Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,0
1. Ziel und Vorgehen in der Arbeit
2. Aggression – Definition, Abgrenzung und Ausdrucksformen
3. Ursachentheorien zur Erklärung aggressiven Verhaltens
3.1 Überblick
3.2 Die Frustrations-Aggression-Theorie
3.2.1 Die ursprüngliche Fassung der Frustrations-Aggression-Hypothese der Yale-Gruppe
3.2.1.1 Einführung und das zentrale Postulat
3.2.1.2 Grad der Frustration
3.2.1.3 Hemmung aggressiver Handlungen
3.2.1.4 Die Aggressionsform und die Richtung der Aggression
3.2.1.5 Katharsis
3.2.2 Die Reformulierung der ursprünglichen Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese durch Miller
3.2.3 Weiterentwicklung der Frustrations-Aggressions-Hypothese und der erweiterte Ansatz von Berkowitz
4. Die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für die Berufsschule
4.1 Das Berufsvorbereitungsjahr als Teil der Berufsschule
4.2 Gründe für das Auftreten der Barriere im Übergangsprozess
4.2.1 Allgemeiner Überblick
4.2.2 Der Standpunkt der Arbeitgeberseite - Mangelnde Ausbildungsreife
5. Praxiskonzept
5.1 Gewähltes Thema und Einordnung in den Kriterienkatalog
5.2 Verlaufsplanung
5.2.1 Verlaufsskizze
5.2.2 Erläuterung der Verlaufsskizze
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen, insbesondere im Kontext frustrierter Jugendlicher, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ziel ist es, ein Praxiskonzept zu entwickeln, das durch Förderung der Ausbildungsreife präventiv gegen Aggression wirkt.
3.2.1.1 Einführung und das zentrale Postulat
Im Jahre 1939 veröffentlichten Dollard, Doob, Miller, Mowrer und Sears, die auch unter dem Namen „Yale Gruppe“ Bekanntheit erlangten, ihr Werk „Frustration und Aggression“. Die Publikation dieses bahnbrechenden Werkes, das viel Aufmerksamkeit auf sich zog, fand mitten in einer Phase des Stillstands statt, in der kaum außergewöhnliche Entdeckungen gemacht und nur sehr wenige bedeutende wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht wurden. Ein schneidend war dieses Werk insofern, als es sich hier „um den ersten großen Versuch [handelte], den ganzen Bereich des aggressiven Verhaltens theoretisch geschlossen darzustellen“ (Kornadt, 1978, S.22).
Das Werk selbst setzt sich aus zahlreichen Hypothesen zusammen, die genau beleuchtet werden. Es geht also nicht um eine empirische Arbeit mit stichhaltigen Beweisen. Bei der Formulierung der Hypothesen wurden die Autoren stark von den Ansichten Freuds geprägt, da seine diversen triebtheoretischen Annahmen in die Frustrations-Aggressions-Theorie einflossen. Im Anschluss an die Veröffentlichung übte die Frustrations-Aggressions-Hypothese jahrelang einen enormen Einfluss auf die Forschung aus (Mummendey & Otten, 2003, S.356; Bierhoff & Wagner, 1998, S.7; Kornadt, 1978, S.22-23).
Bevor die ursprüngliche Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese dargestellt wird, muss geklärt werden, wie Dollard et al die Begriffe Aggression und Frustration einordneten. Der Definitionsversuch der Yale-Gruppe zum Begriff Aggression beinhaltet den Intentionsgedanken als zentrales Merkmal. Eine genaue Beschreibung dieser Definition wurde bereits im zweiten Kapitel bei den „Ansätzen mit antezedenten Bedingungen“ geliefert. Dollard et al (1970, S.19) definierten Frustration als einen „Zustand, der eintritt, wenn eine Zielreaktion eine Interferenz erleidet“. Eine erwartete zielbezogene Handlungsabfolge läuft also nicht ohne Unterbrechung ab, sondern sie wird gestört (Dollard et al, 1970, S.15; Kornadt, 1978, S.24).
1. Ziel und Vorgehen in der Arbeit: Das Kapitel definiert Aggression als Fokus der Arbeit und leitet die Forschungsfrage zur Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln ab.
2. Aggression – Definition, Abgrenzung und Ausdrucksformen: Hier werden verschiedene Aggressionsbegriffe kategorisiert und von verwandten Begriffen wie Gewalt und Aggressivität abgegrenzt.
3. Ursachentheorien zur Erklärung aggressiven Verhaltens: Das Kapitel gibt einen Überblick über Trieb- und Lerntheorien, bevor die Frustrations-Aggressions-Theorie in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien (Yale-Gruppe, Miller, Berkowitz) detailliert analysiert wird.
4. Die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für die Berufsschule: Hier wird der Bezug zwischen der Theorie und der Problematik des Berufsvorbereitungsjahres sowie der mangelnden Ausbildungsreife bei Jugendlichen hergestellt.
5. Praxiskonzept: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes Unterrichtsbeispiel, das durch sportliche Förderung die Ausbildungsreife der Jugendlichen im BVJ stärken soll.
Frustrations-Aggressions-Hypothese, Berufsschule, Lehrerhandeln, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitungsjahr, Disziplinstörungen, Aggression, Pädagogik, Übergangssystem, Kriterienkatalog, Berkowitz, Dollard, Lernmodelle, Sozialverhalten, Sportunterricht
Die Arbeit untersucht, wie die Frustrations-Aggressions-Hypothese Lehrkräfte an beruflichen Schulen dabei unterstützen kann, mit Disziplinstörungen umzugehen, die bei Jugendlichen aufgrund mangelnder Ausbildungsplätze entstehen.
Die Arbeit verknüpft psychologische Aggressionstheorien mit der praktischen Ausbildungssituation von Jugendlichen an Berufsschulen und deren spezifischen Problemlagen im Übergangssystem.
Ziel ist es, die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln zu klären und ein pädagogisches Praxiskonzept zu erstellen, das präventiv gegen die Frustration von Jugendlichen wirkt.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die bestehende psychologische Modelle und bildungspolitische Rahmenbedingungen analysiert, um daraus ein didaktisches Praxiskonzept abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorieanalyse zur Aggression, die Übertragung dieser Erkenntnisse auf die Berufsschulpraxis und die Entwicklung eines speziellen Sportstunden-Praxiskonzepts.
Zentrale Begriffe sind Frustrations-Aggressions-Hypothese, Berufsschule, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitungsjahr und Aggressionsprävention.
Das Konzept nutzt den Sportunterricht im Berufsvorbereitungsjahr gezielt dazu, nicht nur körperliche Fitness, sondern auch überfachliche Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit zu fördern.
Diese Maßnahme dient als gezielter Ausgleich zur Belastung im Zirkeltraining, um den Schülern den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung körperlich erfahrbar zu machen und Leistungsbereitschaft positiv zu belohnen.
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