Bachelorarbeit, 2018
100 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Methodik
2.1 Die Feldforschung
2.2 Teilnehmende Beobachtung
2.3 Feldnotizen
2.4 Informelle Gespräche
3. Theoretischer Rahmen – Grundbegriffe der Migration
3.1 Begriffserklärungen
3.2 Migrationstypologien
3.3 Migrationstheorien
3.3.1 Klassische und neoklassische Migrationstheorie
3.3.2 Push-Pull Modell
3.3.3 Soziale Netzwerke
3.4 Migration und Urbanisierung in Mexiko
3.5 Entwicklung der indigenen Migration
4. Kulturkontakt und Kulturwandel
4.1 Grundformen des Kulturkontakts
4.2 Kultureller Austausch
5. Empirische Studie – Auswertung der qualitativen Methode
5.1 Ausgangssituation der Migranten
5.2 Migrationsmotive und –prozess
5.2.1 Mixteken
5.2.2 Wixarika
5.2.3 Triqui
5.3 Aktuelle Situation
5.3.1 Mixteken
5.3.2 Wixarika
5.3.3 Triqui
5.4 Aktuelle Situation und Transformation
5.4.1 Mixteken
5.4.2 Wixarika
5.4.3 Triqui
5.5 Situation der Migrantenkinder
5.5.1 Mixteken
5.5.2 Wixarika
5.5.3 Triqui
6. Diskussion
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Ursachen für die Binnenmigration indigener Gruppen innerhalb Mexikos sowie deren Prozess des Ankommens und der Integration in städtischen Räumen. Dabei wird analysiert, wie sich die Lebensbedingungen verändern und inwieweit die Migranten in der Lage sind, ihre kulturellen Eigenheiten in einem neuen sozialen Umfeld zu bewahren.
3.3.2 Push-Pull Modell
Das Push-Pull Modell ist ein klassischer Erlärungsssatz, das auf die Theorie „Laws of Migration“ (1885) von Ravenstein zurückgeht (vgl. Han 2000: 12f.). Als Push (oder auch Sogfaktoren) werden alle Faktoren der Herkunftsregion des Migranten zusammengefasst, die diesen von seinem Ort „wegdrücken“. Die Pull-Faktoren sind die Faktoren des Aufnahmeortes, die den Migranten anziehen und zu einer Migration in das Gebiet motiveren (vgl. Han 2000: 12f.) Lee (1966) versucht in seiner „Theorie der Migration“ eine individualistische Interpretation des Push-Pull-Paradigmas zu liefern. Er fügt den Push und Pull-Faktoren noch zwei Punkte hinzu und zwar inervenierende Hindernisse und individuelle Faktoren, die entscheiden sind. Es zählen nun auch weitere Einflüsse zu den Faktoren wie beispielsweise das Klima, die Qualität des Gesundheits- und Schulsystems und öffentliche Sicherheit (vgl. Lee 1966). Die Kritik die an dem Modell ausgeübt wird, bezieht sich auf den Ordnungsversuch der Wanderungsgründe. So genüge es nicht anspruchsvoller soziologischer Forschung. Zudem würden die einzelnen Faktoren nicht in ihrem Kontext berücksichtigt werden. Entscheidungen seien oft nicht rational wie in den Modellen vorgesehen (vgl. Oswald 2007: 72f.).
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfragen zur Binnenmigration indigener Gruppen und Erläuterung der Fallbeispiele.
2. Methodik: Darstellung des qualitativen Forschungsansatzes durch Interviews und teilnehmende Beobachtung in Mexiko.
3. Theoretischer Rahmen – Grundbegriffe der Migration: Definitionen, Migrationstypologien und theoretische Ansätze zur Erklärung von Wanderungsbewegungen.
4. Kulturkontakt und Kulturwandel: Analyse der theoretischen Konzepte von Kulturberührung und Transkulturation.
5. Empirische Studie – Auswertung der qualitativen Methode: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse zu den drei Ethnien (Mixteken, Wixarika, Triqui) hinsichtlich Motiven, aktueller Situation und der Lage ihrer Kinder.
6. Diskussion: Synthese der empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Ansätzen.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen zur Situation indigener Migranten.
Binnenmigration, Mexiko, indigene Gruppen, Mixteken, Wixarika, Triqui, Land-Stadt-Migration, Kulturwandel, soziale Netzwerke, qualitative Sozialforschung, Identität, Akkulturation, San Luis Potosí, Migrationsmotive, Integration.
Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und den Auswirkungen der Binnenmigration indigener Gruppen innerhalb Mexikos, basierend auf einer ethnographischen Feldforschung.
Zentral sind die Migrationsmotive, der Prozess der räumlichen Versetzung und die anschließende Anpassung sowie Transformation der indigenen Kultur in der Stadt.
Das Ziel ist es, die individuellen Gründe der Migration zu ergründen und aufzuzeigen, wie indigene Familien den Ankunftsprozess erleben und kulturelle Identität in einem neuen Umfeld bewahren.
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Erhebungsmethoden dienten Leitfaden- und narrative Interviews sowie die teilnehmende Beobachtung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Rahmung (Migrationstheorien) und die empirische Auswertung der Fallbeispiele dreier indigener Ethnien.
Die wichtigsten Begriffe sind Migration, indigene Bevölkerung, Mexiko, Kulturwandel, soziale Netzwerke und ethnographische Feldforschung.
Soziale Netzwerke fungieren als entscheidende Unterstützungsinstrumente, die nicht nur Kosten bei der Migration senken, sondern auch die Integration und das Überleben in der Stadt erleichtern.
Die Gruppen zeigen verschiedene Ansätze der Akkulturation: Während sie sich an den städtischen Lebensstil anpassen, versuchen sie gleichzeitig, traditionelle Elemente wie Feste und Sprachen in ihre neue Lebenswelt zu integrieren.
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