Magisterarbeit, 2004
159 Seiten, Note: 1,7
0. Gliederung:
0.1. Einleitung
0.2. Vorgehensweise und Begriffsbestimmungen
0.3. Anmerkungen zur Rezipierung
1.0 Informationstechnologie, Industrie und Finanzmärkte
1.0. Das rasante Wachstum des Internet sowie der Informations- u. Kommunikations Technologie - technische und ökonomische Grundlagen.
1.1.1 Die Geburtsstunde des Internet – das „Apranet“
1.1.2 Analyse der hohen Verbreitungsgeschwindigkeit des Internet in der Gesellschaft, sowie „Vorbilder“ der Technologie in der Natur
1.1.3 Die Ökonomische Bedeutung des Internet und die Euphorie der New Economy
1.2.0. Der„Internetboom“ als der „fünfte Kondratieff Zyklus“ - die Theorie der langen konjunkturellen „Wellen“
1.2.1. Die Änfänge der Ökonomie – Vom Goldstandard zu elektronischen Börsenplätzen
1.2.2. Analyse der Entwicklung der Ökonomie nach philosophischen, physikalischen und mathematischen Mustern und Homologen
1.2.3. Der Internetboom war ein prognostizierbares Ereignis – technologisch induziert und mit enormen kulturellen Auswirkungen
1.3.0. Der internationale „Börsencrash“ als Folge der „E-Commerce Euphorie“ - Börsenpsychologie und Standortfaktoren in exemplarischer Analyse
1.3.1. Die psychologischen Hintergründe der „DOT COM“ Spekulationsblase
1.3.2. Der „Shareholder Value“ als inflationäre Mentalität und der Europäische „Kopierversuch“ der Erfolgsstory des NASDAQ
1.3.3. Der „Wintelismus“ als Leitbild für eine neue Marktkultur? – versus Ökonmomische Standortfaktoren in exemplarischer Analyse
2. Politischer Stellenwert und gesellschaftlich transformatives Potential der Informations- und Kommunikationstechnologie.
2.1.1 Aspekte der Entmaterialisierung der heutigen Arbeits- und Lebenswelt
2.1.2 Exemplarische Implikationen der Tendenz der Virtualisierung und das Entstehen einer neuen Kulturtechnik
2.1.3 Perspektiven theoretisch unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums
2.2 Neue Arbeitswelt auf dem Hintergrund technologischer Innovationen
2.2.1 Systemtheoretische Aspekte der Transformation von Gesellschaft durch Technologie auf dem Hintergrund ausgewählter gesellschaftlicher Funktionen
2.2.2 Arbeitsmarktpolitik und Aspekte des „Mythos“ der Vollbeschäftigung
2.2.3 Die digitale Kluft und deren mögliche Überwindung durch eine moderne Variante des „Marshall Plans“
3. Der Paradigmenwechsel von der Produktions- zur Wissensgesellschaft – ausgewählte Bewegungen
3.1.1 Aufbruch in die Wissensgesellschaft, Adaption „technischer Vorbilder“ der Natur und der „Globale Netzwerk Leviathan“ als Metapher der Moderne
3.1.2 „ Ausblick auf Technologie von Morgen –Neuronale Netze und Künstliche Intelligenz
3.1.3 Technologie und Transzendenz – die Bewegung der „Extropianer“
3.2.0. Analyse des transformativen Potentials emergierender Basistechnologien
3.2.1 Nanotechnologie in ihrem Potential und konkreten Anwendungsbeispielen
3.2.2 Globale Perspektiven exponentiell expandierender IT Ressourcen
3.2.3 Konvergenz der wissenschaftlichen Disziplinen am Beispiel fortgeschrittener Rechenmaschinen
3.3.2 Exkurs über die Funktionsweise eines Quantencomputers
3.3.3 Quo Vadis Homo S@piens ? - Philosophische Schlussbetrachtungen und Ergebnis
4.1. Glossar
4.2. Literaturverzeichnis (Monogafien, Periodika und „Hyperlinks“)
Die Arbeit untersucht die These, dass die Evolution der Informations- und Kommunikationstechnologie als zentraler Initiator für die Transformation der Gesellschaft von einer Produktions- in eine Wissensgesellschaft fungiert. Dabei wird analysiert, wie technologische Innovationen ökonomische Zyklen beeinflussen und welche politischen Konsequenzen sich daraus für die Zukunftsgestaltung ergeben.
1.1.1 Die Geburtsstunde des Internet – das „Apranet“
„Auch BENZ hat einen Benzinwagen gebaut, welcher auf der Münchner Ausstellung Aufsehen erregte. Diese Anwendung der Benzinmaschine dürfte indessen ebenso wenig zukunftsreich sein wie die des Dampfes für die Fortbewegung von Straßenfuhrwerken.“2 Dr. von Muyden / Kaiserliches Patentamt
Wir leben heute in einer Welt, in der Kommunikationstechnologie so weit in unser Leben integriert ist, dass wir beginnen sie als Selbstverständlichkeit wahrzunehmen. Das war noch vor kurzer Zeit anders. Das allgegenwärtige Handy, das Internet und die Computer sind in unserer Lebenswelt erst in den letzten rund zehn Jahren Begleiterscheinungen des Alltags geworden. Dies ist bereits ein Indikator dafür, wie rasant sich diese Technologie verbreitet, im Vergleich etwa zu Buchdruck, Dampfmaschine oder Elektromotor, darf die Geschwindigkeit ihrer Verbreitung als revolutionär bezeichnet werden.
Für diese Arbeit ist ein umfassendes Verständnis des geschilderten Phänomens fundamental, deshalb wird hier zunächst eine Einführung in die Zusammenhänge ihrer technischen Entstehung (1.1.1), ihrer Verbreitung in der Gesellschaft (1.1.2) und ihrer Bedeutung für die Ökonomie (1.1.3) gegeben. Als Auftakt in die Thematik soll ein Zitat des Münchner Politologen Werner Weidenfeld dienen: „ Digitalisierung der Information bedeutet eine Aufhebung von Raum und Zeit. Betrachtet man zum Beispiel die transnationale, über Zeitzonen organisierte Herstellung und Erbringung von Produkten und Dienstleistungen, wird dieses Phänomen mehr als deutlich. Das Grundgerüst der vernetzten und digitalisierten Welt sind das Internet, seine kommerziellen Subsysteme und die wachsende Zahl der Intranets in Unternehmen und Organisationen. Hinzu kommt die sprunghafte Entwicklung weltweiter Telekommunikation. 1993 nutzten erst zehn Millionen Menschen das Netz. Gegenwärtig verdoppelt sich der elektronische Verkehr nach einer Faustregel alle hundert Tage. Bis zum Ende des Jahres 2001 wird weltweit mit 225 Millionen Internet-Nutzern gerechnet. Entgegen mancher Stimmen handelt es sich hierbei nicht einfach nur um eine neue Technologie: Gemeinsam mit weiteren hochproduktiven Wirtschaftssektoren bildet die Informationswirtschaft den Grundpfeiler einer völlig neuartigen Ökonomie.“
1.0 Informationstechnologie, Industrie und Finanzmärkte: Dieses Kapitel legt die technischen und ökonomischen Grundlagen des Internet-Wachstums dar, analysiert Konjunkturzyklen und untersucht den Zusammenhang zwischen der DOT-COM-Spekulationsblase und Börsenpsychologie.
2. Politischer Stellenwert und gesellschaftlich transformatives Potential der Informations- und Kommunikationstechnologie.: Hier wird der Einfluss der IT auf die Entmaterialisierung der Lebenswelt sowie die Transformation der Arbeitswelt und des Begriffs der Vollbeschäftigung systemtheoretisch analysiert.
3. Der Paradigmenwechsel von der Produktions- zur Wissensgesellschaft – ausgewählte Bewegungen: Der abschließende Teil widmet sich dem Paradigmenwechsel hin zur Wissensgesellschaft, analysiert emergierende Basistechnologien und beleuchtet die Rolle von KI und Quantencomputern als konvergente Zukunftstechnologien.
Informationstechnologie, Transformation, Wissensgesellschaft, Kondratieff-Wellen, New Economy, Systemtheorie, Internet, Nanotechnologie, Quantencomputer, Künstliche Intelligenz, Globalisierung, Standortfaktoren, Evolution, Digitalisierung, Börsenpsychologie.
Die Arbeit untersucht, wie technologische Entwicklungen, insbesondere die Informationstechnologie, als Initiatoren für tiefgreifende gesellschaftliche und ökonomische Transformationen wirken.
Die zentralen Felder sind die Evolution des Internet, die Theorie der langen Konjunkturzyklen (Kondratieff-Wellen), systemtheoretische Analysen der Gesellschaft sowie Zukunftstechnologien wie Nanotechnologie und Quantencomputing.
Das Ziel ist der Beleg der Kernthese, dass die Evolution der Informations- und Kommunikationstechnologie als Initiator für den Paradigmenwechsel von einer Produktions- zur Wissensgesellschaft fungiert.
Die Arbeit verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der politikwissenschaftliche Argumente mit Erkenntnissen aus der Informatik, Physik und Systemtheorie (insb. Niklas Luhmann) verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der IT, die wirtschaftlichen Folgen der New Economy, die politische Steuerung in einer vernetzten Welt und das transformative Potenzial zukünftiger Basistechnologien.
Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, Kondratieff-Zyklen, systemtheoretische Autopoiese, technologische Evolution und der Paradigmenwechsel in der modernen Ökonomie.
Es beschreibt die autopoietische und autokatalytische Beschleunigung von Entwicklungsprozessen durch Technologie, was als Schlüssel zum Verständnis des rapiden gesellschaftlichen Wandels dient.
Der Autor nutzt diese Theorie, um zu zeigen, dass wirtschaftliche Auf- und Abschwünge durch basistechnologische Innovationen getrieben sind und somit antizipierbare Zyklen bilden.
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