Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Abgrenzung
2 Die Digitalisierung
2.1 Prinzipien der Digitalisierung
2.1.1 Immaterielle Güter
2.1.2 Wertschöpfungsnetzwerke
2.1.3 Anwendung der Spieltheorie
2.2 Formen der Digitalisierung
2.2.1 Big Data
2.2.2 Cloud Computing
2.2.3 Gamification
2.2.4 Industrie 4.0
2.2.5 Internet der Dinge
2.2.6 Mobile Payment
2.2.7 Sharing Economy
2.2.8 Social Business
3 Die Auswirkungen der Digitalisierung
3.1 Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette
3.2 Auswirkung der einzelnen Formen der Digitalisierung
3.2.1 Auswirkungen von Big Data
3.2.2 Auswirkungen von Cloud Computing
3.2.3 Auswirkungen von Gamification
3.2.4 Auswirkungen der Industrie 4.0
3.2.5 Auswirkungen des Internets der Dinge
3.2.6 Auswirkungen von Mobile Payment
3.2.7 Auswirkungen der Sharing Economy
3.2.8 Auswirkungen von Social Business
4 Geschäftsmodelle
4.1 Geschäftsmodelle des Mittelstands
4.2 Digitale Geschäftsmodelle
4.2.1 Erfolgsprinzipien digitaler Geschäftsmodelle
4.2.2 Innovationskriterium
4.2.3 Überblick über digitale Geschäftsmodelle
5 Die digitale Transformation
5.1 Möglichkeiten der digitale Transformation im Mittelstand
5.1.1 IT-Kompetenz der Führungsebene
5.1.2 Geschäftsmodelle auf Nischenmärkten
5.1.3 Digitalisierung von Vertriebsprozessen unter veränderten Kundenanforderungen
5.1.4 Kooperationen eingehen, um Innovationen zu schaffen
5.1.5 Beschleunigte Umsetzung durch mittelständische Unternehmenskultur
5.1.6 Commitment der Unternehmensführung
5.1.7 Aufbau von IT-Strukturen und Kompetenzen
5.1.8 Optimierte Verwendung begrenzter Ressourcen
5.2 Notwendigkeit einer Strategieveränderung im Mittelstand
5.3 Umsetzung der Strategieveränderung
5.3.1 Phasen der Umsetzung
5.3.2 Mögliche Widerstände
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Kritische Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle mittelständischer Unternehmen, um Handlungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche digitale Transformation abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie mittelständische Unternehmen auf den digitalen Wandel reagieren und ihre bestehenden Geschäftsmodelle anpassen können, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
2.1.2 Wertschöpfungsnetzwerke
Im digitalen Wirtschaftsumfeld wird Wertschöpfung nicht mehr nur mittels der bekannten linearen Modelle generiert. Die Wertschöpfung im vereinfachten Muster von Eingangslogistik, Operationen und Ausgangslogistik inklusive Marketing und Vertrieb, ist nicht länger der alleinige Maßstab der Wirtschaft. Vielmehr stellt ein Unternehmen ein Netzwerk dar, welches mit anderen Netzwerken kooperiert und dadurch seine Wertschöpfung hervorbringt. Unter anderem werden die Bereiche Entwicklung und Produktion durch Informations- und Telekommunikationstechnik mit anderen Marktteilnehmern eng verknüpft.
Zur Verdeutlichung dient die Vorstellung eines Fischernetzes, an dem an einem Punkt gezogen wird. Folglich verformt sich die komplette Struktur des Netzes, da jeder Knotenpunkt mit den anderen verknüpft ist. Wird dieses Prinzip nun auf das Wertschöpfungsnetzwerk bezogen, so verursacht jede Produktänderung oder Änderung im Produktionsverlauf eines Unternehmens, auch Auswirkungen bei den anderen Akteuren im Netzwerk.
Der Trend zur Vernetzung beruht auf dem Ausbau der Kundenmacht. Diese wird, durch die Möglichkeit Kundenmeinungen über digitale Kanäle schnell und breit streuen zu können, noch weiter erhöht. Um die damit einhergehenden hohen Kundenerwartungen erfüllen zu können, integrieren sich moderne Organisationen vermehrt in Wertschöpfungsnetzwerke. Unternehmen öffnen ihre Grenzen und interagieren mit ihren Lieferanten, Kunden, Partnern und Wettbewerbern, u. a. im Rahmen von Crowdsourcing (in Kapitel 2.2.7 Sharing Economy genauer erläutert).
Diese Betrachtung ändert auch die Sichtweise auf die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Nicht mehr nur Gewinn und Umsatz bestimmen den Unternehmenswert. Der Vernetzungsgrad im Vergleich zu Wettbewerbern ist in dieser neuen Ökonomie mindestens ebenso ausschlaggebend. Ein branchenunabhängiger Vergleich, der Höhe der Börsenwerte von Facebook (~ 297 Mrd. €) im Vergleich zu Siemens (~ 103 Mrd. €), ist ein gutes Beispiel hierfür.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der digitalen Transformation ein und begründet die Notwendigkeit, sich als Unternehmen mit dem digitalen Wandel auseinanderzusetzen, um langfristig zu bestehen.
2 Die Digitalisierung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Prinzipien der Digitalisierung wie immaterielle Güter und Wertschöpfungsnetzwerke sowie technologische Trends wie Big Data und Cloud Computing.
3 Die Auswirkungen der Digitalisierung: Es werden die Folgen der Digitalisierung für die Wertschöpfungskette und spezifische Branchen analysiert, wobei zwischen disruptiven und evolutionären Einflüssen unterschieden wird.
4 Geschäftsmodelle: Hier wird der Begriff des Geschäftsmodells definiert und das Business Model Canvas zur Analyse eingeführt, ergänzt um die spezifischen Anforderungen und Erfolgsprinzipien für digitale Geschäftsmodelle.
5 Die digitale Transformation: Dieses Hauptkapitel entwickelt Möglichkeiten für die digitale Transformation im Mittelstand und evaluiert diese auf Basis von Experteninterviews, unter Berücksichtigung von Change-Management-Ansätzen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen und bietet einen Ausblick auf die Zukunft mittelständischer Geschäftsmodelle in der digitalen Ökonomie.
7 Kritische Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Methodik und der Ergebnisse ab und zeigt Potenziale für zukünftige Forschungsarbeiten auf.
Betriebswirtschaftslehre, Mittelstand, Digitalisierung, Geschäftsmodelle, digitale Transformation, Unternehmensstrategie, Wertschöpfungsnetzwerke, Industrie 4.0, Change Management, Innovationskriterium, IT-Kompetenz, Big Data, Cloud Computing, Sharing Economy, Customer-First-Gedanke.
Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der Digitalisierung auf Geschäftsmodelle im deutschen Mittelstand und zeigt Wege für eine digitale Transformation auf.
Zentrale Themen sind die Prinzipien der Digitalisierung, deren Auswirkung auf Wertschöpfungsstrukturen, die Anpassung von Geschäftsmodellen sowie die Herausforderungen des Change Managements.
Das Ziel ist es, dem Leser die Facetten der Digitalisierung näherzubringen und Denkanstöße zur Anwendung digitaler Geschäftsmodelle im Mittelstand zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer qualitativen Expertenbefragung bei drei mittelständischen Unternehmen zur Validierung der theoretischen Ansätze.
Der Hauptteil analysiert die Digitalisierungsformen, deren Auswirkungen, die Struktur von Geschäftsmodellen sowie praktische Transformationsstrategien für den Mittelstand.
Schlüsselwörter sind unter anderem Digitalisierung, Mittelstand, Geschäftsmodelle, digitale Transformation, Wertschöpfungsnetzwerke und Change Management.
Die IT wird als wesentlicher "Enabler" und strategischer Baustein gesehen, wobei der Aufbau von IT-Kompetenzen und die Einbindung der Führungsebene für den Erfolg entscheidend sind.
Aufgrund begrenzter Ressourcen, fehlender Überhangkapazitäten und einer konservativen Unternehmenskultur fällt es vielen Unternehmen schwer, sich ohne konkreten Veränderungsdruck mit neuen Technologien auseinanderzusetzen.
Die Bewertung ist geteilt: Während Start-ups als Inspirationsquelle dienen können, sehen einige Unternehmen Risiken in der Abhängigkeit und möglichen Ausfällen, die sich negativ auf die eigene Lieferfähigkeit auswirken könnten.
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