Examensarbeit, 2013
62 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. HINTERGRUND DIESER ARBEIT – DAS PROJEKT „SENIOR-UMWELTTRAINER ALS LERNBEGLEITER“
A THEORIETEIL
3. INTERGENERATIONELLES LERNEN
3.1 DER GENERATIONSBEGRIFF
3.2 GENERATIONSVERHÄLTNISSE- UND BEZIEHUNGEN IM WANDEL
3.3 AUSWIRKUNGEN DES DEMOGRAPHISCHEN UND SOZIALEN WANDELS AUF DIE GENERATIONSVERHÄLTNISSE IN DER GESELLSCHAFT
3.4 EMPIRISCHE BESTANDSAUFNAHME ZU GENERATIONSBEZIEHUNGEN UND –VERHÄLTNISSEN
3.5 CHANCEN UND VORAUSSETZUNGEN FÜR INTERGENERATIONENPROJEKTE
3.6 ZUR KONSTRUKTION INTERGENERATIONELLEN LERNENS
4. FORSCHUNGSFRAGE
B EMPIRISCHES VORGEHEN
5. ETHNOGRAPHISCHE FELDFORSCHUNG UND TEILNEHMENDE BEOBACHTUNG
5.1 ZUGANG ZUM FELD
5.2 BEOBACHTUNGSMÖGLICHKEITEN
5.3 AUSWERTUNG
6. SEQUENZANALYSE
7. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE
8. ABSCHLIEßENDE WORTE UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das intergenerationelle Lernen anhand des Projekts „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“. Das Ziel ist es, die Bedeutung solcher Projekte aufzuzeigen und dabei Möglichkeiten sowie Grenzen intergenerationeller Lernpraxis in Kindertageseinrichtungen zu erforschen.
Protokollauszug Nr. 1
Seniortrainerin Frau G. geht zu ihrer mitgebrachten Reisetasche und holt einen Kartoffelsack heraus. Sie legt ihn über ihre Schulter und geht dann gebückt wie ein Weihnachtsmann zu Weihnachten, wenn er seinen Sack mit Geschenken trägt, in der Mitte des Sitzkreises. Während sie langsam und schleppend im Kreis geht, verzieht sie ihr Gesicht und runzelt die Stirn. Die Kinder und auch wir Erwachsenen amüsieren uns über ihr kleines Schauspiel und die schmunzelnden Gesichter sind deutlich wahrzunehmen. Dann sagt Frau G. mit tiefer lauter Stimme: „Ich war heute im tiefen, dunklen…“. Es herrscht Stille und sie spricht den Satz nicht zu Ende. Dann fragt sie nach einer kurzen Pause: „Wo war ich?“. Doch die Kinder gucken etwas verdutzt und keiner meldet sich. Dann fragt sie erneut: „Wo habe ich den Sack Kartoffeln hergeholt?“. Marie meldet sich und antwortet: „im Wald“. Da ich dabei war, die Kinder zu beobachten, erschien mir im ersten Moment die Antwort von Marie richtig und ich wunderte mich über den skeptischen Blick von Frau G.. Diese schüttelt den Kopf und gibt zu verstehen: „Nein, das ist im Haus. Da bin ich runtergegangen.“. Stefan scheint die Antwort zu wissen und sagt dann ganz stolz: „Treppe“. Frau G. fügt hinzu: „Ja, aber wo geht man dahin?“. „In den Keller.“, ruft dann Frau H. rein und scheint auch erst jetzt die Antwort gewusst zu haben, da sie die Antwort den Kindern vorwegnimmt. Der kleine Jan verzieht seine Augenbrauen und sagt dann etwas grimmig: „Wir haben keinen Keller.“. Ein anderes Kind erwidert: „Wir auch nicht.“. Frau G. fährt weiter fort und schüttet den Sack Kartoffeln aus.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von generationsverbindender Arbeit ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung zum Projekt „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“.
2. HINTERGRUND DIESER ARBEIT – DAS PROJEKT „SENIOR-UMWELTTRAINER ALS LERNBEGLEITER“: Dieses Kapitel stellt das spezifische Projekt vor, das Senioren für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen qualifiziert und den Dialog der Generationen fördert.
3. INTERGENERATIONELLES LERNEN: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Generationsbegriff und die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Generationenbeziehungen erörtert.
4. FORSCHUNGSFRAGE: Das Kapitel formuliert die zentrale Frage nach der konkreten Ausgestaltung intergenerationellen Lernens im Kontext des untersuchten Projekts.
5. ETHNOGRAPHISCHE FELDFORSCHUNG UND TEILNEHMENDE BEOBACHTUNG: Die methodischen Zugänge der Datenerhebung durch teilnehmende Beobachtung und Feldforschung werden begründet und dargelegt.
6. SEQUENZANALYSE: Anhand exemplarischer Szenen aus Beobachtungsprotokollen erfolgt eine detaillierte sequenzanalytische Interpretation pädagogischer Situationen.
7. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Die Ergebnisse der Sequenzanalysen werden zusammengeführt und im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen intergenerationeller Lernpraxis kritisch diskutiert.
8. ABSCHLIEßENDE WORTE UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für weiterführende Forschungsvorhaben auf.
Intergenerationelles Lernen, Senior-Umwelttrainer, Ethnographische Feldforschung, Teilnehmende Beobachtung, Sequenzanalyse, Generationsbeziehungen, Kindheitspädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Lernbegleiter, Generationenvertrag, Qualitative Sozialforschung, Sozialer Wandel, Demographischer Wandel, Generationendialog.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung intergenerationeller Lernprozesse in einem pädagogischen Projekt, in dem Senioren als Umwelttrainer für Kinder fungieren.
Zentral sind der Generationsbegriff, der Wandel von Generationenbeziehungen, pädagogische Ansätze im intergenerationellen Lernen sowie die Durchführung und Auswertung qualitativer Feldforschung.
Ziel ist es, die Bedeutung intergenerationeller Projekte zu verdeutlichen und konkret zu untersuchen, wie sich solches Lernen im Projekt „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“ zeigt sowie welche Möglichkeiten und Grenzen dabei bestehen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der ethnographischen Feldforschung und teilnehmenden Beobachtung. Die Auswertung der gewonnenen Protokolle erfolgt mittels sequenzieller Analyse.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zum intergenerationellen Lernen und einen Empirieteil, in dem die Forschungsmethode erläutert und anhand von Szenen aus Beobachtungsprotokollen exemplarisch analysiert wird.
Wichtige Begriffe sind intergenerationelles Lernen, teilnehmende Beobachtung, Sequenzanalyse, Generationenbeziehungen und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Die Sequenzanalyse erlaubt es, die unterschwellige Handlungslogik und Sinnhorizonte der Beteiligten in spezifischen sozialen Situationen genau zu rekonstruieren, anstatt nur oberflächliche Beobachtungen zu summieren.
Die Beispiele zeigen, dass intergenerationelle Kommunikation oft an festen Denkmustern scheitern kann, wenn die Perspektive der Kinder (z.B. der Bezug zur Lebenswelt) durch die Senioren nicht ausreichend reflektiert wird.
Sie setzen auf szenisches Spiel und Anschauungsmaterial (Fühlkiste, Experimente), wobei sich jedoch zeigt, dass die Strukturierung der Lernangebote und das Eingehen auf kindliche Rückmeldungen entscheidend für den Lernerfolg sind.
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