen Methode
6.2 Vorgehensweise (Kategorien, Kodierung, Auswertung)
6.3 Inhaltsanalyse der Zeitschrift WOMAN
6.3.1 Allgemeines zur WOMAN
6.3.2 Untersuchungszeitraum
6.3.3 Kategorien
7. Auswertung
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Inserate von SchönheitschirurgInnen in der Frauenzeitschrift WOMAN einer inhaltsanalytischen Bestandsaufnahme zu unterziehen. Dabei soll geklärt werden, wie der Begriff Schönheit konstruiert wird, welche Rolle die mediale Darstellung einnimmt und ob durch diese Inserate bestimmte Zielgruppen oder Geschlechter gezielt angesprochen werden.
2.1.1 Schönheit in griechischen Klassik
Der Begriff „schön“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen (kalós). Er fand in der Antike sowohl für Gegenstände, als auch für Tugenden Verwendung. Auch Wissenschaften konnten als „schön“ bezeichnet werden. In der platonischen Philosophie wurde erstmals über das Schöne diskutiert. Es gab zahlreiche Versuche, Schönheit zu definieren, wobei die Nähe des ethischen und des ästhetisch Schönen – Begriffe, die heute in der Regel getrennt gesehen werden - deutlich erkennbar ist. Aphrodite, die Göttin der Liebe, verkörperte das Ideal in der Antike. Wie in Abbildung 1zu sehen, war die „Traumfrau“ weder zu dick, noch zu dünn. Sie hatte eine elegante Körperhaltung, relativ kleine, straffe und runde Brüste, einen eher wohlgeformten Bauch und meist eine Flechtfrisur. Das Ideal konnte allerdings auch variieren und die leichte Abzeichnung von Muskeln als erstrebenswert vorgeben (vgl. Didout-Manent 2000: 51f.).
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Thematik der Schönheitsindustrie und Darstellung des Forschungsinteresses an Inseraten in der Zeitschrift WOMAN.
2. Schönheit als Konstrukt der Gesellschaft: Theoretische Auseinandersetzung mit der historischen Genese des Schönheitsbegriffs und der Rolle der Ästhetik in Medizin und Medien.
3. Konstruktion von Schönheit (für die Gesellschaft): Analyse der Entwicklung der plastischen Chirurgie und der medialen Vermittlung künstlicher Schönheitsideale.
4. Theoretischer Rahmen: Vorstellung der wissenschaftlichen Modelle wie Agenda Setting, Symbolischer Interaktionismus und Poststrukturalismus als analytische Basis.
5. Forschungsleitende Fragen und Hypothesen: Formulierung der spezifischen Fragestellungen und Hypothesen, die der empirischen Untersuchung zugrunde liegen.
6. Methodik: Erläuterung der inhaltsanalytischen Methode, des Untersuchungszeitraums und der Kategoriensysteme zur Datenerhebung.
7. Auswertung: Statistische Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten aus den untersuchten WOMAN-Ausgaben.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Hauptergebnisse und Reflexion über den Bedarf an weiterer interdisziplinärer Forschung.
Schönheitschirurgie, Inhaltsanalyse, WOMAN, Schönheitsideal, Körperbild, Medienrezeption, Ästhetik, Poststrukturalismus, Agenda Setting, Selbstwahrnehmung, Plastische Chirurgie, Konsumgut Körper, Geschlechterrollen.
Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung von Schönheitschirurgie in Inseraten innerhalb der Frauenzeitschrift WOMAN, um zu verstehen, welche Schönheitsideale dort transportiert werden.
Die Arbeit verknüpft historische Perspektiven auf Schönheit mit der heutigen Praxis der Schönheitschirurgie und analysiert diese kritisch im Kontext medialer Vermittlung.
Das Ziel ist eine empirische Bestandsaufnahme, um herauszufinden, ob SchönheitschirurgInnen in Inseraten als „schöner“ dargestellt werden und wie der Körper als Ware konstruiert wird.
Es wird die empirische Methode der Inhaltsanalyse verwendet, um systematisierte Auswertungen der ausgewählten Zeitschrifteninserate durchzuführen.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung durch soziologische und philosophische Ansätze als auch die methodische Beschreibung und anschließende Auswertung der empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schönheitschirurgie, Körperbild, Inhaltsanalyse, Medienkonstruktion und Schönheitsideale.
Die Untersuchung ergab, dass in den Winterausgaben tendenziell mehr Inserate für Schönheitschirurgie geschaltet werden als in den Sommermonaten.
Die Analyse zeigte, dass Vorher-Nachher-Bilder zwar existieren, in der Stichprobe jedoch selten waren und der Autorin zufolge keine abschließende signifikante Aussage über den Erfolg erlaubten, da das Material zu gering war.
Die Arbeit betont, dass die Ergebnisse für WOMAN spezifisch sind und eine Untersuchung anderer Magazine notwendig wäre, um allgemeinere Trends in der Werbelandschaft zu identifizieren.
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