Bachelorarbeit, 2018
69 Seiten, Note: 1,5
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Methodik der Thesis
2. Grundlagen und Definitionen
2.1 Definition Kultur
2.2 Definition Führung
2.2.1 Führung in Deutschland
2.2.2 Führung in China
2.3 Definition Führungsstile
2.3.1 Klassische Führungsstile nach Kurt Lewin
2.3.1.1 Autoritärer Führungsstil
2.3.1.2 Kooperativer Führungsstil
2.3.1.3 Laissez-faire Führungsstil
2.3.2 Patriarchalischer Führungsstil nach Max Weber
3. Einzelne Aspekte der chinesischen Kultur
3.1 Konfuzianismus
3.2 Guanxi – Netzwerk der persönlichen Beziehungen
3.3 Mianzi – das Gesicht
3.3.1 Gesicht geben
3.3.2 Gesicht verlieren
3.3.3 Gesicht wahren
3.4 Hierarchieorientierung
3.5 Kollektivismus
4. Besonderheiten der Führung von chinesischen Mitarbeitern
4.1 Mentalität chinesischer Mitarbeiter
4.1.1 Seniorität
4.1.2 Sprache
4.1.3 Kommunikation
4.1.4 Nonverbale Kommunikation
4.2 Führung von chinesischen Mitarbeitern
4.2.1 Bedürfnisse und Erwartungen chinesischer Mitarbeiter
4.2.2 Motivation chinesischer Mitarbeiter
4.2.3 Umgang mit Problemen und Konflikten in China
5. Handlungsempfehlung
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse des Verhaltens deutscher Führungskräfte in China. Dabei wird untersucht, wie kulturelle Unterschiede die interkulturelle Führung beeinflussen und welche Strategien für einen erfolgreichen Auslandseinsatz angewendet werden können.
3.3 Mianzi – das Gesicht
Ein weiterer wichtiger kultureller Aspekt ist Mianzi. Auch wenn das Wort Mianzi eigentlich übersetzt nur Gesicht bedeutet, so ist in China damit etwas viel Weitreichenderes gemeint; die Menschenwürde. In China wird Mianzi mit Ehre, tiefem Stolz und Würde verbunden. Neben der persönlichen Würde des Einzelnen beschreibt es außerdem auch die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft. Die meisten Chinesen definieren sich über ihre Stellung in der Gesellschaft und über ihre sozialen Beziehungen. Dies gibt ihnen Gesicht. Gefürchtet ist hingegen der Gesichtsverlust.
Auch in der westlichen Kultur kennt man die unangenehme Situation des Gesichtsverlusts. Die Konsequenzen für das Berufs- und Privatleben sind in China jedoch deutlich ausgeprägter und schwerwiegender als beispielsweise in Deutschland. Zu unterscheiden sind drei Ausprägungen von Mianzi: Gesicht geben, Gesicht verlieren und Gesicht wahren.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Führung chinesischer Mitarbeiter sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2. Grundlagen und Definitionen: Erläuterung der zentralen Begriffe Kultur und Führung sowie Darstellung klassischer und patriarchalischer Führungsstile.
3. Einzelne Aspekte der chinesischen Kultur: Analyse konfuzianischer Grundwerte, des Konzepts Guanxi, der Bedeutung des Gesichts (Mianzi) sowie Hierarchie- und Kollektivismusorientierung.
4. Besonderheiten der Führung von chinesischen Mitarbeitern: Untersuchung der spezifischen Mentalität chinesischer Mitarbeiter und Herausforderungen bei Kommunikation, Motivation und Konfliktlösung.
5. Handlungsempfehlung: Ableitung konkreter Empfehlungen für deutsche Führungskräfte zur kulturadäquaten Anpassung ihres Führungsverhaltens.
6. Fazit und Ausblick: Reflexion der Ergebnisse und kritische Stellungnahme zur Rolle kultureller Unterschiede im Management.
Chinesische Kultur, Führungsstile, Konfuzianismus, Guanxi, Mianzi, Gesichtsverlust, Hierarchieorientierung, Kollektivismus, Interkulturelle Führung, Expatriates, Mitarbeitermotivation, Konfliktvermeidung, Kommunikation, Senioritätsprinzip, Führungskraft.
Die Arbeit analysiert kritisch das Verhalten deutscher Führungskräfte beim Führen von chinesischen Mitarbeitern unter Berücksichtigung kultureller Spezifika.
Zentral sind die chinesische Mentalität, der Einfluss des Konfuzianismus, Konzepte wie Guanxi und Mianzi sowie die unterschiedlichen Anforderungen an Führung und Kommunikation.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die chinesische Arbeitswelt zu vermitteln und deutschen Führungskräften Orientierungshilfen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche von Primär- und Sekundärquellen sowie der Analyse kulturtheoretischer Ansätze und Studien (u.a. von Geert Hofstede).
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Kultur und Führung die spezifisch chinesischen Aspekte der Zusammenarbeit und die besonderen Anforderungen an die Führungskraft beleuchtet.
Schlüsselwörter sind u.a. Interkulturelle Führung, Mianzi, Guanxi, Konfuzianismus, Machtdistanz und Mitarbeitermotivation.
Da in China offene Kritik oder bloßes Hinterfragen als Gesichtsverlust wahrgenommen wird, was die Zusammenarbeit und das Vertrauensverhältnis nachhaltig schädigen kann.
In China ist die Kommunikation stärker kontextabhängig, indirekt und harmonieorientiert, während in Deutschland eher direkte, sachliche und problemorientierte Kommunikation gepflegt wird.
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