Diplomarbeit, 2003
155 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit der kulturanthropologischen Grundlegung pädagogischer Theoriebildung. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die menschliche Entwicklungstätigkeit und die vielseitigen Möglichkeiten menschlichen Daseins zu entwickeln, indem verschiedene Perspektiven aus soziologischer, erkenntnistheoretischer und philosophischer Sicht beleuchtet werden.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Fragestellung und die Gliederung der Arbeit erläutert. Kapitel 2 beschäftigt sich mit historischen Betrachtungen, die sich mit der Frage nach der Möglichkeit einer allgemeingültigen pädagogischen Wissenschaft befassen. Der Fokus liegt dabei auf den Denkern W. Dilthey und Ernst Krieck.
Kapitel 3 widmet sich dem Einfluss der Soziologie auf die pädagogische Theoriebildung. Dabei werden N. Elias' Theorien zum Prozess der Zivilisation und M. Foucaults Ideen zur Macht und Wahrheit analysiert.
Kapitel 4 befasst sich mit Erkenntnistheoretischen Fragen, die sich mit der Komplexität und den Grenzen von Theorie und mit dem Problem der Sprache befassen.
In Kapitel 5 wird ein Ansatz einer pädagogischen Tätigkeitsverfassung vorgestellt. Das Konzept der Lebensweise „Bewegen" wird als verbindendes Muster der menschlichen Entwicklung dargestellt.
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: kulturanthropologische Grundlegung, pädagogische Theoriebildung, menschliche Entwicklungstätigkeit, Zivilisationsprozess, Macht, Wahrheit, Erkenntnis, Sprache, Bewegen, Verstehen-lernen, pädagogische Tätigkeitsverfassung.
Sie zielt darauf ab, pädagogische Theoriebildung auf dem Verständnis der menschlichen Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Individuum und Kultur zu begründen.
Mit Elias wird verdeutlicht, dass Persönlichkeitsentwicklung und Kulturentwicklung (Zivilisationsprozess) untrennbar miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig bedingen.
Foucaults Theorien zu Macht und Wissen helfen dabei, die Mechanismen zu verstehen, die die persönliche Entwicklung des Einzelnen innerhalb kultureller Strukturen formen.
Es beschreibt ein Muster menschlicher Entwicklung, bei dem pädagogische Arbeit als Kunst verstanden wird, Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen und zu fördern.
Die Arbeit hinterfragt kritisch, inwieweit rein strukturelles Wissen über menschliche Entwicklung missbraucht werden kann und wie pädagogisches Wollen stattdessen zur Freiheit führen sollte.
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