Magisterarbeit, 2007
326 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Zur Kirche und zum Kloster der Erfurter Augustiner vom 13. Jahrhundert bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts
2. Das Erfurter Augustinerkloster nach der Säkularisation
2.1 Das Evangelische Ratsgymnasium 1561
2.2 Die Bibliothek des Evangelischen Ministeriums 1646
2.3 Das Evangelische Waisenhaus 1669
3. Das Augustinerkloster im 19. Jahrhundert
3.1 Das Martinsstift 1821
3.2 Der Umbau der Klosteranlage nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel 1841-1846
3.3 Der Umbau der Augustinerkirche für die Zwecke des Unionsparlamentes 1850
4. Rekonstruktionsarbeiten an Kirche und Kloster 1936-1938
5. Die Wiederherstellung der Klosteranlage 1946-1990
5.1 Erfurt im Zweiten Weltkrieg. Die Bombardierung des Augustinerklosters im Februar 1945
5.2 Die erste Wiederaufbau- und Restaurierungsphase 1946-1965
5.3 Die zweite Restaurierungsphase 1979-1990
6. Der Ausbau des Augustinerklosters seit den 1990er Jahren
6.1 Der Ausbau der Klosteranlage zur Tagungs- und Begegnungsstätte 1999-2002
6.2 Zur Wiederherstellung der Waidhäusern und des Bibliotheksgebäudes nach 2003
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Baugeschichte des Erfurter Augustinerklosters ab dem 17. Jahrhundert unter Berücksichtigung der historischen Hintergründe lückenlos darzustellen und dabei die bauliche Entwicklung in den Fokus zu rücken.
Die Anlage des Augustinerklosters in Erfurt und ihre Baugeschichte seit dem 17. Jahrhundert
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, unter Einbeziehung der historischen Hintergründe die Baugeschichte des Erfurter Augustinerklosters seit dem 17. Jahrhundert darzustellen, da bisher eine durchgängige Betrachtung dieser Art fehlt. Dabei wird jedoch auf eine Bearbeitung in gleichmäßiger Dichte verzichtet. Stattdessen gruppiert sich der Inhalt der Arbeit um zwei Schwerpunkte, in denen sich die Beweggründe der Themenwahl widerspiegeln.
Die Motivation zum Verfassen dieser Magisterarbeit begründet sich aus dem Besuch einer Veranstaltung des MDR MUSIKSOMMERS 2005. Das Augustinerkloster war in diesem Jahr Spielstätte innerhalb der Konzertreihe „Lebendige Klöster“. Dieser Titulierung gerecht wurde es aufgrund seiner Nutzung als Begegnungs-, Beherbergungs- und Tagesstätte. Als solche war das Augustinerkloster im bestehenden Baukörper bis 2002 ausgebaut worden. Das Nutzungskonzept sah in diesem Zusammenhang auch den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Waidhäuser und des Bibliotheksgebäudes vor.
1. Zur Kirche und zum Kloster der Erfurter Augustiner vom 13. Jahrhundert bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts: Darstellung der Gründung des Ordens und der Entwicklung des Erfurter Konvents, geprägt durch den Aufenthalt Martin Luthers.
2. Das Erfurter Augustinerkloster nach der Säkularisation: Untersuchung der baulichen Umnutzung nach der Reformation durch das Ratsgymnasium, die Bibliothek des Evangelischen Ministeriums und das Waisenhaus.
3. Das Augustinerkloster im 19. Jahrhundert: Analyse der Veränderungen durch das Martinsstift sowie die bedeutenden Umbaupläne von Karl Friedrich Schinkel und deren Umsetzung.
4. Rekonstruktionsarbeiten an Kirche und Kloster 1936-1938: Dokumentation der ersten systematischen Restaurierungsversuche zur Erhaltung der Lutherstätten in der NS-Zeit.
5. Die Wiederherstellung der Klosteranlage 1946-1990: Aufarbeitung der Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg und der langjährigen, durch geteilte Eigentumsverhältnisse erschwerten Wiederaufbauphasen.
6. Der Ausbau des Augustinerklosters seit den 1990er Jahren: Betrachtung der aktuellen Phase, in der das Kloster zu einem internationalen Tagungs- und Begegnungszentrum weiterentwickelt wurde.
7. Zusammenfassung: Resümee über die 740-jährige Baugeschichte und die ausschlaggebende Rolle der Luther-Rezeption für den Erhalt der Anlage.
Augustinerkloster Erfurt, Baugeschichte, Martin Luther, Säkularisation, Martinsstift, Karl Friedrich Schinkel, Restaurierung, Denkmalpflege, Käthe Menzel-Jordan, Waidhäuser, Klosteranlage, Tagungsstätte, Wiederaufbau, Reformation, Konvent.
Die Arbeit untersucht die Baugeschichte des Erfurter Augustinerklosters ab dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart, mit besonderem Fokus auf Umbau-, Restaurations- und Wiederaufbaumaßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung nach der Säkularisation, den prägenden Baumaßnahmen des 19. Jahrhunderts, den Wiederaufbauarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und der heutigen Nutzung als Tagungsstätte.
Das Ziel ist die Erstellung einer kontinuierlichen baugeschichtlichen Darstellung der Klosteranlage, da eine solche durchgängige Betrachtung in der bisherigen Forschung fehlte.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse historischer Akten, Baupläne und zeitgenössischer Berichte aus verschiedenen Archiven, die mit kunsthistorischen Analysen der Baubeschreibungen verknüpft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, beginnend bei der Säkularisation bis hin zu den neuesten Ausbaumaßnahmen seit den 1990er Jahren.
Es handelt sich um eine kunsthistorisch-baugeschichtliche Untersuchung, die architektonische Transformationen mit gesellschaftshistorischen Entwicklungen verbindet.
Sein Aufenthalt im Erfurter Konvent gilt als zentraler Faktor für die historische Bedeutung des Ortes und als Hauptgrund für die Bemühungen, die Anlage über Jahrhunderte hinweg zu bewahren.
Der Wiederaufbau war durch massive Kriegsschäden, knappe finanzielle Ressourcen und komplizierte, geteilte Eigentumsverhältnisse zwischen Stadt und Kirche stark verzögert.
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