Diplomarbeit, 2018
57 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau
2 Darstellung des Fachkräftebedarfs in Deutschland
2.1 Abgrenzung des Pflegesektors
2.2 Aktuelle Personal- und Arbeitsmarktlage
2.3 Arbeitsbedingungen in der Pflege
2.4 Der Fachkräftemangel in der Pflege in Deutschland
2.4.1 Aktuelle Maßnahmen
2.4.2 Ursachen
2.4.2.1 Demografischer Wandel
2.4.2.2 Technisch-technologischer Fortschritt
2.4.2.3 Globalisierung
2.4.2.4 Institutionelle Rahmenbedingungen
2.4.3 Folgen des Fachkräftemangels
2.5 Zukünftiger Bedarf
3 Klassische Ansätze gegen den Fachkräftemangel im Krankenhaus
3.1 Externe Personalbeschaffung / Recruiting
3.1.1 Stellenausschreibung
3.1.2 Personalvermittlung/ „Headhunter“
3.1.3 Leiharbeit/ Zeitarbeit
3.2 Interne Personalbeschaffung
3.3 Delegation von Teilaufgaben an Hilfskräfte
4 Alternative Ansätze gegen den Fachkräftemangel im Krankenhaus
4.1 Image der Pflege(-berufe)/ Verbesserung des Images der Pflege(-berufe)
4.2 Pflege studieren/ Akademisierung in der Pflege
5 Bindung der Fachkräfte
5.1 Employer Branding
5.2 Magnetkrankenhaus
6 Resümee
Die Arbeit analysiert das Ausmaß und die Ursachen des Fachkräftemangels in der Gesundheits- und Krankenpflege und bewertet verschiedene Lösungsansätze, um Fachkräfte zu rekrutieren und langfristig im Unternehmen zu binden, wobei der Fokus insbesondere auf einem psychiatrischen Fachkrankenhaus liegt.
2.4.2.1 Demografischer Wandel
Der demografische Wandel ist in nahezu allen Industrieländern zu einem wesentlichen Thema geworden. Die Gesellschaft wird durch Faktoren wie den medizinischen Fortschritt bei einer gleichzeitig sinkenden Geburtenrate im Durchschnitt immer älter. Dies beeinflusst nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen, sondern auch die Bevölkerungsstruktur. Es kommt zu einer Überalterung durch den Einfluss von Geburtenrate, Lebenserwartung und Sterblichkeit.
Auf Grund des demografischen Wandels wird die Bevölkerung in Deutschland von derzeit etwa 80 Millionen Einwohnern im Jahre 2050 auf etwa 69 Millionen Einwohner geschrumpft sein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt aber zeitgleich durch die stetig bessere medizinische Versorgung seit ca. 150 Jahren etwa um 3 Monate pro Jahr. Daher wird sie im Jahre 2060 bei 89,2 Jahren für Frauen und 85 Jahren für Männer liegen. Die Geburtenrate sinkt dabei stetig und liegt derzeit bei durchschnittlich 1,39 Kindern pro Frau. Da die Anzahl potentieller Mütter sinkt, wird auch die Zahl der Geburten weiter sinken. Im Jahre 2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein, und es wird doppelt so viele 70-Jährige wie Neugeborene in Deutschland geben. Im europaweiten Vergleich von Alterung und Bevölkerungsrückgang liegt Deutschland auf Platz eins. Um die Bevölkerungszahl beizubehalten, wäre ein Anstieg der Geburtenrate auf 2,1 Kindern je Frau nötig.
Der demografische Wandel stellt die Hauptursache des Fachkräftemangels in der Pflege dar. Dem Jahr 2015 mit 2,5 Millionen Pflegebedürftigen steht eine Hochrechnung für das Jahr 2030 mit 4,7 Millionen Pflegebedürftigen gegenüber. Mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit zu erkranken oder pflegebedürftig zu werden und damit erhöhen sich auch die benötigten Gesundheitsleistungen. Hierbei fehlt es jedoch an der entscheidenden Ressource – dem Personal. Für den Pflegebereich bedeutet der demografische Wandel nämlich, dass immer mehr Pflegekräfte in das ruhestandfähige Alter gelangen und diese dadurch entstehende Versorgungslücke auf Grund fehlender Nachwuchskräfte nicht ausgeglichen werden kann. Das Personal der Gesundheits- und Krankenpflege ist in den letzten Jahren stark gealtert.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Fachkräftemangels, Darlegung der Problemstellung sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2 Darstellung des Fachkräftebedarfs in Deutschland: Detaillierte Analyse der Ist-Situation, der Arbeitsbedingungen und der Ursachen des Personalmangels, ergänzt durch einen Ausblick auf den künftigen Bedarf.
3 Klassische Ansätze gegen den Fachkräftemangel im Krankenhaus: Untersuchung traditioneller Personalbeschaffungsmethoden wie externes Recruiting, Zeitarbeit und interner Aufgabenverschiebung.
4 Alternative Ansätze gegen den Fachkräftemangel im Krankenhaus: Diskussion innovativer Wege, wie die Imageverbesserung des Pflegeberufs und die Akademisierung.
5 Bindung der Fachkräfte: Fokus auf Strategien zur Mitarbeiterbindung durch Employer Branding und das Konzept des Magnetkrankenhauses.
6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Lösungsansätze und Schlussfolgerungen zur Bewältigung des Pflegenotstands.
Fachkräftemangel, Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegenotstand, Demografischer Wandel, Personalbeschaffung, Recruiting, Leiharbeit, Image der Pflege, Akademisierung, Mitarbeiterbindung, Employer Branding, Magnetkrankenhaus, Patientenversorgung, Personalmanagement, Arbeitsbedingungen.
Die Arbeit untersucht das akute Problem des Fachkräftemangels in der Gesundheits- und Krankenpflege und evaluiert Lösungswege, um qualifiziertes Personal für Krankenhäuser zu gewinnen und dauerhaft zu binden.
Die Arbeit deckt Themen wie demografischen Wandel, klassische Rekrutierung, Akademisierung der Pflege, Imagekampagnen sowie moderne Bindungsinstrumente wie Employer Branding und das Magnetkrankenhaus-Konzept ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Lösungswege für Kliniken zielführend sind, um dem drohenden Pflegenotstand entgegenzuwirken und eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung sicherzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse aktueller statistischer Daten zum Pflegearbeitsmarkt sowie der Auswertung bestehender Expertenstudien und Konzepte.
Im Hauptteil werden zunächst der Fachkräftebedarf und seine Ursachen dargestellt, gefolgt von einer kritischen Prüfung klassischer und alternativer Strategien zur Personalbeschaffung und -bindung.
Kernbegriffe sind Fachkräftemangel, Personalbindung, Akademisierung, Employer Branding und Magnetkrankenhaus.
Die Akademisierung wird als langfristiger Weg gesehen, um den Beruf attraktiver zu machen, auf ein höheres professionelles Niveau zu heben und das Image des Pflegeberufs nachhaltig zu verbessern.
Klassische Methoden wie Stellenausschreibungen oder Zeitarbeit können kurzfristig helfen, Personalengpässe zu überbrücken, sind jedoch nicht in der Lage, das fundamentale Problem des Fachkräftemangels grundlegend zu lösen.
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