Bachelorarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
B. Die Provinz Germania Inferior
I. Geographie
II. Eroberung
III. Bevölkerung
IV. Fokus Köln
C. Wirtschaft
I. Begriff Wirtschaft
II. Infrastruktur
1. Das Straßennetz
2. Der Rhein als Wasserstraße
III. Wirtschaftsfaktoren
1. Ius Italicum
2. Militär
IV. Die Wirtschaft im römischen Rheinland
1. Landwirtschaft
a. Villa Rustica
b. Nahrungsmittelbedarf Militär
2. Rüstungsindustrie
a. Materialgewinnung zur Ausrüstung der Armee
b. Herstellung von Waffen und Rüstungen
3. Gewerbe
a. Handel
b. Glas
c. Keramik
d. Stein
D. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Wirtschaftsstrukturen in der römischen Provinz Germania Inferior, mit einem besonderen Fokus auf die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln), und untersucht die maßgeblichen Faktoren, welche die wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region förderten oder beeinflussten.
b. Herstellung von Waffen und Rüstungen
Neben der Materialgewinnung spielt auch die Herstellung von Waffen und Rüstungen eine Rolle bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Stationierung des römischen Heeres auf die Rüstungsindustrie. Hierbei geht es insbesondere um die Verarbeitung der - im eben genannten abbauenden Sektor - gewonnenen Rohstoffe.
Es gibt Anzeichen, dass es in den Legionslagern selbst sozusagen ein truppeneigenes Handwerk gab. Dabei ist allerdings nicht eindeutig geklärt, ob dort lediglich Reparaturen durchgeführt oder ob sogar Waffen und Rüstungen hergestellt wurden.110
Funde belegen allerdings, dass auch in den Legionslagern teilweise selbst produziert wurde. So wurden beispielsweise 12 Tonnen Eisennägel und andere kleine Eisengegenstände wie Pfeilspitzen oder Kugeln und Bolzen für Geschütze im Lager Inchtuthil gefunden.111 Hieraus ist die logische Schlussfolgerung, dass kleine Gegenstände in Massenproduktionen innerhalb des Legionslagers hergestellt wurden. Diese Folgerung passt auch mit der von Wierschowski überein, der folgenden Schluss zieht: „Unter Abwägung der uns zur Verfügung stehenden Quellen meinen wir festhalten zu können, daß eine heereseigene Waffenproduktion nur in wenigen Bereichen feststellbar ist. In Eigenregie – […] – wurden Geschütze und deren Munition, Pfeile und Bogen und eventuell auch Übungswaffen hergestellt, also alles Dinge, die ohne großen technischen Aufwand fabriziert werden konnten, da das komplizierte Stahlerzeugungs- und Verarbeitungsverfahren nicht benötigt wurde.“112
A. Einleitung: Einführung in das Thema, die Fragestellung sowie die geographischen und zeitlichen Rahmenbedingungen der Arbeit.
B. Die Provinz Germania Inferior: Darstellung der geographischen Beschaffenheit, des Eroberungsprozesses durch Rom und der prägenden Bevölkerungsstämme.
C. Wirtschaft: Detaillierte Analyse der Infrastruktur, der wirtschaftlichen Faktoren wie dem Ius Italicum und dem Militär sowie der einzelnen Wirtschaftszweige.
D. Fazit und Ausblick: Zusammenfassendes Resümee der wirtschaftlichen Entwicklung und Ausblick auf die Zeit nach dem Ende der römischen Herrschaft.
Germania Inferior, römisches Rheinland, Wirtschaft, CCAA, Infrastruktur, Landwirtschaft, Villa Rustica, Rüstungsindustrie, Ius Italicum, Handel, Glasherstellung, Keramikproduktion, Steingewerbe, römische Armee, Siedlungsstruktur.
Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung und den Strukturen innerhalb der römischen Provinz Germania Inferior.
Zentrale Themen sind die Infrastruktur, die Rolle des Militärs als Konsument, der Einfluss des Rechtsstatus Ius Italicum und die verschiedenen gewerblichen Produktionszweige wie Keramik, Glas und Stein.
Das Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Arten der Wirtschaft im römischen Rheinland zu geben und die Faktoren zu identifizieren, die diese Wirtschaft förderten.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus archäologischen Funden (wie Glasöfen oder Münzschatzfunden) und literarischen Quellen (Antike Autoren wie Tacitus oder Caesar) sowie wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Rekonstruktion.
Der Hauptteil analysiert die Landwirtschaft (insbes. Villae Rusticae), die Rüstungsindustrie (Materialgewinnung und Waffenherstellung) sowie den Handel und die spezialisierten Gewerbe.
Wichtige Begriffe sind Germania Inferior, CCAA, römisches Heer, Wirtschaftsfaktor, Infrastruktur und römische Siedlungsform.
Die Stadt Köln fungierte als Zentralort und wichtiger Wirtschaftsstandort, was durch ihre infrastrukturelle Anbindung an den Rhein und das Straßennetz sowie ihren Status als Kolonie gestärkt wurde.
Der Rhein diente als kostengünstiger Transportweg für Massengüter und ermöglichte eine schnelle Truppenbewegung, was die logistische Versorgung der Provinz und den Export erleichterte.
Durch diesen rechtlichen Status waren Bürger der Kolonie von bestimmten Steuern befreit, was ihnen mehr finanzielle Mittel ließ und damit die lokale Wirtschaft und Investitionen förderte.
Das Militär war der größte Abnehmer von landwirtschaftlichen Produkten (Getreide, Fleisch), wodurch die lokale Agrarproduktion stark auf die Versorgung der stationierten Truppen ausgerichtet war.
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