Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. MATERIAL UND METHODIK
2.1. ALLGEMEINES ZUR PHOTOVOLTAIK UND IHRE ENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH
2.1.1. MARKTENTWICKLUNG DER PHOTOVOLTAIK IN ÖSTERREICH
2.1.2. PREISENTWICKLUNG DER PHOTOVOLTAIK IN ÖSTERREICH
2.1.3. STROMGESTEHUNGSKOSTEN VON PV-ANLAGEN
2.2. FÖRDERUNG DER ERNEUERBAREN STROMERZEUGUNG
2.3. DIE EINSPEISEVERGÜTUNG UND DIE PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG IN ÖSTERREICH
2.3.1. EINSPEISEVERGÜTUNG (FIT)
2.3.2. DIE ÖSTERREICHISCHE PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG AUF BUNDESEBENE
2.3.3. DAS ÖSTERREICHISCHE ÖKOSTROMFÖRDERSYSTEM AUF LANDESEBENE
2.4. ÄNDERUNGEN FÜR DIE PHOTOVOLTAIK DURCH DIE „KLEINE ÖKOSTROMNOVELLE“
2.4.1. INVESTITIONSZUSCHÜSSE FÜR PHOTOVOLTAIKANLAGEN UND STROMSPEICHER
2.4.2. DIE GEMEINSCHAFTLICHE ERZEUGUNGSANLAGE
2.5. ZUKÜNFTIGE ANSÄTZE FÜR DIE PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG IN ÖSTERREICH
2.5.1. PRÄMIENMODELL (FIP)
2.5.2. AUSSCHREIBUNGSMODELL (TEN)
2.6. PHOTOVOLTAIK IN DEUTSCHLAND
2.6.1. MARKTENTWICKLUNG DER PHOTOVOLTAIK IN DEUTSCHLAND
2.6.2. AKTUELLE FÖRDERSITUATION IN DEUTSCHLAND DURCH DAS EEG
3. ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS DEN EXPERTENINTERVIEWS
4. DISKUSSION UND ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS LITERARISCHER RECHERCHE UND EXPERTENINTERVIEWS
4.1. OPTIMALES FÖRDERSYSTEM
4.2. AUSSCHREIBUNGEN
4.3. ANREIZE UND ERLEICHTERUNGEN FÜR PV-ANLAGENBETREIBER
4.4. MINDESTAUSBAUZIELE FÜR MEHR PV-ANTEIL
5. SCHLUSSFOLGERUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG
Die vorliegende Bachelorseminararbeit untersucht die Rolle der Photovoltaik im österreichischen Stromerzeugungsmix und analysiert, wie dieser Energieträger effektiv in ein erneuerbares Energiesystem integriert werden kann. Dabei steht die Beantwortung der Forschungsfrage im Vordergrund, welche gesetzlichen Änderungen und spezifischen Eckpunkte in einer „großen Ökostromnovelle“ notwendig sind, um den aktuellen, geringen Marktanteil der Photovoltaik signifikant zu steigern.
2.1. Allgemeines zur Photovoltaik und ihre Entwicklung in Österreich
Der Begriff Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht als Strahlungsenergie in elektrische Energie. Dies geschieht mittels der Solarzelle, einem elektrischen Bauelement, welches durch den physikalischen Prozess des „Photovoltaischen Effekts“ über Halbleitermaterialen die Energieumwandlung ermöglicht. In Solarmodulen werden die einzelnen Zellen dann in der Regel in Serie geschalten, um die Ausgangsspannung des Moduls zu erhöhen. Der daraus gewonnene Gleichstrom wird mit einem Wechselrichter in Wechselstrom umgeformt.
Das am häufigsten eingesetzte Halbleitermaterial für die Photovoltaik-Solarzellenproduktion stellt kristallines Silizium dar. Etwa 85 % der derweil erbauten Photovoltaikanlagen basieren auf diesem Material. Ein großer Vorteil der Solarzelle ist, dass die vollständige Energieumwandlung völlig kostenlos abläuft, also dafür keine zusätzliche Energie erbracht werden muss. Zudem beruht ein Großteil ihrer Produktion auf Quarzsand, einem beinahe unbegrenzten in der Erde vorkommenden Material. Ihre Wartungskosten sind außerdem sehr gering bis nicht vorhanden und ihre Lebensdauer ist so hoch, dass von Herstellern Leistungsgarantien von 20 – 25 Jahren für einen maximalen Leistungsabfall von 20 % angeboten werden können (Wesseleak et al., 2013) (Wirth, 2018). Die Wirkungsgrade von kristallinen Solarzellen, also der prozentuelle Anteil der zur Verfügung stehenden Energie, der in Strom umgewandelt werden kann, liegt bei 14 – 22 % (Beste, 2016).
Stromerzeugung durch Photovoltaik gilt als eine der umweltfreundlichsten Technologien im Bereich der Stromproduktion und leistet heute einen wesentlichen und stetig wachsenden Beitrag zur Energieversorgung auf der ganzen Welt. Durch ständige technische Weiterentwicklungen im Bereich der Zell- und Modulfertigung, hat sich der Einsatz in den letzten dreißig Jahren von kleinen, netzautarken Anwendungen, wie der Energieversorgung von Satelliten oder elektrischen Kleinverbrauchern, hin zu netzgekoppelten Großanlagen im MW-Bereich verlagert (Wesseleak et al., 2013) (Wilk, 1999). So wurde im Januar 2017 das bisher leistungsstärkste Photovoltaikkraftwerk mit mehr als 850 MWpeak in China errichtet, durch welches alleine über 200.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können (Phillips, 2017). Folgende Grafik zeigt wie sich der weltweite Photovoltaikzubau in den Jahren 2000-2015 entwickelt hat.
1. EINLEITUNG: Einführung in die globale Energiewende und die spezifische Problemstellung des geringen Photovoltaik-Anteils im österreichischen Strommix.
2. MATERIAL UND METHODIK: Beschreibung der angewandten Recherchemethoden, des Forschungsdesigns sowie der Durchführung und Struktur der Experteninterviews.
2.1. ALLGEMEINES ZUR PHOTOVOLTAIK UND IHRE ENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH: Erläuterung der physikalischen Grundlagen der Photovoltaik sowie Analyse der historischen Marktentwicklung und der Stromgestehungskosten.
2.2. FÖRDERUNG DER ERNEUERBAREN STROMERZEUGUNG: Darstellung grundlegender Fördermechanismen für erneuerbare Energien und deren Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit.
2.3. DIE EINSPEISEVERGÜTUNG UND DIE PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG IN ÖSTERREICH: Detaillierte Analyse der Einspeisevergütung sowie der Investitionszuschüsse auf Bundes- und Landesebene.
2.4. ÄNDERUNGEN FÜR DIE PHOTOVOLTAIK DURCH DIE „KLEINE ÖKOSTROMNOVELLE“: Überblick über die jüngsten legislativen Anpassungen, insbesondere zu Investitionszuschüssen und gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen.
2.5. ZUKÜNFTIGE ANSÄTZE FÜR DIE PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG IN ÖSTERREICH: Vorstellung alternativer Fördermodelle wie Marktprämien und Ausschreibungen.
2.6. PHOTOVOLTAIK IN DEUTSCHLAND: Vergleich der österreichischen Situation mit der deutschen Markt- und Fördersituation, insbesondere bezüglich des EEG.
3. ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS DEN EXPERTENINTERVIEWS: Darstellung der Expertenmeinungen zu den zentralen Fragestellungen der Arbeit anhand systematischer Tabellen.
4. DISKUSSION UND ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS LITERARISCHER RECHERCHE UND EXPERTENINTERVIEWS: Kritische Auseinandersetzung mit Fördersystemen, Netzstabilität und Ausbauzielen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse.
5. SCHLUSSFOLGERUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG: Zusammenfassende Bewertung und konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige politische Gestaltung der Photovoltaik-Förderung in Österreich.
Photovoltaik, erneuerbares Energiesystem, Österreich, Ökostromgesetz, Einspeisevergütung, Marktprämie, Ausschreibungsmodell, Energiewende, Netzstabilität, Investitionsförderung, Eigenverbrauch, Dekarbonisierung, Marktintegration, Stromerzeugungsmix, Experteninterviews
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Photovoltaik für das erneuerbare Energiesystem in Österreich und untersucht, wie deren Anteil am Stromerzeugungsmix durch gezielte politische und gesetzliche Maßnahmen erhöht werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Fördersystemen, den Herausforderungen bei der Integration in das Stromnetz, dem Abbau bürokratischer Hürden sowie einem Vergleich mit der Situation in Deutschland.
Das Hauptziel ist es, Empfehlungen für eine zukünftige, effiziente „große Ökostromnovelle“ zu formulieren, um eine optimale Markteinbindung der Photovoltaik zu erreichen.
Die Arbeit kombiniert eine systematische literarische Recherche (deskriptive Datenanalysen) mit einer qualitativen Erhebung, basierend auf acht Experteninterviews mit verschiedenen Interessensgruppen der Energiebranche.
Im Hauptteil werden neben den technologischen und ökonomischen Grundlagen der Photovoltaik die österreichischen und deutschen Fördersituationen gegenübergestellt sowie die Ergebnisse der Experteninterviews diskutiert.
Wesentliche Begriffe sind Photovoltaik, Ökostromgesetz, Einspeisevergütung, Marktintegration, Energiewende, Netzstabilität und Ausschreibungsmodelle.
Sie dient als aktueller Referenzpunkt für die Analyse der jüngsten legislativen Veränderungen und der damit verbundenen neuen Möglichkeiten, wie z.B. gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen.
Die Expertenmeinungen sind geteilt; während einige eine Beibehaltung monetärer Fördersysteme befürworten, plädieren andere für einen stärkeren Fokus auf steuerliche Anreize oder den vollständigen Verzicht auf Förderungen bei Marktreife.
Deutschland dient als Vorbild und Vergleichsmodell, insbesondere hinsichtlich der Erfahrungen mit Ausschreibungsmodellen und der Entwicklung von Marktprämien, wobei die Experten deren Erfolg teils kontrovers diskutieren.
Aufgrund der steigenden Dezentralität durch PV-Anlagen entstehen technische Herausforderungen für den Netzbetrieb, was laut Experten angepasste Netzentgelte und Regelungen zur Kostenverursachungsgerechtigkeit erforderlich macht.
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