Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Forschungshintergrund
2.1 Transformationale Führung
2.1.1 Definition „Führung“ und „transformationale Führung“
2.1.2 Historische Entwicklung der Führungsforschung
2.1.3 Full Range of Leadership - Modell
2.1.4 Vier Faktoren der transformationalen Führung
2.1.5 Kritische Aspekte transformationaler Führung
2.2 Innovation
2.2.1 Die Bedeutung und Notwendigkeit von Innovationen
2.2.2 Abriss der Forschungshistorie
2.2.3 Thoms Dreiphasenmodell des Innovationsprozesses
2.2.4 Einflussfaktoren auf Innovationen
2.3 Zusammenhang von transformationaler Führung und Innovation
2.3.1 Empirischer Forschungsstand
2.3.2 Theoretische Forschungsgrundlage
3 Hypothesen und Fragestellung
3.1 Hypothesen
3.2 Fragestellungen
4 Methodik
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Messinstrumente
4.2.1 Messung der transformationalen Führung
4.2.2 Messung der Situationswahrnehmung & des Innovationsverhaltens
4.3 Stichprobenkonstruktion
4.4 Untersuchungsdurchführung
5 Datenauswertung
5.1 Deskriptive Datenauswertung
5.2 Hypothesenbezogene Datenauswertung
5.3 Weiterführende Datenauswertung
6 Diskussion und Ausblick
6.1 Interpretation der Daten
6.2 Kritische Reflexion und Implikationen für weitere Forschungen
6.3 Implikationen für die Praxis
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des transformationalen Führungsstils auf das individuelle Innovationsverhalten von Mitarbeitern in Unternehmen. Dabei wird insbesondere analysiert, ob dieser Zusammenhang durch die Wahrnehmung der Arbeitssituation mediiert und durch die Arbeitszufriedenheit moderiert wird.
2.1.2 Historische Entwicklung der Führungsforschung
Bis zum Ende der 40er Jahre wurde in der Führungsforschung vornehmlich der eigenschaftsorientierte Personalführungsansatz untersucht. Dieser zeichnet sich durch die Persönlichkeit des Führers aus. Dabei wurde angenommen, dass die stabilen bzw. langfristigen Persönlichkeitsmerkmale des Führenden den Führungserfolg ausmachen. In den 50er Jahren bis ca. Ende der 60er Jahre wurde das Verhalten des Führers näher erforscht. Somit rückte der verhaltensbezogene Führungsansatz in den Vordergrund. Dies spitzte sich in Untersuchungen über die Führungsmacht des Führers auf den Geführten zu. Die Forschung fokussierte sich stärker auf den Einfluss der Führungskraft und führte Untersuchungen durch, um den Unterschied von autoritären und demokratischen Führungspersönlichkeiten zu erfassen (Yukl, 2010).
Im darauffolgenden Forschungsabschnitt hatten situative Variablen eine hohe Bedeutsamkeit in der Führungsforschung. Mitte der 80er Jahre fand ein „Paradigmenwechsel“ statt und die Forschung über das Charisma der Führungskraft lebte auf (Yukl, 2010). Hierbei wurde eine vollständige Betrachtung der Führungspersönlichkeit angestoßen. Daraus resultierten die integrativen Führungsansätze. Unter der vollständigen Betrachtung fielen unter Anderem die Eigenschaften des Führers wie auch die Verhaltensweisen des Führers und die daraus resultierende Führungseffektivität. Geschichtlich wurde es aufgrund der zunehmenden Globalisierung immer wichtiger, den ebenso zunehmenden Wettbewerb organisational zu bestehen. Daher wurde die Führungseffektivität als ein wichtiges Forschungsziel hervorgehoben (Yukl, 2010).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die hohe Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und führt das Ziel der Arbeit ein, den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und individuellem Innovationsverhalten zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen und Forschungshintergrund: Dieses Kapitel definiert den transformationalen Führungsstil sowie den Innovationsbegriff und beleuchtet bestehende theoretische sowie empirische Zusammenhänge, insbesondere unter Berücksichtigung situativer Faktoren.
3 Hypothesen und Fragestellung: Basierend auf der Theorie werden Hypothesen zum Zusammenhang von Führungsstil, Innovationsverhalten und Mediatoren formuliert und daraus die zentralen Forschungsfragen abgeleitet.
4 Methodik: Das Kapitel beschreibt das nicht-experimentelle Querschnittsdesign der Studie, die genutzten Messinstrumente (u.a. Multifactor Leadership Questionnaire), die Stichprobenkonstruktion sowie den Ablauf der Online-Befragung.
5 Datenauswertung: Hier erfolgt die deskriptive und hypothesenbezogene Analyse der erhobenen Daten, inklusive der Überprüfung von Reliabilitäten, Korrelationen und der Mediationsprüfung mittels Regressionsanalyse.
6 Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext der Forschung sowie der praktischen Anwendung in Unternehmen gesetzt.
Transformationale Führung, Innovationsverhalten, Innovationsmanagement, Führungsforschung, Situationswahrnehmung, Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterorientierung, Ideengenerierung, Ideenimplementierung, Full Range of Leadership, Unternehmenskultur, Personalpsychologie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss der transformationale Führungsstil auf das Innovationsverhalten einzelner Mitarbeiter in Unternehmen hat.
Zentrale Themen sind die transformationale Führung, individuelle Innovationsprozesse sowie die Bedeutung situativer Faktoren wie die Wahrnehmung der Arbeitssituation und die allgemeine Arbeitszufriedenheit.
Das Hauptziel besteht darin, empirisch zu prüfen, ob Führungskräfte, die transformational führen, ihre Mitarbeiter zu einem stärkeren innovativen Verhalten motivieren können und welche psychologischen Prozesse dies vermitteln.
Es wurde eine nicht-experimentelle Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung mit N=277 verwertbaren Datensätzen durchgeführt, die mittels statistischer Verfahren wie Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Ableitung von Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Durchführung, die Darstellung der statistischen Auswertung der Daten sowie deren Diskussion.
Die zentralen Schlagworte umfassen transformationale Führung, Innovationsverhalten, Situationswahrnehmung, Full Range of Leadership-Modell und Arbeitszufriedenheit.
Die Situationswahrnehmung agiert als Mediator: Die Arbeit konnte zeigen, dass transformationale Führung dazu anregt, Situationen als veränderungsbedürftig und veränderungsfähig wahrzunehmen, was wiederum innovatives Verhalten begünstigt.
Obwohl theoretisch angenommen, konnte in dieser Untersuchung kein statistisch signifikanter Moderationseffekt der Arbeitszufriedenheit festgestellt werden, möglicherweise aufgrund der starken Korrelation zwischen transformationaler Führung und Arbeitszufriedenheit selbst.
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