Masterarbeit, 2018
84 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Firmenkundengeschäft der Banken
2.1 Firmenkundengeschäft in Deutschland
2.1.1 Aktueller Wettbewerb
2.1.2 Zinsumfeld
2.1.3 Regulatorisches Umfeld
2.1.4 Digitalisierung
2.2 Wertschöpfungskette Firmenkundengeschäft
2.2.1 Überblick
2.2.2 Marketing & Vertrieb
2.2.3 Produktion
2.2.4 Abwicklung
3. FinTechs
3.1 Definition und Arten von FinTechs
3.2 Regulatorisches Umfeld
3.3 Überblick über den FinTech-Markt
3.3.1 Weltweit
3.3.2 Deutschland
3.4 Substitution durch FinTechs
3.4.1 Überblick über die Substitution der Wertschöpfungsphasen
3.4.2 Produkt- & Leistungs-Innovatoren
3.4.3 Disruptoren & Attacker
3.4.4 Integratoren & Aggregatoren
4. Risiken für das Firmenkundengeschäft der Banken
4.1 Schrumpfende Margen
4.2 Verlust von Kundeninformationen an FinTech-Unternehmen
4.3 Marktverdrängung durch FinTechs
5. Chancen für das Firmenkundengeschäft der Banken
5.1 Intrinsische Innovation
5.2 Kooperation mit Fintech-Unternehmen
5.3 Beteiligung an FinTech-Unternehmen
5.4 Akquisition von FinTech-Unternehmen
6. Schlussbetrachtung
Die Masterthesis untersucht die Auswirkungen des Markteintritts von FinTech-Unternehmen auf das Firmenkundengeschäft deutscher Banken. Ziel ist es, Bedrohungen sowie Chancen aufzuzeigen, die sich durch technologische Innovationen ergeben, um daraus Handlungsempfehlungen für das Corporate Banking abzuleiten.
3.4.3 Disruptoren & Attacker
Disruptoren und Attacker verfolgen den Ansatz, die gesamte Wertschöpfungskette eines SGF für sich zu vereinen. Beispiele für diese Form der Substitution sind die Fidor Bank oder Funding Circle. Die Fidor Bank ermöglicht es Geschäftskunden, ihre wesentlichen Bankgeschäfte gänzlich aus einer Hand abzuwickeln. Dabei nutzt sie die digitalen Möglichkeiten, um die Wertschöpfungskette vollständig aufzubauen und dem Kunden anzubieten.96
Die Fidor Bank hat ihre Bank-Lizenz im Jahr 2007 beantragt und zwei Jahre später erhalten. 2010 startete sie das operative Geschäft. Seit dieser Zeit wird die Fidor Bank auch als „weltälteste FinTech-Bank“ bezeichnet.97 Damit vereint die Fidor Bank die Ansätze aus der Welt der Banken und der Welt der FinTechs: Ebenso wie etablierte Banken, genießt sie die Sicherheit durch die Regulierung und behält die für FinTechs übliche Geschwindigkeit und Reaktionsschnelligkeit bei. Bspw. können wesentliche Prozesse wie Überweisungen, Kreditanfragen oder der Kauf von Fremdwährungen mit dem 60-Sekunden-Banking innerhalb nur einer Minute durchgeführt werden. Als Basis für die Geschäftsbeziehungen mit Privat- und Geschäftskunden dient das Fidor Smart Girokonto als Cash Management-Plattform. Durch integrierte Dienste von Drittanbietern schafft die Fidor Bank ein offenes Finanz-Ökosystem, welches mit einem über das übliche Angebot an Bankdienstleistungen hinausgeht. Die Integration der Drittanbieter wird über Schnittstellen98 geschaffen, wie bspw. Twitter-Überweisungen, Social Lending und Social Trading oder der Handel mit virtuellen Währungen wie Bitcoins. Durch diese Schnittstellen kann die Fidor Bank sehr flexibel auf die Nachfrage ihrer Kunden reagieren und entsprechende Angebote in das Fidor Smart Girokonto einbinden. Als lizenzierte Vollbank sind die Kundeneinlagen bis 100.000 Euro abgesichert. Mehr als 125.000 Kontoinhaber und etwa 350.000 registrierte Community-Mitglieder bestätigen, dass die Kombination aus Flexibilität und Sicherheit geschätzt wird.99
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung des digitalen Wandels im Bankensektor und die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Firmenkundengeschäft der Banken: Überblick über das Marktumfeld, die Auswirkungen von Finanzkrise und Niedrigzinsen sowie Analyse der bankinternen Wertschöpfungskette.
3. FinTechs: Definition und Kategorisierung der FinTech-Branche, deren regulatorisches Umfeld sowie Analyse von Substitutionsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette.
4. Risiken für das Firmenkundengeschäft der Banken: Untersuchung der spezifischen Gefahren durch FinTechs, insbesondere durch margenschädigende Innovationen, Datenabfluss und drohende Marktverdrängung.
5. Chancen für das Firmenkundengeschäft der Banken: Darstellung strategischer Handlungsoptionen für Banken, von eigener Innovation über Kooperationen bis hin zu Beteiligungen und Akquisitionen.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Wettbewerbssituation und Ausblick auf die Notwendigkeit einer neuen Kultur der Zusammenarbeit und Ökosystem-Bildung.
Bankwesen, Firmenkundengeschäft, FinTech, Digitalisierung, Wertschöpfungskette, Corporate Banking, Disruption, Innovation, Kooperation, Regulierung, PSD2, Marktverdrängung, Plattformökonomie, Zahlungsverkehr, Unternehmensfinanzierung.
Die Arbeit analysiert, wie der Markteintritt von FinTech-Unternehmen das Firmenkundengeschäft etablierter Banken verändert und welche Risiken sowie Chancen daraus resultieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wertschöpfungskette im Firmenkundengeschäft, der Kategorisierung von FinTech-Geschäftsmodellen, den regulatorischen Rahmenbedingungen und den strategischen Optionen für Banken zur Wettbewerbswahrung.
Wie sollen etablierte Banken auf den Markteintritt von FinTechs im Corporate Banking reagieren und welche Bedrohungen oder Chancen gehen von dieser neuen Konkurrenz aus?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, der Untersuchung von Marktdaten, der Auswertung von Fallbeispielen (z.B. Fidor Bank, Traxpay, Compeon) sowie der Interpretation von Branchenstudien.
Im Hauptteil werden zunächst der Status quo des Firmenkundengeschäfts und das FinTech-Ökosystem definiert. Anschließend werden die verschiedenen Formen der Substitution durch FinTechs analysiert und die daraus resultierenden Risiken sowie die strategischen Chancen für Banken detailliert betrachtet.
Firmenkundengeschäft, FinTech, Digitalisierung, Wertschöpfungskette, Disruption, Kooperation und Corporate Banking sind die prägenden Begriffe.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Begriff "disruptiv" oft überbewertet wird. Die meisten FinTechs arbeiten eher komplementär mit Banken zusammen, als sie vollständig zu verdrängen.
Es zeichnet sich durch hohe Margen und die Möglichkeit zu umfangreichem Cross-Selling aus, weshalb der Erhalt dieses Segments für Banken von zentraler strategischer Bedeutung ist.
Diese Plattformen fungieren als Aggregatoren, die durch erhöhte Transparenz die traditionelle Verhandlungsposition der Banken schwächen, gleichzeitig aber auch als Vertriebskanal für Banken dienen können.
Die Arbeit hebt hervor, dass deutsche Banken im Vergleich zu US-Instituten bei der Akquisition von Start-ups zurückhaltend sind und oft Schwierigkeiten bei der Integration agiler Start-up-Kulturen in die bestehenden Konzernstrukturen haben.
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