Diplomarbeit, 2005
38 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Unternehmen im Zwiespalt
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Definitionen
2.1 Motivationsorientierte Anreizgestaltung
2.2 Lohnkosten
3. Lohnkostensenkung und ihre Auswirkungen
3.1 Ausgewählte Instrumente zur Lohnkostensenkung
3.2 Auswirkungen auf die Mitarbeiter und ihre Motivation
4. Anreizsysteme
4.1 Anreizsysteme und ihre Ausgestaltung
4.2 Immaterielle Anreizinstrumente
4.3 Materielle Anreizinstrumente
4.4 Praxisbeispiel Tele Atlas Deutschland GmbH
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, mit welchen Anreizstrategien Unternehmen ihre Mitarbeiter motivieren können, wenn gleichzeitig Maßnahmen zur Lohnkostensenkung durchgeführt werden. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie trotz finanzieller Einschnitte ein Anreiz-Beitrags-Gleichgewicht aufrechterhalten werden kann, um Demotivation zu vermeiden.
3.2 Auswirkungen auf die Mitarbeiter und ihre Motivation
Auswirkungen bei Kürzung oder Streichung von Sonderleistungen
Bei Senkung von Zuschlägen ist der Verlust bei jedem Monatslohn direkt sichtbar, die Kürzung oder Streichung von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld nur in den Auszahlungsmonaten.
In beiden Fällen verringert sich der Bruttolohn des Mitarbeiters, wodurch auch der Nettolohn geschmälert wird. In der Auswirkung führt dies zu einer geringeren Kaufkraft, was die Konsummöglichkeiten senkt (vgl. Strüven 2004, S. 26). Zusätzlich induziert ein geringerer Bruttolohn geringere Ansprüche aus der Sozialversicherung. Sind Leistungen aus der Pflege- und Arbeitslosenversicherung nur im Fall von Bedürftigkeit relevant, sinkt die gesetzlich garantiert gezahlte Rente mit Eintritt in das gesetzliche Rentenalter.
Auf die Belastung am Arbeitsplatz hat die Senkung oder Streichung keinen Einfluss. Durch einen geringeren Nettolohn könnte der Freizeitwert geringer werden. Der Umfang der Freizeit bleibt unberührt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den unternehmerischen Zwiespalt zwischen notwendigen Lohnkostensenkungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erhaltung der Mitarbeitermotivation.
2. Begriffliche Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „motivationsorientierte Anreizgestaltung“ sowie „Lohnkosten“ im Kontext des psychologischen Arbeitsvertrages definiert.
3. Lohnkostensenkung und ihre Auswirkungen: Das Kapitel erörtert Instrumente zur Lohnkostensenkung und analysiert deren psychologische und physische Auswirkungen auf die Belegschaft sowie die resultierenden Motivationsprobleme.
4. Anreizsysteme: Hier werden verschiedene Anreizmöglichkeiten, von Arbeitszeitmodellen bis hin zu leistungsorientierten Prämien, vorgestellt und hinsichtlich ihrer Kompensationswirkung bei Lohnkostensenkungen geprüft.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die strategische Notwendigkeit, Anreizgestaltung als komplexen Change-Prozess zu betrachten.
Lohnkosten, Anreizgestaltung, Motivation, Demotivation, psychologischer Vertrag, Arbeitszeitkonten, Sabbaticals, Telearbeit, Arbeitsinhalt, Leistungsprämie, Cafeteriasystem, Mitarbeiterbindung, Lohnkostensenkung, Arbeitsleistung, Zielvereinbarung.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, wie Unternehmen Lohnkosten senken können, ohne dabei die Motivation ihrer Mitarbeiter durch eine Störung des Anreiz-Beitrags-Gleichgewichts zu gefährden.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Lohnkosten, die Analyse von Lohnkostensenkungsmaßnahmen sowie die Untersuchung geeigneter immaterieller und materieller Anreizsysteme als Kompensationsstrategien.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, mit welchen spezifischen Anreizen Unternehmen ihre Mitarbeiter in Phasen von Lohnkostensenkungen motivieren können, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Anwendung theoretischer Modelle wie der Anreiz-Beitrags-Theorie, ergänzt durch ein konkretes Praxisbeispiel.
Im Hauptteil werden verschiedene Instrumente wie flexible Arbeitszeitmodelle, Sabbaticals, Telearbeit, Aufgabengestaltung sowie monetäre und nichtmonetäre Sonderleistungen auf ihre Eignung als Motivationsinstrumente hin analysiert.
Wichtige Begriffe sind Lohnkosten, Anreizgestaltung, Motivation, psychologischer Vertrag und leistungsorientierte Prämien.
Telearbeit kann durch eingesparte Fahrtkosten und höhere Zeitsouveränität den finanziellen Verlust oder die Arbeitsbelastung teilweise ausgleichen und so eine motivierende Wirkung entfalten.
Es zeigt anschaulich, wie ein Bonussystem trotz gestrichener Urlaubs- und Weihnachtsgelder die Mitarbeiter motivieren und die Produktivität des Unternehmens signifikant steigern konnte.
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