Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsziel
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das islamische Wirtschaftssystem
2.1 Grundlagen und die fünf Hauptpflichten im Islam
2.2 Rechtsquellen und dessen Auslegung
3 Das Konzept des Islamic Banking
3.1 Die Entwicklung des islamischen Bankwesens
3.2 Unterschiede zum konventionellen Bankgeschäft
3.3 Die KundInnen des Islamic Banking
3.4 Potenzielle Zielgruppen des Islamic Banking in Europa
3.5 Erkenntnisse aus dem Ethno Marketing
4 Marketing Mix für islamkonforme Banken
4.1 Moralische Aspekte als zentrales Produktversprechen
4.2 Das Transparenzgebot bei der Preisgestaltung
4.3 Vertriebskanäle als Berührungspunkte mit den KundInnen
4.4 Schariakonforme Verkaufsförderungsmaßnahmen
4.5 Ethisch gesinnte MitarbeiterInnen als Erfolgsfaktor
5 Conclusio
5.1 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfragen
5.2 Ergebnisdiskussion und Limitation
5.3 Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Anwendbarkeit von Islamic Banking im europäischen Bankensektor zu untersuchen und dabei sowohl Vermarktungschancen als auch ethische Herausforderungen zu analysieren.
3.2 Unterschiede zum konventionellen Bankgeschäft
Der grundlegende Unterschied zwischen Islamic Banking und dem konventionellen Bankgeschäft liegt in der Tatsache, dass westliche Banken Zinsen verlangen und zahlen, während islamische Banken dies nicht tun, da sie Zinsen aufgrund des Scharia-Rechts als verboten ansehen. Obwohl sich die Geschäfte des islamischen Bankwesens vom herkömmlichen Bankgeschäft unterscheiden, erfüllen beide Arten von Banken die gleichen Bedürfnisse. (vgl. Castro 2013, S. 277)
Bevor die Unterschiede zum herkömmlichen Bankgeschäft analysiert werden, sollte zunächst ein Überblick über die Prinzipien des Islamic Banking gegeben werden.
Riba wird als das Verbot von Zinsen verstanden. Der Ausdruck Riba kommt aus dem Arabischen, welches wörtlich wachsen, erweitern, erhöhen oder aufblasen bedeutet. Es fällt jedoch nicht jedes Wachstum, das im Islam vorkommt, in die verbotene Kategorie. Riba im Schariarecht, bezieht sich auf die Prämie bzw. Zinsen, die von KreditnehmerInnen an die Bank zusammen mit dem Kapital bezahlt werden muss. (vgl. Ahmad/Hassan 2007, S. 2)
Das Wort Gharar wird als Täuschung definiert. In Bezug auf Gharar sagt das islamische Recht, dass es in der vertraglichen Vereinbarung nicht vorhanden sein soll. Man kann zum Beispiel nicht verkaufen, was man nicht besitzt, weil dies als eine Form der Täuschung angesehen wird. Ebenso sollten Produkte mit ungeeigneten Qualitätsmerkmalen nicht verkauft werden. (vgl. ebd. 2007, S. 18)
Maisir wird im Islam als eine Form der Ungerechtigkeit in der Aneignung des Reichtums anderer angesehen und hat daher viel mit dem Konzept von Riba gemeinsam. Der Akt des Glücksspiels, auch, als das Wetten auf das Eintreten eines zukünftigen Ereignisses, bezeichnet, ist verboten. (vgl. ebd. 2007, S. 18)
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Folgen der globalen Finanzkrise und formuliert das Ziel, die Anwendbarkeit von Islamic Banking als strategisches Geschäftsfeld in Europa zu untersuchen.
2 Das islamische Wirtschaftssystem: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Grundlagen, die fünf Hauptpflichten im Islam und die primären sowie sekundären Rechtsquellen der Scharia als Fundament für Finanzprodukte.
3 Das Konzept des Islamic Banking: Hier werden die historische Entwicklung, die Unterschiede zu Zinsmodellen und die Zielgruppen im europäischen Kontext unter Einbeziehung des Ethno-Marketings beleuchtet.
4 Marketing Mix für islamkonforme Banken: Das Kapitel analysiert die Anwendung der fünf P's (Product, Price, Place, Promotion, People) unter Berücksichtigung islamischer Wirtschaftsethik und Transparenz.
5 Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zur Anwendbarkeit zusammen, diskutiert die Limitationen durch den Mangel an europäischen Daten und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Islamic Banking, Scharia, Zinsverbot, Riba, Marketing Mix, Ethno Marketing, Finanzkrise, Bankwesen, Kundentreue, Nachhaltigkeit, Finanzethik, Europa, Religion, Bankenmanagement, islamische Finanzprodukte
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Islamic Banking als alternative, ethisch orientierte Strategie für europäische Banken, insbesondere als Antwort auf das schwindende Vertrauen nach der Finanzkrise.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des islamischen Rechts, die Unterschiede zu konventionellen Zinsgeschäften, die Bedürfnisse der Zielgruppen und die spezifische Ausgestaltung des Marketing-Mix.
Das Ziel ist es, die Vermarktungsmöglichkeiten und Herausforderungen zu identifizieren, die bei der Einführung von islamkonformen Bankprodukten im europäischen Raum entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Auswertung und Filterung wissenschaftlicher Literatur, Fachbüchern und akademischen Journals.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des islamischen Wirtschaftssystems, das Konzept des Islamic Banking, die Analyse des Marketing-Mix für islamkonforme Banken sowie die Rolle ethischer Mitarbeiterführung.
Wichtige Begriffe sind Islamic Finance, Zinsverbot (Riba), Scharia-Konformität, Ethno-Marketing, Kundenvertrauen und Nachhaltigkeit.
Islamic Banking bietet durch seine ethische Gesinnung, Transparenz und den Verzicht auf spekulative Geschäfte eine nachhaltige Alternative, die Werte anspricht, die auch nicht-muslimische Kunden schätzen.
Herausforderungen sind unter anderem mangelnde regulatorische Anpassungen, eine negative öffentliche Wahrnehmung (Islamophobie) und der Mangel an spezialisierten, entsprechend geschulten Fachkräften in den Banken.
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