Diplomarbeit, 2004
56 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Definition und Stellenwert von Freizeit
2.2 Nutzung von Freizeit
2.3 Erlebnis
2.4 Von der Freizeit- zur Erlebnisgesellschaft
2.4.1 Wertewandel in der Gesellschaft
3 Konsum als Erlebnis
3.1 Erlebniskonsum
3.2 Erlebniseinkauf
4 Das zukünftige Projekt „SPACE PARK“
4.1 Das Space Center
4.2 Spaciges Entertainment
4.3 Shopping in einer neuen Dimension
4.4 Galaktisch kulinarische Erlebnisse
4.5 Erlebniskombinationen und ihre emotionale Wirkung
4.6 Fazit
5 Gesellschaftliche Veränderungen
5.1 Leistungsgesellschaft - Erlebnisgesellschaft
5.1.1 Die Leistungsorientierung in der Gesellschaft
5.1.2 Die realistische Leistungsgesellschaft
5.1.3 Die visionäre Leistungsgesellschaft
5.2 Die Individualisierung
5.3 Konsum statt Verantwortung
5.4 Zwischen Konsum und Zeitnot
6 Einflussfaktoren und Unterschiede in der Verbraucherschaft
6.1 Vom Wohlstand – zum wohlfühlen
6.2 Der Erlebniskonsument
6.3 Der Sparkonsument
6.4 Bedeutung der Medienwelt für den Konsumenten
6.5 Einfluss von Erlebnissen in der Werbung auf den Verbraucher
7 Chancen, Grenzen und Risiken des Erlebniskonsums
7.1 Chancen
7.2 Risiken
7.3 Grenzen
8 Ausblick in die Zukunft
9 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Fundierung der hedonistischen Erlebnisorientierung im Konsumentenverhalten. Dabei wird untersucht, wie sich gesellschaftliche Trends wie Individualisierung und Leistungsorientierung auf den langfristigen Erfolg von Erlebnisangeboten auswirken und welche Bedeutung die Industrie diesem Trend beimisst.
1.1 PROBLEMSTELLUNG
In den letzten 12 Jahren war der Trend zum Erlebniskonsum absolut richtungsweisend, die Menschen konsumierten oft ungeachtet des Preises nur um ein Ziel zu erreichen:
Die persönlichen Sehnsüchte nach einem schöneren Leben befriedigen zu können.
Um sich ein schönes Leben zu ermöglichen, war der Verbraucher auch jederzeit bereit, über seine Verhältnisse zu leben. Kreditkarten und diverse andere Finanzierungsmöglichkeiten machten es dem Konsumenten leicht auch ohne das Vorhandensein von notwendigen finanziellen Mitteln seine Sehnsüchte zu befriedigen. Generell kann beobachtet werden, dass sich der Einzelne mehr von seinen Gefühlen als von seinem Kontostand bzw. dem verfügbaren Einkommen leiten lässt.
Ganz offensichtlich ist der Zenit des noch bezahlbaren jedoch erreicht bzw. teilweise sogar überschritten. Mittlerweile ist der Verbraucher in eine Art „Sparzwang“ gekommen, da das „Erleben“ immer teuerer wird und die konjunkturelle Lage der Wirtschaft eher schlechte bzw. stagnierende Tendenzen aufzeigt. In wieweit aber ist der individualisierte, verwöhnte Verbraucher von Heute überhaupt bereit zu verzichten? Welche Konsumbereiche werden zuerst vom Verzicht betroffen sein. Kann - und wenn ja wie - die heute größtenteils emotional ausgerichtete Werbung sowie die vielen inszenierten Erlebnisangebote den Konsumenten auffangen? Und was passiert eigentlich, wenn man sich dieser Erlebnisgesellschaft, dem pausenlosen Erleben kaum mehr entziehen kann?
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Erlebnisbooms und Darstellung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Begriffliche Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Freizeit und Erlebnis sowie Analyse des gesellschaftlichen Wertewandels.
3 Konsum als Erlebnis: Beschreibung des Wandels vom Versorgungs- zum Erlebniskonsum und dessen Bedeutung für den modernen Einkauf.
4 Das zukünftige Projekt „SPACE PARK“: Detaillierte Untersuchung eines integrierten Shopping- und Entertainment-Centers als Praxisbeispiel.
5 Gesellschaftliche Veränderungen: Analyse des Einflusses von Leistungsdruck, Individualisierung und Zeitnot auf das Konsumverhalten.
6 Einflussfaktoren und Unterschiede in der Verbraucherschaft: Untersuchung der Rollen von Medien, Werbung und der Differenzierung in Konsumententypen.
7 Chancen, Grenzen und Risiken des Erlebniskonsums: Kritische Bewertung der zukünftigen Tragfähigkeit des Erlebnis-Trends.
8 Ausblick in die Zukunft: Zusammenführung der Ergebnisse in Zukunftsthesen zur weiteren Entwicklung der Erlebnisgesellschaft.
9 Zusammenfassung: Abschließendes Resümee der zentralen Arbeitspunkte und Erkenntnisse.
Erlebniskonsum, Erlebnisgesellschaft, Konsumentenverhalten, Freizeit, Hedonismus, Erlebnismarketing, Individualisierung, Space Park, Shopping, Entertainment, Lebensstil, Sparzwang, Leistungsgesellschaft, Konsum, Wohlstand.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung der „Erlebnisgesellschaft“ und der Frage, ob der damit verbundene Erlebniskonsum einen langfristigen Trend darstellt oder durch wirtschaftliche Stagnation gefährdet ist.
Zentrale Schwerpunkte sind der Wertewandel in der Gesellschaft, der Einfluss von Marketing-Inszenierungen im Einzelhandel sowie die psychologische Bedeutung von Konsum für den modernen Menschen.
Ziel ist es, die hedonistische Erlebnisorientierung als neue Richtung im Konsumentenverhalten wissenschaftlich zu fundieren und zu erörtern, ob dieser Trend trotz konjunktureller Krisen Bestand haben kann.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller soziologischer Literatur, Studien renommierter Forschungsinstitute (wie dem BAT Freizeitforschungsinstitut) sowie Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Erlebniskonsums, eine Fallstudie zum „Space Park“, sowie Analysen zu gesellschaftlichen Veränderungen, Medieneinflüssen und Werbepsychologie.
Die zentralen Begriffe umfassen Erlebnisgesellschaft, Erlebniskonsum, Hedonismus, Individualisierung, Konsumentenverhalten und Lebensstil.
Das Projekt dient als innovatives Praxisbeispiel für ein integriertes Shopping- und Entertainment-Center, an dem die Inszenierung emotionaler Erlebniswelten beispielhaft veranschaulicht wird.
Die Arbeit stellt zwei Thesen gegenüber: „These A“ prognostiziert einen erneuten Boom, während „These B“ eine Stagnation auf breiter Ebene unterstellt, wobei erste Indikatoren auf eine zukünftige Erholung hindeuten.
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