Forschungsarbeit, 2003
27 Seiten, Note: 1,0
2 Problemstellung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Terminologie
3.1.1 Bildungsexpansion
3.1.2 Bildungserträge
3.1.3 Bildungsbeteiligung
3.1.4 Life-Long-Learning
3.2 Zugänge zu Bildung
3.2.1 Bildung als Konsum- und Investitionsgut
3.2.2 Bildung als positionales Gut
3.3 Mechanismen zwischen Bildungsexpansion und Bildungserträgen
3.3.1 Vorüberlegungen
3.3.2 Hypothesen
4 Datenbasis, statistische Verfahren, Variablendefinition
4.1 Daten
4.2 Verfahren
4.3 Variablendefinition und Operationalisierung
4.3.1 Bildungsexpansion
4.3.2 Bildungserträge
5 Ergebnisse
5.1 Hypothesenbatterie Inflation
5.1.1 Modell
5.1.2 Koeffizienten
5.1.3 Hypothesentest
5.2 Hypothesenbatterie Exklusion
5.2.1 Modell
5.2.2 Koeffizienten
5.2.3 Hypothesen
5.3 Erweiterung des Modells »Exklusion«
5.3.1 Datenerweiterung und Datenreduktion
5.3.2 Modell
5.3.3 Koeffizienten
6 Interpretation und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bildungsexpansion und Bildungserträgen im internationalen Ländervergleich, um zu klären, ob eine stärkere Bildungsbeteiligung zu einer Entwertung von Bildungsabschlüssen führt oder die Platzierung im Erwerbssystem beeinflusst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob mit zunehmender Bildung tatsächlich der allgemeine Wohlstand wächst oder ob es zu Inflationseffekten und einer Exklusion auf dem Arbeitsmarkt kommt.
3.1.1 Bildungsexpansion
Bildungsexpansion wird hier als ein Prozess verstanden, der (auf der Makroebene) durch eine Zunahme der gesellschaftlichen Teilhabe an Bildung und (auf der Mikroebene) durch eine Zunahme der Bedeutung von Bildung in Lebensverlauf und Lebensplanung des Einzelnen charakterisiert ist. Reinberg u.a. sehen entsprechend Indikatoren für Bildungsexpansion „[...] in steigenden alters- und geschlechtsspezifischen Quoten der Bildungsbeteiligung [...], in steigenden Zu- oder Abgangsquoten eines Altersjahrgangs oder einer Altersgruppe, in einer Verlängerung der individuellen und gesellschaftlichen Verbleibdauer im gesamten Bildungs- und Ausbildungssystem und damit in einem Anstieg des durchschnittlichen oder spezifischen Abgangsalters [...], verbunden mit einem steigenden Zugangsalter in Erwerbs- oder Nichterwerbssystem“. Mit Müller u.a. 1997 lassen sich drei historische Phasen der Bildungsexpansion in Westeuropa unterscheiden:
Die erste Phase zwischen 1870 und 1914 ist gekennzeichnet durch eine Emanzipation national-säkularer Bildungseinrichtungen von dem klerikalen Bildungsmonopol. Diese Entwicklung ging einher mit der Entstehung einer staatlichen Schulbürokratie und einer Schulpflicht, was zeigt, dass Bildung zunehmend als hoheitliche Aufgabe verstanden wurde. Bildungspolitische Ziele waren zunächst die flächendeckende Gewährleistung von Elementarbildung und die Überwindung des Analphabetismus.
Die zweite Phase zwischen 1918 und 1940 zeichnete sich durch eine Verbreiterung der weiterführenden Bildung aus. Die bis dahin starke Stratifizierung in Form des parallelen Verlaufs von Volksschulen und höheren Schulen wurden durch die institutionelle Vorschaltung der Volksschule als Voraussetzung zur Erlangung höherer Bildung aufgebrochen.
2 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die bildungssoziologische Debatte um Bildungsexpansion und Wissensgesellschaft ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf Bildungsrenditen und das Erwerbssystem.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Bildungsexpansion und Bildungserträge definiert und theoretische Konzepte zur Bildung (Investitionsgut vs. positionales Medium) zur Hypothesenbildung herangezogen.
4 Datenbasis, statistische Verfahren, Variablendefinition: Das Kapitel beschreibt den verwendeten OECD-Datensatz sowie die methodische Vorgehensweise mittels multipler Regressionsanalysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Ergebnisse: Die empirischen Analysen werden in zwei Hypothesenbatterien (Inflation und Exklusion) unterteilt und deren statistische Signifikanz sowie Modellgüte diskutiert.
6 Interpretation und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der statistischen Analyse und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsansätze.
Bildungsexpansion, Bildungserträge, Bildungsrenditen, Humankapitaltheorie, Wissensgesellschaft, Bildungsinflation, Exklusion, Arbeitsmarkt, Regressionsanalyse, OECD, Bildungsbeteiligung, Lebenslanges Lernen, Erwerbssystem, Sozialstruktur, Zertifikate.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bildungsexpansion in modernen Gesellschaften und den daraus resultierenden ökonomischen sowie sozialen Bildungserträgen im Ländervergleich.
Zentrale Felder sind die Konzepte von Bildung als Investitionsgut oder positionalem Medium, die Auswirkungen steigender Abschlussquoten und die Dynamik des Arbeitsmarktes.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob Bildungsexpansion zu einer Inflation von Bildungszertifikaten führt oder ob höhere Bildung nach wie vor Vorteile bei der Platzierung im Erwerbssystem bietet.
Die Arbeit nutzt multiple Regressionsanalysen sowie Faktorenanalysen basierend auf dem OECD-Datensatz „Education at a Glance 2002“.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorüberlegungen, die Definition der Variablen, die Durchführung der Regressionsmodelle für Inflation und Exklusion sowie deren Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsexpansion, Bildungsrenditen, Bildungsinflation, Exklusion und Erwerbssystem.
Das Modell erwies sich als fehlspezifiziert, da der Zusammenhang zwischen Bildungsbeteiligung und Bildungsrenditen bei den betrachteten Tertiärabsolventen in der Stichprobe nicht linear oder statistisch signifikant nachweisbar war.
Er beschreibt das Risiko, trotz Bildungsabschluss keine adäquate Beschäftigung zu finden, was anhand der Beschäftigungs- und Arbeitslosenquoten im Ländervergleich operationalisiert wurde.
Durch die Einbeziehung weiterer Bildungsniveaus und die Extraktion latenter Faktoren konnte die Erklärungskraft des Modells zur Exklusion deutlich verbessert werden.
Der Autor betont, dass künftige Analysen verstärkt auf Individualdaten und Mehrebenenmodelle zurückgreifen sollten, um die komplexen Wirkungsmechanismen zwischen Bildung und Erwerbssystem besser zu verstehen.
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