Diplomarbeit, 2005
136 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der situative Ansatz als konzeptioneller Bezugspunkt der Arbeit
2.1 Vorstellung des situativen Ansatzes
2.2 Anwendung des situativen Ansatzes im Rahmen dieser Arbeit
2.2.1 Auswahl der relevanten situativen Faktoren
2.2.2 Auswahl der relevanten organisationalen Variablen
2.2.3 Auswahl der relevanten Erfolgsgrößen
3 Grundlagen zum Golftourismus
3.1 Grundlagen zum Golfsport
3.1.1 Ursprünge des Golfsports
3.1.2 Aktuelle Entwicklung des Golfsports in Deutschland
3.1.3 Darstellung der Struktur des deutschen Golfsportmarktes
3.2 Grundlagen zum Tourismus
3.2.1 Kennzahlen zum Reiseverhalten der Deutschen
3.2.2 Überblick über die größten Akteure im Tourismus
3.2.2.1 Touristische Leistungsträger
3.2.2.2 Reiseveranstalter/ -mittler
3.2.3 Entwicklung des Tourismus in Deutschland
3.2.3.1 Ursprünge des Tourismus
3.2.3.2 Aktuelle Entwicklung des Tourismus in Deutschland
3.2.3.3 Darstellung der zunehmenden Bedeutung des Sporttourismus im Speziellen
4 Nähere Betrachtung des Golftourismus
4.1 Begriffserklärungen zum Golftourismus
4.2 Wirtschaftliche Bedeutung des Golftourismus
4.3 Kennzahlen zum Reiseverhalten deutscher Golfer
4.4 Gestaltung des Marketing-Mixes in der Golftourismus-Branche
4.4.1 Besonderheiten des Produkts „Golfreise“
4.4.2 Implikationen für die Gestaltung des Marketing-Mixes
4.4.3 Fall-Beispiel: das Golf-Dorado Bad Griesbach
5 Empirische Studie zur Identifikation von Wünschen und Verhaltensweisen deutscher Golftouristen
5.1 Datengrundlage und Gestaltung des Fragebogens
5.2 Erkenntnisse zum Verhalten und den Wünschen deutscher Golftouristen
5.3 Nutzen- und verhaltensorientierte Marktsegmentierung als zentrales Ziel der Studie
5.3.1 Grundlagen zur Marktsegmentierung
5.3.2 Marktsegmentierung des Golftourismusmarktes in dieser Arbeit
5.4 Clusteranalyse
5.4.1 Auswahl des Dateninputs
5.4.2 Ermittlung der Clusterzahl
5.4.3 Zuordnung der Fälle zu Clustern
5.5 Darstellung der ermittelten Marktsegmente und Ableitung von Implikationen für die Marketing-Praxis
5.5.1 Darstellung der Marktsegmente
5.5.2 Implikationen für die Gestaltung des Marketing-Mixes für die einzelnen Zielgruppen
6 Fazit
6.1 Handlungsempfehlungen für die Praxis
6.2 Weiterer Forschungsbedarf
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Vorlieben, Ansprüche und Verhaltensweisen deutscher Golftouristen empirisch zu untersuchen, um diese in homogene Marktsegmente zu unterteilen und darauf basierend zielgruppenspezifische Handlungsempfehlungen für die Akteure des Golftourismus zur Optimierung des Marketings abzuleiten.
4.4.1 Besonderheiten des Produkts „Golfreise“
Das Produkt „Golfreise“ weist gegenüber Sachleistungen diverse Unterschiede auf. Teilweise handelt es sich um die konstitutiven Merkmale, die jede Dienstleistung besitzt, teilweise um Merkmale, die nur auf Leistungen des Fremdenverkehrsmarktes zutreffen und teilweise um Merkmale, die auf Spezifika des Golfsports zurückzuführen sind. Im Folgenden sind die einzelnen Eigenschaften aufgeführt, wobei Tabelle 3 verdeutlichen soll, welchen Spezitätsgrad die einzelnen Merkmale besitzen.
Krippendorf (1980) hat die Besonderheiten touristischer Dienstleistungen in drei Gruppen unterteilt: in solche, die sich auf den Absatz beziehen, in solche, die aus der Komplementarität der touristischen Dienstleistungen entstehen und in solche, die dem besonderen Absatzrisiko der Leistungen im Tourismus zuzuordnen sind (vgl. Krippendorf 1980, S. 18).
Eine der absatzbezogenen Besonderheiten ist die Intangibilität. Intangibilität bedeutet, dass touristische Dienstleistungen keine materiellen Güter, also nicht greifbar sind und deswegen den Touristen auch nicht vor dem Kauf physisch gezeigt werden können, was den Verkauf dieser Leistungen teilweise etwas komplizierter gestaltet (vgl. Homburg/ Krohmer 2003, S. 810, Krippendorf 1980, S. 18).
Eine weitere auf den Absatz bezogene Besonderheit ist die Tatsache, dass touristische Dienstleistungen fast nur subjektiv bewertbar sind, da persönliche Einstellungen, Ansprüche, Erfahrungen und Erwartungen die Wahrnehmung beeinflussen. Z.B. wird ein Golfer, der jahrelang in der Karibik Urlaub gemacht hat, den Golfaufenthalt in Spanien anders einordnen als der Tourist, der die vorhergehenden Jahre Golfkurse in Österreich belegt hat. Dieser Umstand erschwert natürlich den Absatz deutlich, da objektive Kriterien für das Erleben einer Reise kaum zu finden sind (vgl. Krippendorf 1980, S. 18). Diese Besonderheit tritt bei Dienstleistungen wie Autoreparaturen, Service im Restaurant oder Fensterputzen nicht auf, da hier objektive Bewertungsmaßstäbe angelegt werden können.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund des wachsenden Golfmarktes sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
2 Der situative Ansatz als konzeptioneller Bezugspunkt der Arbeit: Dieses Kapitel stellt das theoretische Gerüst vor, welches zur Analyse der Zusammenhänge zwischen situativen Faktoren, organisationalen Variablen und dem Unternehmenserfolg genutzt wird.
3 Grundlagen zum Golftourismus: Hier werden die geschichtliche Entwicklung des Golfsports sowie grundlegende Informationen zur Tourismusbranche und deren Akteuren vermittelt.
4 Nähere Betrachtung des Golftourismus: Dieser Abschnitt befasst sich mit der ökonomischen Bedeutung, den Verhaltensweisen der Zielgruppe und den Besonderheiten von Golfreisen als Dienstleistung.
5 Empirische Studie zur Identifikation von Wünschen und Verhaltensweisen deutscher Golftouristen: Dieses Kapitel beschreibt die durchgeführte empirische Datenerhebung, die anschließende Segmentierung mittels Clusteranalyse und die Ableitung von Marketing-Implikationen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, Handlungsempfehlungen für die Akteure der Praxis sowie einem Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Golftourismus, Marktsegmentierung, Marketing-Mix, situativer Ansatz, Clusteranalyse, Tourismusmanagement, Sporttourismus, Dienstleistungsmarketing, Golfreise, Konsumentenverhalten, Nutzenerwartungen, touristische Kooperation, Kundenbindung, Wettbewerb, Deutschland.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Marketings im Bereich Golftourismus durch eine gezielte Segmentierung von deutschen Golfern basierend auf deren Wünschen und Verhaltensweisen.
Zentral sind der situative Management-Ansatz, die ökonomischen Grundlagen des Golftourismus sowie die empirische Identifikation und Segmentierung von Golftouristen.
Ziel ist es, das operative Marketing von Golfanlagen und Reiseveranstaltern durch segment-spezifische Erkenntnisse so auszurichten, dass die Kundenzufriedenheit gesteigert und die Kapazitätsauslastung verbessert wird.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, in deren Rahmen die Marktsegmentierung der deutschen Golftouristen mithilfe einer Clusteranalyse vorgenommen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse des situativen Ansatzes und des Golftourismus, gefolgt von einer detaillierten empirischen Studie inklusive Auswertung und Ableitung konkreter Marketing-Empfehlungen.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Golftourismus, Marktsegmentierung, Marketing-Mix, Clusteranalyse, Konsumentenverhalten und touristisches Marketing.
Die Studie identifizierte drei Segmente: die anspruchslosen Vielreisenden, die wählerischen Gelegenheitsurlauber und die anspruchsvollen Fernreisenden.
Aufgrund der Komplementarität touristischer Leistungen (z.B. Hotel und Golfplatz) ist ein harmonisches Zusammenspiel verschiedener Akteure essenziell, um ein attraktives Gesamtprodukt für den Golftouristen zu schaffen.
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