Masterarbeit, 2009
105 Seiten
1. Einleitung
2. Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ JeKi in Hessen
2.1 Projektvorlaufphase
2.2 Projektziele
2.3 Projektumsetzung
2.4 Projektfinanzierung
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Definitorische Abgrenzungen
3.1.1 Non-Profit-Bereich
3.1.2 Finanzierung
3.1.3 Finanzierungsinstrumente im öffentlich-rechtlichen und privatrechtlich-gemeinnützigen Kulturbetrieb
3.2 Fundraising
3.2.1 Fundraising-Instrumente
3.2.2 Großspenden-Fundraising
3.2.2.1 Major-Giving-Programs
3.2.2.2 Stiftungen
3.2.3 Erbschaftsfundraising
3.2.4 Bußgeldmarketing
3.2.5 Kapitalkampagne
3.2.5.1 Definition und Voraussetzungen
3.2.5.2 Planung und Umsetzung
3.2.5.3 Relationship-Fundraising-Zyklus
4. Großspenden-Fundraising-Projekte im Kulturbereich
4.1 Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche
4.2 Jüdisches Museum in Berlin
4.3 Rettung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar
4.4 Bau der Hamburger Elbphilharmonie
4.5 Rekonstruktion des Berliner Schlosses
4.6 Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ JeKi in Nordrhein-Westfalen
4.7 Resümee
5. JeKi-Kapitalkampagne – Machbarkeitsstudie
5.1 Umweltanalyse
5.1.1 Analyse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
5.1.2 Analyse der politischen bzw. kulturpolitischen Entwicklung
5.1.3 Analyse der gesellschaftlichen Entwicklung
5.1.4 Analyse des Fundraising-Marktes
5.2 Organisationsanalyse
5.3 Spenderbefragung
5.3.1 Entwurf eines Fundraising-Zielbilds
5.3.2 Spendentabelle
5.3.3 Identifikation und Qualifikation von Großspendern
5.3.4 Spenderfragebogen und Anschreiben
5.3.5 Auswertung und Ergebnis der Spenderberfragung
5.4 Zusammenfassende SWOT-Analyse
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Durchführbarkeit einer Kapitalkampagne als Finanzierungsinstrument für den Instrumentenfundus des Projekts „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) in Hessen. Im Fokus steht die Entwicklung eines Fundraising-Konzepts, um den hohen Finanzierungsbedarf durch die Mobilisierung privater Fördermittel zu decken.
3.2.5.1 Definition und Voraussetzungen
Nach den bisherigen Ausführungen lässt sich konstatieren, dass die Kapitalkampagne zu den Major-Giving-Programs im Rahmen des Fundraisings zählt und somit zugleich eine Kategorie der privaten Drittmittel im Finanzierungsmix von NPOs darstellt.
Die traditionelle Kapitalkampagne steht im Zusammenhang mit der Finanzierung von großen baulichen Maßnahmen oder der Anschaffung von kostenintensiven Bedarfsgegenständen sowie anderen außergewöhnlichen Vorhaben. Sofern die Schaffung oder die Erhöhung von Grundkapital einer Einrichtung im Mittelpunkt steht, sodass sich aus den daraus resultierenden Zinsgewinnen wiederum die Durchführung von Projekten finanzieren lassen, liegt eine Kapitalstockkampagne (Endowment Campaign) vor. Eine dritte Art bildet die sogenannte kombinierte Kapitalkampagne (Combined Campaign). Sie führt in einem bestimmten Zeitraum sämtliche Fundraising-Maßnahmen für die Mitfinanzierung aller Bereiche einer Organisation, wie beispielsweise der Räumlichkeiten, Einrichtungsgegenstände, Kapitalbeschaffung und Projektvorhaben zusammen (vgl. Haibach 2006: 330).
Unabhängig von dieser Unterscheidung handelt es sich bei allen genannten Versionen stets um „ein strukturiertes Fundraising-Programm, das eine Organisation in die Lage versetzt, eine hohe Geldsumme in einem begrenzten Zeitraum (in der Regel zwischen drei und fünf Jahren) für spezifische Förderprojekte einzuwerben. Je höher das Finanzziel ist, desto länger ist die Laufzeit. Solche Kampagnen richten sich sowohl an Individuen als auch an Unternehmen (gegebenenfalls auch an Sponsoren) und Stiftungen als Förderer. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Zuwendung des größten Teils des Kampagnenfinanzziels durch wenige Geldgeber erfolgt“ (Haibach 2006: 329f.). Ein wesentliches Qualitätsmerkmal erfolgreicher Kapitalkampagnen besteht in der prinzipiell konsequenten Verfahrensweise bei der Spendengewinnung. Diese vollzieht sich von „Oben nach Unten“ (top down approach) und von „Innen nach Außen“ (inside out approach). Zu den strukturellen Voraussetzungen gehören im Wesentlichen eine professionelle Bürologistik, die aktive Mitarbeit der jeweiligen NPO-Führung und der Einsatz eines Fundraising-Komitees. Die Aufgabe der dort versammelten ehrenamtlichen Führungskräfte besteht hierbei in der Ansprache geeigneter, potentiell spendenbereiter Persönlichkeiten. Bei der Kampagnenvorbereitung müssen zunächst machbare Förderprojekte, beispielsweise für Firmen und Einzelpersonen, sowie die dazu gehörenden Zielkoordinaten und das erforderliche Finanzvolumen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie (Feasibility Study) festgelegt werden (vgl. Haibach 2008: 371).
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Ausgangslage des JeKi-Projekts in Hessen und identifiziert die Kapitalkampagne als potenzielles Finanzierungsinstrument für den Musikinstrumentenfundus.
2. Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ JeKi in Hessen: Dieses Kapitel beschreibt die Pilotphase, die Projektziele sowie die bestehende Finanzierungsstruktur des Projekts in Hessen.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden die definitorischen Grundlagen zu Non-Profit-Organisationen, Finanzierungsinstrumenten und speziellen Fundraising-Methoden wie Kapitalkampagnen erarbeitet.
4. Großspenden-Fundraising-Projekte im Kulturbereich: Der Autor analysiert fünf prominente Großspendenprojekte und zieht daraus Rückschlüsse für eine eigene Fundraising-Strategie.
5. JeKi-Kapitalkampagne – Machbarkeitsstudie: In diesem zentralen Teil wird eine Umwelt- und Organisationsanalyse durchgeführt, um Chancen und Risiken für eine JeKi-Kapitalkampagne in Hessen zu bewerten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Eignung einer Kapitalkampagne als strategisches Instrument für das hessische Projekt.
Fundraising, Kapitalkampagne, JeKi, Hessen, Musikinstrumentenfundus, Kulturbetrieb, Non-Profit-Organisation, Großspenden, Major-Giving-Programs, Machbarkeitsstudie, Philanthropie, Musikschulen, Mittelbeschaffung, Sponsoring, Bildungsförderung
Die Arbeit untersucht, wie das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) in Hessen mittels einer Kapitalkampagne finanziell nachhaltig abgesichert werden kann, da öffentliche Mittel allein nicht ausreichen.
Die zentralen Felder umfassen die Finanzierung von Kulturbetrieben, theoretische Grundlagen des Fundraisings sowie die strategische Planung und Durchführung von Großspendenkampagnen.
Das primäre Ziel ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, um die Eignung einer Kapitalkampagne für den Bedarf an Musikinstrumenten in Hessen zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, eine vergleichende Betrachtung ähnlicher Großspendenprojekte, eine Umwelt- sowie Organisationsanalyse und eine exemplarische Spenderbefragung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Fallstudienanalyse etablierter Kulturprojekte und die konkrete Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Gegebenheiten in Hessen inklusive SWOT-Analyse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fundraising, Kapitalkampagne, JeKi, Großspenden, Major-Giving-Programs und Machbarkeitsstudie.
Obwohl es einen starken politischen Willen gibt, reicht die staatliche Finanzierung in der Pilotphase nicht aus, um den hohen Instrumentenbedarf für alle Grundschüler vollständig zu decken.
Familienunternehmen werden als bislang ungenutzte Zielgruppe mit hohem Potenzial identifiziert, da sie sich oft stark gesellschaftlich und regional engagieren.
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