Masterarbeit, 2017
88 Seiten, Note: 1,7
1. Engpass Wareneingang – unvermeidbar?
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Struktur der Arbeit
2. Funktionsweise des Wareneingangs bei heterogener Waren- und Lieferantenstruktur mit Zeitfenster-Slotvergabe
2.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung
2.1.1 Heterogenes Sortiment und Sendungen
2.1.2 Abgrenzung Trockensortiment im Regionallager
2.1.3 Abgrenzung zwischen Zeitfenstern in Industrie und Handel
2.1.4 Definition LKW-Prozesszeiten
2.2 Ablauforganisation mit ein- und zweistufiger Wareneingangskontrolle
2.3 Einsatz des Zeitfenstermanagement-Portals Mercareon
2.4 Verzögerungen in der Auftragsbearbeitung
3. Theoretischer Hintergrund zu Wartezeiten am Wareneingang
3.1 Entwicklung von Wartezeiten
3.2 Studien zu Zeitfenstermanagement-Systemen
3.3 Ableitung von Verbesserungspotenzialen
3.3.1 Übersicht über Optimierungsmaßnahmen
3.3.2 Bewertung der Maßnahmen
4. Umsetzung von Maßnahmen am Beispiel eines Regionallagers
4.1 Untersuchung der vorhandenen Wareneingangskapazitäten
4.1.1 Kennzahlen im Wareneingang
4.1.1.1 Mengen- und Strukturdaten
4.1.1.2 Leistungskennzahlen
4.1.2 Maschinen-/IT-Ressourcen
4.1.3 Personaleinsatzplanung im Wareneingang
4.1.4 Variation der Flächenkapazität
4.1.5 Vermeidung unausgeglichener Arbeitslast
4.1.5.1 Glättung des Wareneingangsvolumens mittels Kapazitätsplanung
4.1.5.2 Zeitfenstervergabe im Wareneingang zur Auslastungssteuerung
4.1. Umsetzung einer optimierten Zeitfensterstruktur in Mercareon
4.2.1 Ermittlung von Lösungsstrategien
4.2.1.1 Ermittlung der täglichen Anzahl benötigter Zeitfensterslots
4.2.1.2 Erhöhung des Durchsatzes durch angepasste Zeitfensteranzahl
4.2.1.3 Anpassung der Slotanzahl im Zeitfensterportal
4.2.1.4 Vergabe getrennter Buchungsbereiche für Lieferantengruppen
4.2.1.5 Festlegung von Kapazitätsrestriktionen pro Zeiteinheit
4.2.2 Auswertung der Anlieferdaten nach Umsetzung der Lösungsstrategien
4.2.2.1 Abweichung nicht eingehaltener Zeitfenster
4.2.2.3 Streuung nicht avisierter Lieferungen
4.2.2.3 Entwicklung der Wartezeiten
4.2.2.4 Entwicklung der Struktur- und Leistungskennzahlen
5. Fazit
Die Arbeit analysiert die Wareneingangsprozesse in einem Regionallager des Lebensmitteleinzelhandels, um Durchlauf- und Wartezeiten durch ein optimiertes Zeitfenstermanagement zu reduzieren. Dabei wird untersucht, wie durch Kapazitätsanpassungen und eine präzisere Zeitfenstervergabe eine gleichmäßigere Auslastung der Ressourcen erreicht werden kann.
1.1 Problemstellung
Täglich erreichen tausende LKW die Handelsläger deutscher Lebensmittelhändler. Schon die Anfahrt zur Entladestelle wird nicht selten durch Staus und Hindernisse während der Anfahrt unterbrochen. Was den Fahrer am Zielort erwartet, ist aber nicht das Ende seiner Tour, sondern oft überzogene Wartezeiten am Hof des Empfängers und Verzögerungen an der Rampe. Von der Anmeldung am Empfang über die Wartezeit am Hof bis zur Warenannahme und schließlich zum Palettentausch sind Prozesse oft unkoordiniert – teilweise müssen mehrere Rampen angefahren werden.
Frühere Lösungen mit telefonisch vereinbarten Anlieferterminen waren dabei meist nicht zielführend und bedeuteten vor allem Mehraufwand auf Seiten des Warenempfängers und des Lieferanten. Zwar wurde versucht, angekündigte Anlieferungen zu koordinieren; aufgrund zu hoher Frequenzen, fehlender Kapazitäten und kaum vorhandener Glättung der Bestellmengen war es dem Empfänger kaum möglich, diese in angemessenen Zeiten zu bearbeiten.
In einer Umfrage aus dem Jahr 2008 gaben von 250 befragten Verladern und Transportdienstleistern über ein Drittel an, im Durchschnitt mehr als 60 Minuten auf die Entladung warten zu müssen. Wartezeiten zwischen zwei und vier Stunden stellten ebenfalls keine Seltenheit dar, weil zu wenig Personal im Wareneingang vorhanden war, um die Anliefermengen zu bewältigen. Lagerfläche wurde zudem zu Lasten der Wareneingangsfläche verringert. Als Hauptursache wurden einerseits Lager genannt, andererseits die sehr heterogenen Lieferungen und Standorte mit Kapazitätsengpässen an den Zufahrten und Rampen sowie fehlende Lagerkapazitäten.
1. Engpass Wareneingang – unvermeidbar?: Dieses Kapitel beleuchtet die Problematik langer Wartezeiten und ineffizienter Prozesse an Handelsrampen.
2. Funktionsweise des Wareneingangs bei heterogener Waren- und Lieferantenstruktur mit Zeitfenster-Slotvergabe: Hier werden Grundlagen des Wareneingangs sowie die Nutzung der Mercareon-Plattform erläutert.
3. Theoretischer Hintergrund zu Wartezeiten am Wareneingang: Analysiert die Ursachen für Wartezeiten anhand vorhandener Studien und leitet erste Optimierungsansätze ab.
4. Umsetzung von Maßnahmen am Beispiel eines Regionallagers: Beschreibt die konkrete Analyse und Optimierung der Wareneingangskapazitäten und Zeitfensterstrukturen im praktischen Betrieb.
5. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die allgemeine Anwendbarkeit der entwickelten Strategien zur Durchlaufzeitreduzierung.
Wareneingang, Zeitfenstermanagement, Durchlaufzeit, Wartezeitreduzierung, Lebensmitteleinzelhandel, Kapazitätsplanung, Logistik, Mercareon, Rampenmanagement, Personaleinsatzplanung, Warenfluss, Supply Chain Management, Prozessoptimierung, Belieferung.
Die Arbeit untersucht, wie durch ein systematisches Zeitfenstermanagement und Prozessanpassungen die Wartezeiten und Durchlaufzeiten für anliefernde Speditionen in einem Regionallager reduziert werden können.
Die Themen umfassen die Analyse von Wareneingangsprozessen, die Implementierung von IT-gestütztem Zeitfenstermanagement sowie die betriebliche Kapazitätsplanung.
Das primäre Ziel ist die Schaffung einer zeitlich optimalen Anlieferstruktur, die sowohl interne Lagerprozesse effizienter gestaltet als auch die Wartezeiten für Lieferanten signifikant senkt.
Die Arbeit stützt sich auf eine IST-Analyse von Kapazitäten und Prozessdaten sowie auf die praktische Umsetzung und Auswertung von Optimierungsstrategien im PDCA-Zyklus.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen von Wartezeiten, die standortspezifischen Kapazitätsuntersuchungen sowie die konkrete Optimierung der Zeitfenstervergabe und Personalplanung dargestellt.
Zentrale Begriffe sind Wareneingang, Zeitfenstermanagement, Durchlaufzeit, Kapazitätsplanung und Prozessoptimierung.
Das Portal dient der webbasierten Koordination von Lieferungen und Ankunftsterminen, um Stoßzeiten zu entzerren und eine Echtzeit-Übersicht der Hofaktivitäten zu ermöglichen.
Feiertage führen zu schwankenden Volumina, was eine proaktive Glättung der Bestellmengen und eine flexible Anpassung der Personaleinsatzpläne im Wareneingang erforderlich macht.
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