Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Einleitung
2. Grundlagen der Feinstaubproblematik
2.1 Definition und Entstehung
2.2 Verhalten der Partikel in der Luft
2.3 Gesetzliche Grundlagen in der Europäischen Union und Deutschland
2.4. Aktuelle Situation in Deutschland
2.5. Auswirkungen der Feinstaubbelastung
3. Literaturstudie zur Effektivität der Feinstaubfilterung von Stadtgrün
3.1 Begründung der Auswahl
3.2 In situ und ex situ Untersuchungen an einzelnen Baumarten und einem Waldgebit
3.2.1 Langner (2006): Exponierter innerstädtischer Spitzahorn (Acer platanoides) – eine effiziente Senke für PM10?
3.2.2 Alfani et al. (1996): Leaf contamination by atmospehric pollutants as assessed by elemental analysis of leaf Tissue, leaf surface deposit and soil
3.2.3 Beckett et al. (2000): The capture of particulate pollution by trees at five contrasting urban sites
3.3 Ex situ Untersuchungen an verschiedenen Pflanzenarten
3.3.1 Flohr, S. (2010): Untersuchungen zum Fangvermögen von Mittel- und Feinstaub (PM10 und PM2.5) an ausgesuchten Pflanzenarten unter Berücksichtigung der morphologischen Beschaffenheit der Blatt und Achsenoberflächen und der Einwirkung von Staubauflagen auf die Lichtreaktion der Photosynthese
3.3.2 Gorbachevskaya, O.; Herfort, S.; (2012): Feinstaubbindungsvermögen der für die Bauwerksbegrünung typischen Pflanzen
3.3.3 Frahm, J.-P.; Sabovljevic, M. (2007): Feinstaubreduzierung durch Moose
3.4 Zwischenfazit
4. Die Effektivität der Feinstaubfilterung alternativer Maßnahmen im Vergleich zu Stadtgrün
5. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Stadtgrün als biologischer Filter zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in urbanen Räumen. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Literaturanalyse, die verschiedene Pflanzenarten und deren artspezifische Filterkapazitäten hinsichtlich unterschiedlicher Feinstaubfraktionen (PM10 und PM2,5) kritisch bewertet und mit technischen Minderungsmaßnahmen kontrastiert.
3.2.1 Langner (2006): Exponierter innerstädtischer Spitzahorn (Acer platanoides) – eine effiziente Senke für PM10?
Die Zielsetzung besteht in der Quantifizierung des Staubumsatzes eines exponierten innerstädtischen Spitzahorns (acer platanoides) während der Vegetationsperiode und in der Ermöglichung von Aussagen zur Art des deponierten Staubs.
Die methodische Vorgehensweise besitzt einen überwiegend empirischen Charakter und findet in Karlsruhe statt (Langner 2006: 2-3). Der circa 9 m hohe Einzelbaum befand sich in der Mitte einer Baumreihe, die aus zehn Acer platanoides bestand und parallel zur stark verkehrsbelasteten Brauerstraße gelegen war. (ebd.: 12-13). Neben dem Kriterium der hohen Verkehrsfrequenz musste der Untersuchungsstandort das Anbringen eines 60 cm vom Einzelbaum entfernten Messmastes mit jeweils vier 6 m langen Vierkantrohren als Ausleger und dessen statische Absicherung gewährleisten (ebd.: 15).
In den Untersuchungen ist die PM10-Konzentration anhand von LVS gravimetrisch erfasst worden, während die des Grobstaubs mit Haftfolien bestimmt wurde. (ebd.: 28-29). Im Jahr 2001 und 2002 wurden die Messungen der Partikelkonzentrationen innerhalb der Baumkrone und im Kronenumfeld als PM10 und als Grobstaub realisiert (ebd.: 23). Anhand einer Referenzstation, die in 43 m Entfernung westlich zum Fahrbahnrand der Brauerstraße errichtet wurde, konnte die PM10-Konzentration in der Umgebungsluft mit Hilfe eines LVS (1,5 m Höhe) in einem mehrjährigen Zeitraum (2001 bis 2003) gemessen und obendrein die trockene und nasse Deposition bestimmt werden (ebd.: 2; 19).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigende Relevanz der Feinstaubproblematik in urbanen Ballungsräumen und definiert das Ziel der Arbeit, die Effektivität von Stadtgrün als Lösungsansatz wissenschaftlich zu beleuchten.
2. Grundlagen der Feinstaubproblematik: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Entstehung von Feinstaub, das physikalische Verhalten der Partikel in der Luft sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die aktuelle Belastungssituation in Deutschland.
3. Literaturstudie zur Effektivität der Feinstaubfilterung von Stadtgrün: Im Hauptteil werden diverse in situ und ex situ Studien an Bäumen, verschiedenen Pflanzenarten und Moosen analysiert, um das jeweilige Staubfangvermögen und die Einflussfaktoren wie Blattoberflächenbeschaffenheit zu bewerten.
4. Die Effektivität der Feinstaubfilterung alternativer Maßnahmen im Vergleich zu Stadtgrün: Dieses Kapitel vergleicht die Filterleistung der Vegetation mit technischen Maßnahmen wie der Straßenbefeuchtung und der Einrichtung von Umweltzonen.
5. Fazit: Das Fazit resümiert das Potenzial von Stadtgrün, zeigt jedoch kritisch auf, dass pflanzliche Maßnahmen ergänzend zu technischer Verkehrsoptimierung zu betrachten sind und weitergehender Forschungsbedarf besteht.
Feinstaub, Stadtgrün, Particulate Matter, PM10, PM2.5, Luftreinhaltung, Deposition, Blattstruktur, Umweltzone, Stadtklima, Bioindikation, Sedimentation, Pflanzenbiologie, Emissionsminderung, Staubbindungsvermögen.
Die Bachelorarbeit untersucht, inwieweit städtische Vegetation (Bäume, Sträucher, Moose) effektiv dazu beitragen kann, die Feinstaubbelastung der Luft in Städten zu reduzieren.
Zentrale Felder sind die physikalischen Grundlagen der Partikelablagerung, die morphologische Eignung verschiedener Pflanzenarten als Filter und der Vergleich zwischen natürlichem Stadtgrün und technischen Minderungsstrategien.
Ziel ist es, die Effektivität von Stadtgrün als Lösungsansatz zur Bewältigung der Feinstaubproblematik kritisch zu evaluieren und auf Basis der Literaturstudie eine tabellarische sowie inhaltliche Einordnung vorzunehmen.
Die Arbeit basiert primär auf einer auswertenden Literaturstudie, in der verschiedene empirische Primärquellen zu Pflanzenversuchen und verkehrstechnischen Minderungsmaßnahmen analysiert und in einen wissenschaftlichen Kontext gestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Literaturanalyse zu einzelnen Baumarten, ex situ Pflanzenuntersuchungen und eine vergleichende Betrachtung technischer Maßnahmen wie Straßenbefeuchtung und Umweltzonen.
Wesentliche Begriffe sind Feinstaub, PM10/PM2.5, Stadtgrün, Deposition, Luftreinhaltung, Blattstruktur und das Bindungsvermögen pflanzlicher Oberflächen.
Die Arbeit zeigt, dass Merkmale wie Blattbehaarung (Trichome), Rauigkeit, klebrige Oberflächen (Honigtau) und die Blattoberflächengröße entscheidend für das artspezifische Staubfangvermögen sind.
Die Modellrechnungen zeigen, dass Sedum-Matten insbesondere bei der Bindung von PM2,5 ein hohes Potenzial aufweisen und im Vergleich zu anderen Begrünungsvarianten oft die besten Ergebnisse für Dächer erzielen.
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