Masterarbeit, 2017
94 Seiten
1. Kapitel: Grundlagen der Psychopathie
1.1 Historische Grundlagen
1.2 Definition Psychopathie
1.2.1 Antisoziale Persönlichkeitsstörung nach DSM-5
1.2.2 Dissoziale Persönlichkeitsstörung nach ICD-10
1.3 Das Psychopathie-Konstrukt nach Hare
1.4 Psychopathie-Modelle
1.4.1 Zwei-Phasenmodell nach Hare
1.4.2 Vierphasen-Modell nach Hare
1.4.3 Model der Zusammenhänge von Psychopathie und Persönlichkeitsstörungen nach Nedopil
1.5 Diagnostikinstrumente des Psychopathie-Konstrukts
1.5.1 Psychopathiechecklist PCL und PCL-revided
1.5.2 PPI-R : Psychopathic Personality Inventory Revised
1.5.3 Kleiner Psychopathie-Selbsttest nach Birbaum
1.6 Prävalenz
1.7 Psychopathie und Angst
1.8 Psychopathie in der Kindheit
1.9 Ursachen
1.9.1 Neurobiologische Ursachen
1.9.1.1 Störungen im orbitofrontalen Cortex
1.9.1.2 Störungen der Amygdala
1.9.1.3 Störung der Signalübertragung von Spiegelneuronen
1.9.2 Genetische Ursachen
1.10 Therapie
2. Kapitel: Der Psychopath in der Berufswelt
2.1 Berufsbilder und deren Anteil an Psychopathen
2.1.1 Chief Executive Officer CEO
2.1.2 Anwälte
2.1.3 Berufe in den Medien - TV und Radio
2.1.4 Verkäufer
2.1.5 Chirurgen
2.1.6 Journalisten
2.1.7 Polizisten
2.1.8 Geistliche
2.1.9 Köche
2.1.10 Beamte
2.2 Berufe mit dem geringsten Psychopathenanteil
2.3 Die Führungsperson mit psychopatischen Eigenschaften
2.3.1 Psychopatic Trait Leaderboard
2.3.2 Beispiele für Führungspersönlichkeiten mit psychopathischen Zügen
2.3.2.1 Steven Jobs
2.3.2.2 Richard Fuld
2.3.2.3 Donald Trump
2.3.2.4 Silvio Berlusconi
2.3.4 Die Unterscheidung von Vorgesetzten mit psychopathischer Störung vom Typ Histrionisch und Typ Narzisstisch
2.3.4.1 Die psychopathische Führungspersönlichkeit vom Typ der narzisstischen Persönlichkeitsstörung
2.3.4.2 Merkmale der narzisstischen Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 (F60.81)
2.3.4.3 Die psychopathische Führungspersönlichkeit vom Typ der histrionischen Persönlichkeitsstörung
2.4 Fragebogen zur Klassifizierung eines histrionisch versus narzisstisch betonten psychopathischen Vorgesetzten
3. Kapitel: EmpirischerTeil
3.1 Methode: Qualitative Forschung
3.1.1 Qualitative Forschung versus Quantitative Forschung
3.1.2 Forschungsdesign
3.1.3 Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
3.2 Planung und Vorbereitung der Erhebung
3.2.1 Instrument der Datenerhebung
3.2.2 Auswahl der Interviewpartner
3.3 Vorbereitung und Durchführung des Interviews
3.3.1 Leitfadeninterview
3.4 Verarbeitung der Erkenntnisse
3.4.1 Einzelfallanalyse
3.4.2 Fein/Tiefenanalyse
3.4.3 Fall- und Gruppenvergleich
4. Kapitel: Interpretation der Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.1.1 Vorstellung der Interviewpartner
4.1.2 Codierungssystem
4.1.3 Transkription
4.2 Interpretation
4.2.1 Probleme im Arbeitsfeld durch den Vorgesetzten mit psychopathischen Eigenschaften
4.2.1.2 Beeinträchtigung des Arbeitsklimas
4.2.1.2 Körperliche und seelische Probleme
4.2.1.3 Existenzängste
4.2.1.4 Demütigungen
4.2.1.5 Ausbeutung der Arbeitskraft
4.2.1.6 Beeinträchtigung durch Kontrollsucht
4.2.2 Strategien im Umgang mit dem psychopathischen Vorgesetzten
4.2.2.1. Abgrenzung
4.2.2.2 Indirekte Manipulation statt direkter Kritik
4.2.2.3 Bildung von Netzwerken
4.2.2.4 Exakte Dokumentation
4.2.2.5 Kündigung oder Versetzung
5. Zusammenfassung – Abstract
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob es zielführende Strategien für den Umgang mit Vorgesetzten gibt, die psychopathische Eigenschaften aufweisen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie betroffene Mitarbeiter konstruktiv mit solchen Führungspersonen interagieren können oder welche Handlungsoptionen – bis hin zur Kündigung – zur Bewältigung der Arbeitssituation führen.
2.1.1 Chief Executive Officer CEO
Der Begriff CEOs ist dem Amerikanischen Sprachraum entnommen und bedeutet Chief Executive Officer. Gemeint sind damit die Geschäftsführer großer Firmen und Konzerne Wenn CEOs an erster Stelle stehen, so ist das nicht weiter erstaunlich.
Hare beschreibt den, im Berufsleben erfolgreichen, Psychopathen folgendermaßen: "Attraktive, intelligente gebildete Psychopathen, die in einer wohlhabenden Familie groß geworden sind, rauben keine Bank aus, sie werden Bankenvorstand.“ (Thorborg, 2015, Internet)
Da Psychopathen ohne Ethik und Moral handeln und auch durch keine Furcht gebremst werden, steht ihnen die Türe, mehr als allen anderen, zu Führungspositionen offen. Da sie sich dadurch an keine Wahrheit halten müssen, schaffen sie sich ihre eigene Realität. Mit ihrem charmantem, blenderischem Verhalten (1.Punkt PCL-R, Hare) und ihrer Jovialität bringen sie auch Vorgesetzte dazu, nach ihrem Willen zu handeln. Gleichzeitig gehen sie dabei über Leichen, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Psychopathie tritt hier ohne körperliche Gewalt auf, hier ist sie instrumentell und direktes Mittel zum festgelegtem Zweck.
Der psychopathische CEO ist vor allem folgende Eigenschaften gekennzeichnet: er ist aalglatt, oberflächlich charmant, angstfrei, manipulativ, trickreich, rücksichtslos, übertrieben selbstbewusst, nicht loyal, gewissenlos und einzig auf ihren eigenen Vorteil bedacht. (Dutton, 2014)
1. Kapitel: Grundlagen der Psychopathie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Psychopathie, erläutert die historische Entwicklung und stellt verschiedene wissenschaftliche Modelle sowie diagnostische Instrumente (z. B. PCL-R) vor.
2. Kapitel: Der Psychopath in der Berufswelt: Hier wird analysiert, in welchen Berufen psychopathische Züge häufiger vorkommen, und es wird differenziert, wie insbesondere narzisstische und histrionische Persönlichkeitstypen in Führungspositionen Karriere machen.
3. Kapitel: EmpirischerTeil: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Forschung, die Auswahl der Interviewpartner und die Struktur des Leitfadens zur Erhebung der Daten.
4. Kapitel: Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die durch Interviews gewonnenen Erkenntnisse interpretiert, wobei sowohl die psychischen und beruflichen Auswirkungen durch psychopathische Vorgesetzte als auch konkrete Strategien für Betroffene aufgezeigt werden.
5. Zusammenfassung – Abstract: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit einem psychopathischen Vorgesetzten oft zu keinem produktiven Ergebnis führt.
Psychopathie, Führungspersönlichkeit, Berufswelt, Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Histrionische Persönlichkeitsstörung, Arbeitsklima, Manipulation, Psychosoziale Beratung, PCL-R, Mobbing, Existenzängste, Bewältigungsstrategien, Qualitative Forschung, Vorgesetzter, Kontrollsucht.
Die Arbeit untersucht den professionellen Umgang mit Vorgesetzten, die psychopathische Eigenschaften zeigen, und analysiert, ob eine konstruktive Zusammenarbeit in solchen Fällen überhaupt möglich ist.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Psychopathie, ihr Auftreten in verschiedenen Berufsfeldern sowie die psychischen Belastungen für Mitarbeiter und daraus ableitbare Bewältigungsstrategien.
Das Ziel ist es, zielführende Strategien aufzuzeigen, die Betroffenen helfen, ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder den richtigen Umgang mit einem psychopathischen Vorgesetzten zu finden.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf teil-narrativen Interviews mit betroffenen Arbeitnehmern basiert, um deren subjektive Erlebnisse und Strategien zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse des "Psychopathen in der Berufswelt" sowie einen empirischen Teil, der durch Experteninterviews konkrete Probleme und Lösungsansätze für Arbeitnehmer beleuchtet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psychopathie, Führungsmerkmale, Arbeitsklima, Manipulation, narzisstische Persönlichkeit und Bewältigungsstrategien charakterisiert.
Die Differenzierung ist entscheidend, da auf den jeweiligen Typus abgestimmte Strategien – wie etwa das Eingehen auf Geltungsdrang beim Narzissten – den Umgang im Arbeitsalltag kurzfristig stabilisieren können.
Die exakte Dokumentation von Fehlverhalten des Vorgesetzten ist laut der Studie ein zentrales Mittel zur Selbstverteidigung und kann im Konfliktfall oder bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen entscheidend sein.
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